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Delta-Variante in Naturns

Foto: LPA/ 123rf

In einem Hotel in Naturns ist die Delta-Variante aufgetreten. Acht weitere Sequenzierungen stehen noch aus. Das Hotel ist mittlerweile geschlossen.

von Markus Rufin

Die Delta-Variante sorgt derzeit europaweit für Unruhe. In Großbritannien mussten aufgrund der Ausbreitung der Mutation des Coronavirus sogar Lockerungen aufgeschoben werden.

Auch in Südtirol gibt es bereits erste Fälle. Zuerst berichtete die TAGESZEITUNG über einen Hotspot in einem Lüsner Hotel, bei dem die indische Variante auftrat. Gestern wurde dann bekannt: Auch in Naturns gibt es einen bestätigten Fall.

Genau wie in Lüsen betrifft es auch in Naturns ein Hotel. Insgesamt sind neun Personen positiv auf das Virus getestet worden, allesamt sind nicht in Naturns ansässig. Die Sequenzierung der acht weiteren Tests steht derzeit noch aus, es ist aber wahrscheinlich, dass es sich auch bei den anderen Fällen um die Delta-Variante handelt.

Bürgermeister Zeno Christanell weiß, um welches Hotel es sich handelt, möchte aber keine näheren Angaben dazu machen: „Ich kann aber versichern, dass man aufgrund engmaschiger Kontrollen die positiven Fälle früh lokalisiert hat. Es handelt sich um Fälle in einem kleinen Kreis, die sehr überschaubar sind, so weit ich weiß.“

Als Sicherheitsmaßnahme hat das Hotel freiwillig zugesperrt, sämtliche Mitarbeiter und gestern auch rund 50 Gäste testen lassen. Da ein Teil der Gäste geimpft war, nahmen nicht alle Touristen diese Möglichkeit war. Sollten einige dieser Gäste positiv getestet werden, wird auch deren Ergebnis überprüft. „Sowohl der Sanitätsbetrieb als auch das Hotel sind mit der Situation sehr seriös umgegangen. Es wird derzeit alles nach Protokoll abgearbeitet“, lobt Bürgermeister Christanell.

Die Gäste wurden zwischenzeitlich in andere Strukturen gebracht. Bei den positiv getesteten Mitarbeitern handelt es sich um Personen, die nicht in Naturns ansässig sind.

Christanell wurde offiziell am Dienstag über die Situation informiert, bekam aber bereits am Sonntag von Seiten des Sanitätsbetriebs den Hinweis, dass es einen Verdachtsfall gebe.

Im Gegensatz zu Lüsen, wo über Details zu den aufgetreten Fällen lange spekuliert wurde, gibt es in Naturns laut Christanell derzeit keine Unruhen, was auch daran liege, dass man nach wie vor engmaschige Kontrollen in Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden durchführe: „Wir haben nach wie vor die Nasenflügelstationen in Naturns, Plaus und Schnals geöffnet. Testen und Impfen ist derzeit der beste Schutz den man haben kann.“

Obwohl der Bürgermeister also Entwarnung gibt, mahnt er auch zur Vorsicht. Man habe zwar derzeit alles im Griff, aber besonders in Gemeinden mit viel Bewegung müsse man mit einem gewissen Risiko rechnen:  „Das ist zwar schön und gut, man muss sich aber auch bewusst sein, dass man konsequent aufpassen muss. Man darf nicht sorglos sein.“

Übrigens: Das Auftreten der Delta-Variante war nicht der Grund für den Impftag in Naturns, der vergangenes Wochenende stattfand. Christanell bezeichnet es als „reinen Glücksfall“, dass dieser kurz vor dem Auftreten der Variante durchgeführt wurde

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