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„Einige unbeschwerte Tage“

Das Team des Hauses der Familie ist dankbar, dass in diesem Corona-Sommer das scheinbar Unmögliches möglich gemacht wurde und doch noch ein Teil der Erlebniswochen organisiert werden konnte. 

Dieser heurige Sommer bleibt im Haus der Familie in Erinnerung: Im Februar waren die Erlebniswochen im Haus der Familie für fast 1.000 Kinder innerhalb weniger Tage ausgebucht, im Mai mussten sie aufgrund des Lockdowns abgesagt werden. Die Verantwortlichen des Rittner Bildungshauses suchten gemeinsam mit anderen Kinder- und Jugendorganisationen und in Absprache mit Politik und Verwaltung nach Lösungen. PCR-Tests kurz vor Urlaubsantritt brachten den Durchbruch.

Dank der guten Zusammenarbeit zwischen der Task Force, die aus 2 Dutzend Ärzten bestand; den vielen KrankenpflegerInnen, die die Tests durchführten und dem Personal im Sanitätsbetrieb, das die Test-Termine koordinierte, konnten im vergangenen Sommer viele Kinder und Jugendliche unbeschwerte Tage miteinander verbringen. Im Haus der Familien waren es im Vergleich zum vergangenen Jahr trotz der schwierigen Rahmenbedingungen mehr als halb so viele. Das sei ein Riesenerfolg, wenn man bedenke, dass Anfang Juni nicht einmal klar war, ob Sommerangebote mit Übernachtung überhaupt wieder starten dürften, erklärt der Direktor des Hauses der Familie Elmar Vigl.

Frühestens vier Tage vor Beginn der jeweiligen Woche auf Berghütten, in Camps und im Haus der Familie mussten die jungen Menschen einen Abstrich in Nase und Rachen machen lassen. Das Ergebnis der Tests wurden den Eltern innerhalb 48 Stunden mitgeteilt. Beim Einchecken teilten sie das negative Ergebnis ihrer Kinder mit. Die Kinder und Jugendlichen wurden in eigenen covidfreien Zonen untergebracht, wo sie sich ausschließlich in derselben Gruppe und mit ebenfalls getesteten BetreuerInnen aufhielten.

Elmar Vigl freut sich, dass wieder hunderte junge Menschen unbeschwerte, kraftvolle und maskenfreie Tage miteinander verbringen konnten. Er berichtet von engagierten MitarbeiterInnen in den Sprengeln und im Sanitätsbetrieb, die jederzeit – auch an den Sonntagen – erreichbar waren, um die Ergebnisse rechtzeitig mitzuteilen. „Sie haben umgesetzt, was Politik und Jugendorganisationen vereinbart haben“, erklärt der Direktor des Hauses der Familie. Hunderte Telefonate und Mails waren für die Koordination nötig, da die jungen Gäste in Lichtenstern aus dem ganzen Land kamen und in ihren jeweiligen Sprengeln und Bezirken getestet werden mussten. Das ging nicht ohne Terminverschiebungen, Fehlinformationen und klärende Gespräche ab.

Das Team des Hauses der Familie ist dankbar, dass dieser Corona-Sommer mit Professionalität, Herzlichkeit und Entgegenkommen abgewickelt werden konnte und scheinbar Unmögliches möglich wurde. „Wir danken denen, die man nicht sieht“, sagt Elmar Vigl im Hinblick auf das Sanitätspersonal.

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