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„Muttertag ist Mutterzeit“

Für Familienlandesrätin Waltraud Deeg geht es am Muttertag darum, die persönliche aber auch die gesellschaftliche Wertschätzung für Mütter zum Ausdruck zu bringen.  

Familienlandesrätin Waltraud Deeg erinnert anlässlich des Muttertages an die fundamentale Bedeutung, die Mütter, Großmütter, Urgroßmütter gerade heute haben:

„Die Mutterrolle hat sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte verändert, und dennoch ist sie in ihrem Kern dieselbe geblieben: Eine Mutter ist die erste Bezugsperson und Vertraute, ist Beschützerin und Kämpferin, ist Lehrerin und sorgt für den Unterhalt der Familie. Nicht nur am Muttertag sollten wir darum den Müttern jene Wertschätzung zukommen lassen, die ihnen gebührt.“

Die persönliche Wertschätzung könne vielerlei Formen haben: „Früher war es vielleicht ein selbstgemaltes Bild, heute ein gemeinsames Mittagessen oder eine gemeinsame Bergtour: Ich persönlich schätze es sehr, wenn ich Zeit mit meiner Tochter verbringen kann. Denn auch als Mütter genießen wir die Zeit, die wir gemeinsam mit unseren Kindern verbringen, egal ob diese noch klein oder selbst schon fast oder ganz Mütter sind“, ist Deeg überzeugt.

Der Muttertag sei wichtige Mutterzeit, bei der es nicht nur darum gehe Danke zu sagen, sondern gemeinsame so genannte „quality time“ zu verbringen.

Doch neben der persönlichen Wertschätzung sei auch eine gesellschaftliche Anerkennung der tagtäglichen Leistungen der Mütter wichtig:

Nicht erst in der Pandemie hätten Mütter unerwartet und für unbestimmte Zeit neue Rollen erfüllen müssen, seien zur Lehrerin, Heimarbeiterin, Psychologin, Trainerin, Freunde-Ersatz geworden – dass es dabei zu einer Überlastung der Mütter kommen konnte, sei nicht verwunderlich. „Auch eine Mutter darf Schwäche zeigen, die Aufgabe der Gesellschaft ist es hier Möglichkeiten der Entlastung zu schaffen, Unterstützung anzubieten und Ausgleichsmöglichkeiten anbieten“, sagt die Familienlandesrätin.

Das Land Südtirol sei hier gut unterwegs, wenn man beispielsweise an das ausgedehnte Angebot der Kleinkindbetreuung, die Unterstützung durch die Familienberatungsstellen oder andere Angebote wie die Frühen Hilfen oder Family Support der Elkis denke. Dennoch gelte es hier weitere Maßnahmen ins Auge zu fassen, damit jede Mutter ihre Mutterschaft so gestalten kann, wie es für sie und für ihre Familie am Idealsten ist.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • batman

    Die Großmutter im Altersheim, die Kinder bei der Tagesmutter….
    die Mutter beim arbeiten…

  • hilti

    Es ist eine Logik dahinter:“ die Frau muss , wenn igentwie möglich, gleich nach der Geburt wieder zurück an den Arbeitsplatz.
    Weil………., sonst ihr Arbeitsplatz weck ist, oder die Raten fürs neue Haus nicht bezahlt werden können“.
    Die Frau muss, das Kleinkind aus dem Schlaf reißen, um es zur Tagesmutter zu bringen.
    Es muss ja alles sehr schnell gehen, den die Stempeluhr tickt unaufhaltsam.
    Da bleibt keine Zeit für Emotionen, wenn das Kleinkind gerade jetzt eine Kuscheleinheit brauchen würde, weil Mamma ja weg geht, und es in fremde Hände soll/ muss.
    Aber für das gibt es ja dann die ganzen Psychologen ,die dann beim Kind, eine Hyperaktivitätsstörung (ADHS ), feststellen, um dann an den Psychiater weiterempfolen zu werden.
    Dieser wiederum verschreibt, der auch mittlerweile gestressten Mamma, ein Antidepressiva, das beide ( sie und Kind) , wieder “ ERDEN“ sollen.
    So und nicht anders funktioniert moderne Marktwirtschaft, denn die Menschen sollen sich ja gefälligst, vom Kindesalter an, an das Teufelszeug, gewöhnen, um der Pharmalobby ein sicheres Einkommen zu gewähren.

  • hilti

    Trotzdem einen schönen, ruhigen Muttertag, allen Müttern

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