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Drei Verhaftungen in Stresa

Mögliche Wende in den Ermittlungen zur Seilbahntragödie in Stresa: Drei Personen wurden in der Nacht verhaftet.

Die Staatsanwaltschaft von Verbania, die zur Seilbahntragödie in Stresa ermittelt, hat in der Nacht auf Mittwoch drei Personen verhaften lassen.

Bei den Inhaftierten handelt es sich um  Luigi Nerini, 56 Jahre alt, er ist der Inhaber der Gesellschaft, die die Seilbahn führt.

Mit Nerini wurden ein Ingenieur, der für die Technik der Anlage verantwortlich ist, und der Betriebsleiter verhaftet.

Die Staatsanwaltschaft wirft den drei Männern, die bereits verhört worden waren, mehrfache fahrlässige Tötung und fahrlässige Auslösung eines Unglücks vor.

Der Verhaftung sind Vernehmungen einiger Bediensteter am Nachmittag vorausgegangen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sollen die Verhafteten gewusst haben, dass die Seilbahnkabine seit Wiedereröffnung der Bahn am 26. April dieses Jahres ohne Notbremse unterwegs war.

Die Bremsvorrichtung soll wissentlich deaktiviert worden sein. Die Bremsen sollen deaktiviert worden, weil ihre Fehlfunktion immer wieder zu einem Stillstand der Gondel geführt hatte.

Eine Reparatur hätte eine längere Stilllegung der Bahn nach sich gezogen.

Beim Absturz einer Gondel der Mottarone-Bahn waren am Sonntag 14 Personen ums Leben gekommen, ein fünfjähriger Bub überlebte das Unglück schwer verletzt.

Die Gondel ist aus einer Höhe von 54 Metern abgestürzt.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (9)

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  • prof

    Sicher hat die Firma Leitner nichts gewußt,ansonsten wäre sie sofort aktiv geworden,die Frage ist aber ob bei der Kontrolle am 3. Mai der Firma Leitner nichts aufgefallen ist,warscheinlich wurde die Bremsvorrichtung nur für die Kontrolle aktiviert.

  • prof

    Eher unwahrscheinlich ist,daß die Firma Leitner gesagt hat einfach die Bremsvorrichtung deaktivieren.

  • paco

    „Die Bremsen sollen deaktiviert worden, weil ihre Fehlfunktion immer wieder zu einem Stillstand der Gondel geführt hatte.“ Wenn dies stimmt, ist das für die Firma Leitner ein absluter NoGo, denn offensichtlich war sie nicht imstande, die Bremsvorrichtungen wieder voll in Ordnung zuu bringen. Wer kann einer Firma vertrauen, die eine dauernde Fehlfunktion ihres Produkts nicht reparieren kann?

  • paul1

    Mit euren Anschuldigungen gegen die Firma Leitner würde ich ein bisschen vorsichtiger sein. Ein Betriebsleiter und Maschinist, weiss ganz genau wie eine Bremsvorrichtung funktioniert und wie diese aktiviert und deaktiviert wird, dieses System muss jeden Tag vor Betriebnahme überprüft werden. Ein Maschinist, muss JEDE Fehlfunktion der Anlage BESTENS kennen.

    • andreas

      Laut Aussage eines ermittelnden Carabiniere, hat das Wartungsunternehmen erfolglos versucht, die Bremse zu reparieren.
      Welches Unternehmen das war, hat er nicht gesagt, muss nicht zwingend Leitner sein.
      Dann wurde wohl entschieden, die Bremse außer Kraft zu setzen.
      3 Verantwortliche sitzen momentan schon im Knast, mal schauen was noch rauskommt.

      Mich würde interessieren, ob solche Fehlerbehebung System hat, unabhängig der in diesem Fall Beteiligten.

  • dagobert

    Vielleicht ist das Seil auch deshalb gerissen weil es des öfteren unter Vollast die gebremste Gondel hochgezogen hat. Wie bescheuert muss man sein die Notbremse ausser Gefecht zu setzen.

  • emma

    jetzt kònnen wir angstlos 5 jahre seilbahn fahren, da passiert nix

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