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„Keine Auswirkungen“

Antigen-Schnelltest (Foto: SABES/ 123rf)

Der Sanitätsbetrieb stellt klar, dass die Einstufung Südtirols als „rote Zone“ nichts mit der Meldepraxis des Südtiroler Sanitätsbetriebes zu tun habe. 

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb weist Medienberichte der vergangenen Tage, wonach die Einstufung des Landes als „rote Zone“ in Italien bzw. als „Hochrisikogebiet auf EU-Ebene“ mit der Meldepraxis des Betriebes Richtung Rom zusammenhänge aufs Schärfste zurück.

In einer Aussendung schreibt der Sanitätsbetrieb:

Dies ist anhand von Fakten eindeutig nachweisbar: Die 14-Tage-Inzidenz war in den zur Rede stehenden Monaten allein schon aufgrund der PCR-Ergebnisse – ohne Antigentest-Ergebnisse – zu hoch: Seit 10. Jänner lag diese beispielsweise bei über 500, wobei die EU-Einstufungsgrenze für „dunkelrot“ zu jenem Zeitpunkt bei 500 positiven Testergebnissen pro Tag lag.

Insbesondere erfolgt in Italien die Einstufung einer Region bzw. Provinz in eine bestimmte Risikozone nicht aufgrund eines einzigen Indikators, sondern indem über 20 Indikatoren begutachtet und bewertet werden. Bei der Einstufung auf Ebene des Staates hat insbesondere der Druck auf die Krankenhäuser und das Gesundheitswesen des Landes eine Rolle gespielt.

„Die einzige Alternative wäre gewesen, weniger zu testen“, so Generaldirektor Florian Zerzer. „Aber diese Strategie hat insgesamt keinen Sinn, denn, wenn wir weniger getestet hätten, wären die Infektionen über einen längeren Zeitraum höher und das Infektionsgeschehen noch viel schwerer einzugrenzen gewesen.“

Nachdem die Antigentest-Ergebnisse ohnehin zu einem großen Teil durch PCR-Tests bestätigt werden (sogar nach 10 Tagen Infektion), habe die mitgeteilte Änderung der Meldemodalität keine wesentliche Auswirkung, schreibt der Sanitätsbetrieb.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (10)

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  • karl100

    Das war ja logisch das es nichts zu tun hat, aber glaube nicht das wir eine inzidedenzzahl von 123 hätten würde man nur die pcr Tests zählen

  • huggy

    Wer’s wohl glaubt….

  • drago

    Zerzer sollte sich selbst einmal zuhören. Vielleicht würde ihm dann auffallen, welchen Blödsinn er redet.

  • nochasupergscheiter

    Im privaten Bereich muss der Chef für die Fehler des Personals geradestehen, tut ein Mitarbeiter sich weh und erklärt es war sein eigenes verschulden, kriegt der Chef eine Strafe und geht fast ins Gefängnis bzw kann beim zweiten dritten Mal fast zusperren.. Die gut bezahlten Herren vom Land haben nie Schuld, keine Verantwortung, ihre montura Arbeitskleidung an und von Entlassungen des amtsdirektors nach Arbeitsunfall des Mitarbeiters höre ich auch nichts… Auch hier gilt die Gesetze gelten für die dummen Schafe dort unten… Gleiche scheiss wie mit den Renten Gesetzen… Wir kriegen mehr und das im voraus

  • murega

    Ich persönlich kann die Berechnung der 7-Tages-Inzidenz nicht nachvollziehen. Aktuell (Stand 14/04/21)) wird diese auf der Seite der Sanitätseinheit mit 123 angegeben. In den letzten 7 Tagen wurden 303 positiv (mittels Antigentest). Wenn ich die Zahl auf 100.000 Einwohner umrechne (dividiert 5,35) komme ich auf eine Inzidenz von 56,63???? Wo liegt der Fehler?

  • drago

    Wenn die Anzahl der positiven Tests keinen Einfluss hat, warum ändern sie jetzt ihre Praxis?

    • gorgo

      Warum wohl?
      Ma. Kann schon sein, dass es im Jänner keinen Einfluss hatte, trotzdem glaube ich mich zu erinnern eine Aussage Widmanns gelesen zu haben, wo behauptet wurde, für die Inzidenzzahl würden nur die PCR Tests verwendet werden. Zumindest in Rom. Finde den Artikel, bzw. diesen Absatz leider nicht mehr.
      Insgesamt kann ich die Strategie nicht beurteilen. Wir wissen alle wie wichtig es ist die Zahlen auf ein niederes Niveau zu kriegen.
      Aber andauernd „profylaktisch“ erhöhte Zahlen zu servieren ist nicht okay.
      Und sich jetzt rückwirkend ein Bild zu machen fast unmöglich.
      Jetzt glaubt ohnehin jeder, sein Geschäft wäre zu Unrecht geschlossen gewesen.
      Um das politisch wieder gutzumachen müssten einige Bauernschlaue tatsächlich zurück treten.

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