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Busoni Preisträger Emanuil Ivanov

Busoni Preisträger Emanuil Ivanov (Foto: Pavel Chervenkov)

Der erste Klavierabend eines Busoni-Preisträgers am berühmten Opernhaus unterstreicht den Einsatz des Wettbewerbs für die Karriere seiner Alumni, auch in Zeiten der Pandemie.

Die Busoni-Mahler-Stiftung erlangte bereits im vergangenen November große internationale Anerkennung, als die ersten Durchgänge des laufenden Wettbewerbsbienniums in der innovativen Form des
Glocal Piano Project bei 22 Steinway & Sons Vertretungen weltweit stattfanden. Gleichzeitig steht die Busoni-Mahler-Stiftung vor der nicht minder wichtigen Herausforderung, ihren derzeitigen Preisträger, den 22-jährigen Bulgaren Emanuil Ivanov, bestmöglich durch die schwierige Zeit der Covid Pandemie zu begleiten. Ivanov, der gegenwärtig sein Studium am Royal Conservatory in Birmingham abschließt, gewann im September 2019 den Busoni Preis mit der ungewöhnlichen Wahl des 2. Klavierkonzerts von Camille Saint-Saëns. Mit der „entstaubten, ironischen Interpretation“ dieses selten gespielten Konzertes und seiner „eleganter Virtuosität“ habe der junge Bulgare den wichtigen Musikpreis erobert, schrieb die italienische Tageszeitung Il Sole 24 Ore. „Talent, Ernsthaftigkeit und Unverwechselbarkeit: Mit Ivanov kommt ein Pianistentyp zurück, der es versteht Eleganz, Intelligenz und Klangkultur zu einem größeren Ganzen zusammenzuführen“ tönte es auch in der Südtiroler Tagespresse.

Die Auswirkungen der Krise des internationalen Kulturlebens auf seine Karriere sind besonders gravierend, da genau jene zwei Jahre, in denen er maximal von den Preisträgerkonzerten und dem weitverzweigten Netzwerk des Wettbewerbs hätte profitieren sollen, fast vollständig von der Covid-19-Pandemie überschattet wurden und viele Konzerte verschoben werden mussten. Das Debütkonzert im Mailänder Teatro alla Scala bietet Ivanov nun die bemerkenswerte Bühne, die seinem Erfolg beim Busoni Wettbewerb entspricht. Der Umstand, dass die prachtvollen Räumlichkeiten des Mailänder Opernhauses selten Schauplatz reiner Recital Abende sind, unterstreicht die symbolische Bedeutung dieses besonderen Anlasses. Auf dem Programm stehen Werke von Busoni, Ravel und Skrjabin.

Der künstlerische Leiter des Busoni-Wettbewerbs, Peter Paul Kainrath, betont: „In Zeiten des radikalen Umbruches ist es wichtiger denn je, den herausragenden Talenten ihren Platz im internationalen Kulturleben zu sichern. Die neue Partnerschaft zwischen dem weltberühmten Teatro alla Scala in Mailand und dem Bozner Internationalen Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni unterstreich die Überzeugung beider Institutionen, dass Talente ein Versprechen auf Zukunft sind.“ Der Superintendent des Teatro alla Scala, Dominique Meyer, bestätigt: „Wir freuen uns, mit dem Busoni-Wettbewerb zusammenzuarbeiten und einem internationalen Publikum trotz der durch die Pandemie auferlegten Einschränkungen ein neues Klaviertalent vorstellen zu können. In dieser für alle schwierigen Zeit ist es wichtig, auch über die außergewöhnlichen Hindernisse nachzudenken, mit denen junge Menschen konfrontiert sind, die gerade erst ihre Konzertkarriere beginnen.“

Das Konzert kann am 27. Februar ab 20 Uhr live auf der Internetseite der Scalaverfolgt werden und bleibt für einen begrenzten Zeitraum online. Auch derKlassikstreamingdienst Takt1 wird das Konzert in sein Programm übernehmen, eine Liveübertragung für das chinesische Publikum bietet die Streamingplattform amadeus.tv.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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