Du befindest dich hier: Home » News » Gelminis Nein

Gelminis Nein

Michaela Biancofiore mit Ministerin Mariastella Gelmini

Regionenministerin Mariastella Gelmini stoppt die Pläne der Landesregierung zur Einführung eines Südtiroler Corona-Passes: „Wir werden die Landesverordnung sofort anfechten.“

Paukenschlag in den Beziehungen zwischen Bozen und Rom!

Regionenministerin Mariastella Gelmini stellte am Mittwochmorgen in einem Radio-Interview mit dem Sender RTL klar, dass die römische Regierung einen Südtiroler Alleingang beim Corona-Pass nicht akzeptieren werde. In einem Telefongespräch hatte die FI-Politikerin LH Arno Kompatscher darauf hingewiesen, dass eine entsprechende Landesverordnung umgehend angefochten werden würde. Denn: Die Zeit für eine solche Regelung sei noch nicht reif.

Die Regierung Draghi arbeitet selbst an einem Pass, der sich aber deutlich vom Südtiroler Modell unterscheidet: So sind auf staatlicher Ebene negative Tests nur für 48 Stunden gültig, im Südtiroler Fall vier Tage, also doppelt so lange. Auch bei den Geimpften und Genesenen gibt es noch Klärungsbedarf.

Die neue Verordnung soll am Donnerstag oder Freitag veröffentlicht werden.

Gelminis Parteikollegin Michaela Biancofiore vereidigt hingegen die Pläne des LH: Es handle sich um ein Modellprojekt, das Rom auf ganz Italien ausdehnen sollte.

LH Arno Kompatscher erklärt gegenüber Tageszeitung Online:

„Der Austausch mit Rom läuft, ich habe meine Argumente dargelegt. Wir halten jedenfalls am Vorhaben fest. Natürlich ist es aber besser, wenn sich eine Anfechtung vermeiden lässt.“

SVP-Chef Philipp Achammer äußert sich kämpferisch:

„Es ist völlig unverständlich, dass die Regierung ein vernünftiges Konzept anfechten will, welches sie kurze Zeit später selber umsetzen will. Es scheint, dass das Verteidigen zentralstaatlicher Standards über allem steht – stattdessen sollte man endlich wieder das Arbeiten zulassen, jetzt mehr denn je.“

Auch Senatorin Julia Unterberger bestätigt nach einer dringlichen Aussprache mit Ministerin Gelmini: „Südtirol wird den Pass einführen, notfalls auch ohne Einverständnis Roms.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (36)

Lesen Sie die Nutzerbedingungen

  • drago

    Der arme LH hat aber schon Pech. Alle seine Super Ideen werden sabotiert, von den Gewerkschaften, eigenen Landesangestellten und jetzt schon wieder von Rom. Wo wir doch als Einzige die super effiziente Teststrategie haben. Da vergeht einem doch die Freude am LH sein. Ein lautes Pfui für alle Saboteure.

    • beobachter

      da hat dei weissblume ihre aufgespritzten lippen im spiel

    • besserwisser

      was soll der pass bringen? einen südtiroler, einen italienischen, einen europäischen …. das gscheiter sein als die anderen hat uns auch nicht weiter gebracht …
      es gibt nur zwei möglichkeiten: auf oder zu. jeder tag eine neue regelung, da kennt sich keiner mehr aus und bleibt zu hause ….
      seit ende oktober keinen einzigen euro eingenommen (auch anderen geht es so, ich weiss), und als strafe oben draf kann ich mir noch das tägliche geschwätz von rentnern, experten, virologen, kravattenträgern, gehaltsempfängern usw. anhorchen…
      meine empfehlung: redets mal mit meinem kudenberater bei der bank, der zeigt euch die wirklichkeit (und in der folge wohl auch den psychiatern)

      • drago

        Für Sie ist Sarkasmus wohl nur ein anderes Mus zum Essen.

        • besserwisser

          @drago: leider ist es nicht sarkasmus sondern bittere realtität.
          und das betrifft mich nicht nur persönlich sondern auch ein paar andere (wahrscheinlich gar nicht so wenige). wie gesagt, die ganzen experten, kravattenträger usw. haben KEINE AHNUNG wie das ist wenn man keine einnahmen mehr hat sondern vom gutdünken der bank abhängt …..

          • drago

            @besserwisser
            Hatte leider Ihren ursprünglichen Post missverstanden. Mit Sarkasmus habe ich meinen eigenen Poste gemeint. Sorry

  • stoanscheisserkoarl

    Bravo! Das ist mal eine Ansage. Hut ab Maria!

  • wichtigmacher

    Der Pass darf nicht grün sein, er muss GRÜN/WEISS/ROT sein, das war wohl klar….

  • sigo70

    Wie ist es möglich, dass man solche Dinge nicht von vornherein klärt?
    Die Inkompetenz in Bozen ist durch nichts zu toppen!
    Irgendwann muß es doch Konsequenzen für diese Fehlentscheidungen geben!

  • spo

    Und er lernts ned. Schun wieder…. dai Arno, loss guat sein.

  • ralf

    Nicht zulassen alles gut und recht, aber dann soll Rom Geld schicken um die Betriebe und Familien zu unterstützen !!!

    Selbst nix auf die Reihe kriegen, aber andere ausbremsen. Muss so sein, weil sonst würde die Unfähigkeit ja vielleicht jemanden auffallen.

  • novo

    Auch in Deutschland streiten sich die Ministerpräsidenten untereinander und mit Merkel wie die Kesselflicker!

    • drago

      Die Gesetzeslage und die Zuständigkeiten der Länder sind in Deutschland anders als in Italien. Unser lieber LH will auf der einen Seite keinen Sonderweg mehr gehen, da er aufgrund des Staatsratsurteils betreffend Aosta Angst hat eventuell vor den Rechnungshof gezerrt zu werden, will aber auf der anderen Seite dann doch wieder mit eigenen Superideen glänzen und macht, wie fast üblich, die Rechnung ohne den Wirt. LOL

  • luis2

    Alles zusammen ein Witz, mehr Papiere und Ausweise brauchen einen Kaffee zu trinken, als früher einen Fahrt im Ostblock, na, na hört auf.

  • schwarzesschaf

    Und in Hotel brauchn sie nix und wird an der Bar gefeiert nit mol die ausländer sel brauchn nit mol a quarantäne. Also bitte Hotels schliessen bis es deer staat erlaubt, denn heute sieht man die auswirkungen der ersten feierwochenenden im den Hotels

  • felixvonwohlgemuth

    Anstatt über Rom zu schimpfen sollte man den Leuten erklären, dass Schnelltests kein Allheilmittel in der Pandemiebekämpfung sind und vorsichtig eingesetzt werden müssen. Fast die Hälfte der Infizierten wird mit diesen Tests nicht erkannt, deswegen sollten diese auch in kürzeren Abständen wiederholt werden. Eine 4-Tage-Gültigkeit eines negativen Antigen-Schnelltests ist viel zu lang und gibt den Menschen eine falsche Sicherheit.

    Besser als jetzt auf Konfrontation zu gehen und auf Biegen und Brechen eine Provinzlösung durchzudrücken, welche schon morgen wieder von einer gesamtstaatlichen bzw. europäischen Lösung geändert wird, wäre es, den Betrieben unbürokratisch und kostenlos öffentliche Flächen für mehr Tische zur Verfügung zu stellen. Darauf sollte sich die Landesregierung konzentrieren, denn damit wäre den Bars und Restaurants schnell und effektiv geholfen.

    • besserwisser

      so wie gerade jetzt. sehr günstig bei wind und regen. da lob ich mir die landhausbar (fvw wird ja wohl auch bald drinnensitzen)

    • cicero

      @felixvonwohlgemut
      Ist halt ein „kleiner“ Unterschied ob das Restaurant im Unterland oder in Pfitsch oder Ahrntal usw. steht und den ganzen Mai keine Innentouristen haben darf.
      Was die Tests betrifft: Es kann doch nicht sein dass wir uns in eine totale Überwachungsgesellschaft verwandeln und einer Regulierungswut erliegen. Das Virus ist zu betrachten was es ist, ein Teil der Natur der uns nie mehr verlassen wird. Also ist ein unaufgeregter Umgang angebracht und nicht ein hysterisch, panischer. Denn wie soll das weitergehen, wenn Geimpfte im Altersheim, die sich erneut anstecken wieder streng isoliert werden. Es werden sich immer Leute auch geimpfte und genesene mit irgendwelchen Varianten anstecken. Wollen wir die jetzt auch behandeln wie Aussätzige, das kann keine dauerhafte Lösung sein. Also bitte einen normalen Umgang mit den Leuten. Unsymptomatische sind zunächst einmal Gesunde und NICHT zu testen und nirgendwo auszuschließen, denn auch positive Tests sagen NICHTS darüber aus ob das Virus überhaupt aktiv ist. Vorsorglich solche Leute von der Arbeit, Schule usw. auszuschließen ist ein Verbrechen. Nur ein Arzt kann anschließend anhand von einer medizinischen Untersuchung feststellen ob jemand überhaupt krank ist. Empfehlung von der WHO. Denn die Viruslast von Leuten die keine Symptome haben ist so minimal (wenn nicht gar tot) dass eine Übertragung unwahrscheinlich ist. Außerdem wäre einmal die Anzahl der Zyklen beim PCR-Test zu hinterfragen. Wenn das Schicksal über krank und gesund, Arbeit oder nicht, von der zufälligen Zahl der Umdrehungen abhängt, wo man bei genügend Zyklen alles findet, dann stimmt etwas nicht im System.
      Wenn wir vom derzeitigen Prinzip alle und jeden zum potentiell Kranken zu erklären und unter Generalverdacht zu stellen, obwohl KEIN Anlass dazu besteht, nicht abrücken, werden wir nie aus der Situation herauskommen.

  • franz19

    Unsere super Landespolitiker sollten einmal andere Probleme lösen als jedes Mal Superman spielen und danach einsehen müssen dass es falsch war…
    Solche Schritte sollen auf nationaler Ebene getroffen werden und nicht von unsere Politiker die sich immer wieder aufspielen wollen

  • paesan74

    An und für sich war ist die Idee ja eigendlich gar nicht schlecht, sonst wäre im Inneren der Lokale sowieso der Zugang verboten gewesen. Ob und wieviele sich testen lassen würden nur um den Zugang zu haben ist aber sehr fraglich. Da würden die Betreiber nicht viel mehr Umsatz zu erwarten haben und ob die Testkosten sich dann sich auszahlen würden das bezweifle ich sehr. Da es aber ja unser Steuergeld ist da wieder bei Fenster rausgeworfen wird, spielt wie üblich keine Rolle. Wenn das die Staatsregierung wieder als Nichtig erklärt, dann möchte ich wissen was die App-Enwicklung und die Teststraßen bis jetzt gekostet haben. Das sollte man unseren Covidpionieren in Rechnung stellen!

    • freitag

      Gestern fast 10.000 Test (1400 PCR + 8000 Antigen) + 100.000 Geimpfte.
      Also ein paar Gäste wären das schon.

      Tendenz steigend

      mal sehen wann die nationale oder gar EU Lösung kommt (EU hat ja bis jetzt total versagt !).

  • goldie

    A Kaffee trinken gian wert bold komplizierter als die Stuiererklärung

  • hilti

    Jo an Kaffee trinkn konn i jo dahom auch, wenn lai selche Problem sein, sellm gute Nocht

  • sigo70

    Habe ich das richtig verstanden, dass Mitarbeiter der Gastbetriebe keine Tests machen müssen bzw. auch ohne grünen Pass arbeiten dürfen? Für mich alles wiedersprüchlich.

  • diplomat

    In einem Punkt muss ich der Regierung in Rom schon Recht geben, denn 4 Tage Gültigkeit sind für einen Negativ-Test eindeutig zu lange!

  • george

    Immer schiebt ihr alle Schuld bzw. alles Negative auf den LH. Wer sind aber die eigentlichen Macher im Hintergrund und die Schieber und Drücker dahinter? Die wollt ihr nie sehen und nennen. Wahrscheinlich deshalb, weil viele von euch selber sich ertappt fühlen müssten, mit welch maroden Ideen sie vorpreschen und mit welchem Geschrei und Gejammer sie Druck machen und der Kontamination mit den SARS-Virus-Varianten freie Bahn bereiten.

Kommentar abgeben

Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

2020 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl Impressum | Datenschutz & AGB | Cookie Hinweis | Privacy-Einstellungen

Nach oben scrollen