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Bedrohter Zeuge?

Sven Knoll

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Direktor des Rechtsamtes des Sanitätsbetriebes. 

Der Bozner Arzt (und STF-Sympathisant) Andreas Tutzer hatte vergangene Woche im Untersuchungsausschuss zum Masken-Skandal ausgesagt. Der Direktor des Rechtsamtes des Sanitätsbetriebes habe zu Tutzer, der Kritik an den Maßnahmen des Betriebes zu den Halsschlauchtüchern geübt hatte, gesagt:

Wir schicken Ihnen jemanden vorbei, wir machen Sie fertig!

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, zeigt sich erschüttert: „Hier wird offenbar ganz gezielt versucht, kritische Stimmen mundtot zu machen und die Zeugen des U-Ausschusses einzuschüchtern.“

Es sei keinesfalls zu tolerieren, dass Zeugen des U-Ausschusses derart bedroht und eingeschüchtert würden. „Wer zu solchen Methoden greift, muss viel zu verbergen haben“, giftet Knoll.

Die Verantwortlichen des Südtiroler Gesundheitswesens wollten offenbar mit allen Mitteln verhindern, dass im U-Ausschuss die Hintergründe des Masken-Skandals aufgedeckt werden.

Als Initiator und Mitglied des U-Ausschusses fordert Sven Knoll den Direktor des Sanitätsbetriebes auf, dafür Sorge zu tragen, dass „diese skandalöse Einflussnahme auf die Zeugen umgehend eingestellt wird und eine öffentliche Entschuldigung des Sanitätsbetriebes erfolgt“.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (26)

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  • bettina75

    Da sollte doch bitte die Staaatsanwaltschaft umgehend ermitteln!!!

    • saustall_kritiker

      Wenn der Direktor des Rechtsamtes des Sanitätsbetriebes (Capello oder wie der heißen soll), der zudem „Rechtsanwalt“ sein soll, wirklich gesagt hat: „Wir schicken Ihnen jemanden vorbei, wir machen Sie fertig!“, dann sind dies echt mafiose Redewendungen, die im zivilen Südtirol nichts, aber schon gar nichts verloren haben. Eine sofortige Suspendierung eines solchen Zeitgenossen vom Direktorposten eines „Rechtsamtes“ in einem Rechtsstaat wäre da wohl bloß das mindeste. Wenn das stimmt und keine Konsequenzen, nicht mal strafrechtlicher Natur gezogen würden, dann wären wir wirklich nicht mehr in einem Rechtsstaat, sondern in einer perfekt funktionierenden Bananenrepublik. Und was sagen Florian Zerzer und Thommy Widmann dazu?
      Wie sagte doch der erst nach seinem Tod rehabilitierte Brunecker Dichter Norbert Konrad Kaser: Dem F… graust!

      • meintag

        Würde sagen da der Herr mit solchen Aussagen weiss dass Er in diesem Bereich nicht weiter tolerierbar ist, ist die einzige Massnahme die sofortige Suspendierung als Angestellter der Landes einzuleiten.

  • erich

    Das wird wohl ein kompletter Unsinn sein, können das Zeugen bestätigen? Glaube wohl nicht, sonst wäre alles schon beim Staatsanwalt. Deshalb hört mit diesem unnützen Gehetze auf.

    • asterix

      @erich, was soll das, glaubst du Knoll lügt und der Arzt lässt seinen Namen dazu verwenden? Der hat das schon so gesagt, jede Wette. Warum sonst sollte ein Zerzer den Angestellten sogar per Mail den Mund verboten haben? Auch so eine Einschüchterungsmethode. Der Misthaufen stinkt gewaltig, sogar gegen den Wind.

      • erich

        Du hast wohl gar keine Ahnung, in keinem privaten Betrieb darf ein Mittarbeiter nach belieben über Internes nach außen sich äußern. Das ist das große Problem bei den Öffentlichen, da glaubt jeder er muss seine Ansichten publik machen. Straftaten ausgenommen.

        • saustall_kritiker

          Oh @erich, du riechst nach einem Angestellten dieses „Rechtsamtes“, das angeblich „jemanden vorbeischickt“, um den Kollegen fertig zu machen…. ganz nach Al-Capone-Methode. Oje… ojeminee…….. 🙁 🙁

        • asterix

          Ich denke eher du hast keine Ahnung. Privatbetriebe können tun was sie wollen, solange sie gegen keine Gesetze verstossen. Sie Sanität ist öffentlich, also unsere Steuergelder und da wird man schon noch Rechenschaft verlangen können ohne bedroht zu werden.

          • andreas

            Da scheinst wohl du keine Ahnung zu haben.
            In keinem Unternehmen dürfen relevante Betriebsinternas nach draußen getragen werden.

            Unabhängig davon, dass die Aussagen von Dr. Andreas Tutzer keine Betriebsgeheimnisse waren, sondern nur Kritik an den Schlauchtüchern.

  • waldhexe

    Sollte das so gesagt worden sein,wie im Bericht steht,dann muss dieser Herr vom Rechtsamt mit soforiger Wirkung vom Amt entbunden werden.

  • andreas

    Sollte Marco Cappello das wirklich so gesagt haben, gehört er auf der Stelle suspendiert.

    @novo
    Bis zum Beweis der Schuld, gilt jeder als unschuldig und es ist ohne 100%ige Belege üblich, im Konjunktiv zu schreiben. Das erspart den Medien viele Rechtsstreitereien.

  • sepp

    in der sanität stinkts zum himmel angefagen beim landesrat beim direktor usw

  • saustall_kritiker

    Was hier zu Tage tritt – mal ganz abgesehen von diesem Fall – ist die völlige Unfähigkeit der Führungskräfte im Verwaltungsapparat des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Tutzer ist nicht der einzige Arzt, der abwandert, weil das von den genannten Führungskräften generierte Arbeitsklima wohl nicht mehr so leicht zum Aushalten ist. Es sind viele Ärzte schon gegangen, weil sie anderswo ein wesentlich menschenfreundlicheres Klima vorfanden. Dies könnte in einer Zeit des zunehmenden Ärztemangels (siehe auch Hausärzte) irgendwann ein Problem werden, wenn der letzte Arzt entweder abgewandert oder in Rente gegangen ist. Das Problem, warum wir diese Führungskräfte haben, ist eben, dass sie oft aufgrund politischer Auswahlkriterien gefunden werden und dann oft eben in ihrer Rolle maßlos überfordert sind.

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