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Das Ende des Bargelds

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Die Herabsetzung der Schwelle für Bargeldzahlungen sei keine wirksame Maßnahme zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung. meint die Handelskammer.

Am 1. Juli 2020 ist die neue Höchstgrenze für Bargeldzahlungen in Kraft getreten. Sie beträgt nun 2.000 Euro und gilt bis 31. Dezember 2021. Ab 1. Jänner 2022 sinkt die Schwelle auf 1.000 Euro. Die Handelskammer ist der Auffassung, dass diese Bargeldgrenzen zu niedrig sind und nicht zur Bekämpfung der Steuerhinterziehung beitragen.

Die Höchstgrenze für Bargeldzahlungen war bereits 2016 auf 3.000 Euro herabgesetzt worden. 2019 wurden zwei weitere Änderungen beschlossen: Vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2021 liegt die Schwelle bei 1.999,99 Euro, ab 1. Jänner 2022 dann sogar bei 999,99 Euro.

„In Krisenzeiten sollte die wirtschaftliche Tätigkeit nicht weiter eingeschränkt werden; vielmehr gilt es, die Unternehmen in jeder Hinsicht zu unterstützen“, betont die Handelskammer.

Die Bestimmungen gelten für Bargeldübertragungen zwischen verschiedenen Personen bzw. Rechtspersonen, etwa zwischen einem Gesellschafter und der jeweiligen Gesellschaft oder zwischen Firmeninhaber/innen und Mitarbeiter/innen. Nicht betroffen sind hingegen Zahlungen, die verschiedene Geschäfte betreffen (z.B. Rechnungen desselben Lieferanten für unterschiedliche Aufträge, Verträge für Arbeitskräfteüberlassungen oder festgelegte Ratenzahlungen). Die Bargeldgrenze überschreitende Zahlungen sind nur dann zulässig, wenn sie teils in rückverfolgbarer Form und teils bar geleistet werden. Aufrecht bleibt hingegen das Verbot, Löhne in bar zu bezahlen. Verstöße werden mit Verwaltungsstrafen zwischen 3.000 und 50.000 Euro geahndet.

Die einzige vom Gesetz zugelassene Ausnahme sind Bargeldzahlungen bis zu 15.000 Euro für den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen von Kaufleuten und Reiseagenturen in Verbindung mit dem Tourismus. Die jeweiligen Geschäfte müssen ausländische Bürger mit Wohnsitz in einem anderen Land betreffen und sind auf jeden Fall der Agentur der Einnahmen auf einem eigens vorgesehenen Formular zu melden.

Die Handelskammer ist der Auffassung, dass solche einschränkenden Maßnahmen für die Bekämpfung der Steuerhinterziehung nicht dienlich sind, sondern nur einen bürokratischen Mehraufwand bewirken und dadurch die unternehmerische Tätigkeit erschweren.

„Die Handelskammer setzt sich für die Bekämpfung der Steuerhinterziehung ein, hält jedoch die Herabsetzung der Schwelle für Bargeldzahlungen nicht für eine sinnvolle Maßnahme. Es braucht vielmehr zielorientierte Maßnahmen, die Unternehmen nicht mit zusätzlichen bürokratischen Auflagen belasten“, erklärt der Generalsekretär der Handelskammer Bozen, Alfred Aberer.

 

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Kommentare (80)

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  • tirolersepp

    Frankfurt Die Bundesbank hat gerechnet, und zwar auf alle erdenklichen Arten. Das Ergebnis: Es ist kaum nachzuweisen, dass Bargeld in hohem Umfang in der so genannten Schattenwirtschaft gebraucht wird. Zu diesem Ergebnis kommt die Notenbank in ihrem Monatsbericht.

    Zwar liefern die Kalkulationen einige Indizien, aber sie zeigen keine klaren Zusammenhänge auf. Zusätzlich liefert die Bundesbank den Hinweis: „In der Schattenwirtschaft wird jedoch ebenso wie bei der Verbrechensfinanzierung nicht nur auf Bargeld zurückgegriffen. Im Zuge der allgemeinen Digitalisierung gewinnen vielmehr alternative Zahlungsmittel, insbesondere im Zusammenhang mit der Abwicklung über das Internet beziehungsweise Darknet, zunehmend an Bedeutung.“

    Die Botschaft lautet also: Wer Kriminalität mit Bargeldentzug bekämpft, läuft der Zeit hinterher. Auch Obergrenzen für den Einsatz von Bargeld haben aus Sicht der Frankfurter Währungshüter keinen nachweisbaren Effekt auf kriminelle Aktivitäten.

    • yannis

      Vielleicht wissen die in Franfurt nicht, dass gerade im Tourismusgewerbe, oft NUR Bargeldzahlung akzeptiert wird und ganz nebenbei eine ordentliche Rechnung gern vergessen wird.
      In Süditalien gehtst als Tourist etwas essen oder einkaufen, man tippt die einzelnen Posten in den immer bereit liegenden Taschenrechner, man zahlt und fordert den Scontrino, dann tippt man die Gesamtsumme sehr widerwillig und unter bösen Blicken in die Registrierkasse ein, bei welcher die Geldschublade grundsätzlich NIE ganz geschlossen wird.
      Uuuund Süditalien ist bei diesem Thema nicht NUR am unteren Ende des Staates.

    • silberfuxx

      Bargeld wird es noch sehr lange geben….. Denn man müsste es weltweit abschaffen. Vielmehr fassen Staaten die lückenlose Überwachung der Bürger ins Auge, auch mit der Absicht jederzeit Zugriff auf jegliches geldvermoegen zu haben. Dies geschieht unter dem Deckmantel des Kampfes gegen die Steuerhinterziehung und Bekämpfung des terrorismus. Der Bürger glaubt das am ehesten und akzeptiert es dann…… Es wird zur totalen Überwachung und versklavung des Bürgers kommen. Schleichend und scheibchenweise…..

  • privacy

    Die Abschaffung des Bargelds wird das Problem der Steuerhinterziehung nicht lösen.

    Man müsste mehr Steuerfahnder aka Finanzer einstellen. Was ein Finanzer an Gehalt pro Jahr kostet holt er pro Jahr 10mal wieder rein.
    Das wäre die Lösung.

  • sorgenfrei

    Und wieso ist es nicht nachzuweisen? Weil dies doch zumeist der Sinn von Bargeldzahlungen in der Schattenwirtschaft ist….Natürlich wird es auch andere Möglichkeiten der Steuerhinterziehung geben… auch die gilt es selbstredend zu unterbinden…. was ich mich frage: wer bezahlt heute nich größere Summen als 2.000 € in bar? Doch der, der größere Mengen an Bargeld einnimmt… und dabei ist halt nicht nachvollziehbar, woher dies kommt und wohin es geht…. (und wieviel am Fiskus vorbeigeht….)…

  • netzexperte

    Da sieht man wiedermal wie klein der Horiziont mancher Menschen ist. Bargeld bedeutet Freiheit. Der Staat weiss das ganz genau – sobald das Bargeld abgeschafft ist, hat er (über und mit den Banken) die totale Kontrolle. Goldman Sachs & Co wird’s freuen. Und nein, es braucht nicht mehr „Finanza“, es braucht eine grundlegende Steuerreform mit niedrigeren Steuern und mehr Transparenz. Und Vertrauen. Der ganze italienische Staat ist auf Misstrauen, Missgunst, Neid und Vetternwirtschaft aufgebaut.

  • summer

    Alle Befürworter des Bargeldes müssen etwas zu verstecken haben, denn kein einziger Arbeitnehmer, dessen Gehalt auf Heller und Kreuzer per Banküberweisung erhält, hat etwas gegen die Abschaffung des Bargeldes, denn er ist gläsern und zu 100% transparent. Außerdem kosten den Kunden das Bezahlen per Karte 0 Cent, weil schon bisher der Betrieb die Kartenzahlung als Provision an den Kartendienstanbieter zahlen muss.
    Alle anderen haben natürlich etwas gegen die Abschaffung von Bargeld, dass die Handelskammer aber hierzu auch noch solche gezinkten Äußerungen aussendet, ist für mich einfach der beste Grund, warum diese Institution abzuschaffen sei.
    Ein unnützer Koloss, der sich durch Zwangsgebühren ein ungeheueres Vermögen angehäuft hat und jetzt in Krisenzeiten nicht mal auf die Zwangsgebühren verzichtet, sondern lediglich 1.5 Mio. € zur Digitalisierung der Unternehmen zur Verfügung stellt, wo ohnehin schon 95% derselben digitalisiert sind bis hin zu den digitalen Registrierkassen. Somit wieder ein Rohrkrepierer, was zwar medial toll klingt, aber zu 95% der Unternehmen gar nicht nützen kann, in die Welt gesetzt, weil die meisten schon vor der Krise sich sündteuere Onlineshops bzw. Webseiten zugelegt haben oder anlegen haben lassen.

    • kirke

      Das Bezahlen mit Karte kostet heute 0 Cent…
      Wie viel wird es kosten wenn man nur mehr mit der Karte bezahlen kann?
      Glauben sie Banken sind ein Wohltätigkeitsverein?

      • summer

        @kirke
        Völlig falsch, es wird immer nur den Anbieter und niemals den Kunden etwas kosten.
        Und diese Betriebsinhaber werden sogar weniger an Provision zahlen in einem Moment der Anschaffung des Bargeldes, weil die Banken dann recht viel verdienen würden. Und da greift sicherlich der Staat ein, wenn dies die Banken übertreiben würden. Das tut er heute schon.
        Also ist Ihre Befürchtung hier ein vollkommener Quatsch.

        • cif

          Völlig falsch, es wird immer nur den Anbieter und niemals den Kunden etwas kosten.

          summer, das ist wohl der Witz des Monats. Auch Digitalisierung kostet Geld, zu guter letzt zahlt der Endverbraucher. Es sollte jedem frei stehen, ob ich mein Geld der Bank gebe oder unterm Kopfkissen aufbewahre. Dass der Staat für Recht und Ordnung sorgt ist sogar der Witz des Jahres. Um einen Staatsbankrott zu verhindern, greift dieser auch auf das versteuerte Geld der Kleinsparer zurück.

          • summer

            @cif
            Ihre Meinung, die Sie hier äußern, ist doch recht viel Schrott.
            1. Sie können auch die Bankkarte, VISA, Scheckheft oder KK unter das Kopfkissen legen, ist sogar in dem Fall geschützter bei Raub und Dienstahl.
            2. Der Staat hat bei den Kleinsparern noch nicht zugegriffen, vor allem haben die Millionen Schwarzarbeiter kein Konto, insofern hat der Staat nur Zugriff auf ehrliche Arbeiter.
            3. Was haben Sie denn zu verstecken?
            Mein Gott, wieviel Müll Sie produzieren. Als Unternehmer sollten Sie aber schon wissen, dass auch Abfall und Müll kostet.

          • summer

            @cif
            Natürlich kostet die Digitalisierung Geld, wem erzählen Sie das?
            Die 1.5 Mio. aber jetzt anzubieten, ist ein Witz, denn 95% der Betriebe sind bereits digitalisiert und die restlichen 5% hatten ohnehin vor, das Unternehmen auf absehbarer Zeit aufzulassen.
            Also bleiben die Summe der Handelskammer sicher unberührt. Das ist ein mieser Trick, statt dass die HK wenigstens den Zwangs-Mitgliedsbeitrag so wie der HGV seinen Mitgliedern für heuer erlassen hat.

          • cif

            Ach sie schlafen also mit einer Bankkarte unterm Bett und brauchen trotzdem die Bank um an ihr Geld zu kommen. Ich bin sicher sie bezahlen auch noch gerne dafür . Dämlichkeit kennt wie immer keine Grenzen.
            Im Falle einer Bankenpleite sind max. 100.000 Euro gesichert und das Dank eines Eu Gesetztes. Die restlichen 900.000 teilen sich dann Bank und Staat.
            Die Abschaffung von Bargeld ist und bleibt Nonsens, gleich wie manch ihrer Beiträge.

        • waldhexe

          Die Kommissionen,die die Geldinstitute für bargeldloses zahlen den Betrieben verrechnen bezahlt immer der Kunde.Wenn du „summer“ so naiv bist und glaubst es wäre umsonst,dann hast du das System nicht verstanden.

          • summer

            @waldhexe
            Ich habe noch nirgendwo einen Rabatt erhalten, wenn ich statt Karte mit Bargeld gezahlt habe. Ergo: das ist nicht im Preis eingerechnet und die Provisionskosten kann der Unternehmer auch absetzen.
            Also wer hier naiv ist, ist wohl die Preisfrage.
            Aber offenbar sind Sie Unternehmerin und haben etwas zu verbergen, außer dass Sie diese Provision der Kartenzahlung bereits auf Ihr Produkt aufgerechnet haben, was legitim ist, aber bei allen mit Bargeld zahlenden Kunden trotzdem einstecken als Zubrot, statt den Aufschlag fairerweise abzuziehen.
            Sie saugen Ihre Kunden ab und haben offenbar nicht mal ein schlechtes Gewissen. Im Gegenteil: Sie sehen sich auch noch in anderen bargeldlosen Teilen bedroht.
            Sagt eigentlich alles. Sie sind nicht nur naiv, sondern gerissen.

          • netzexperte

            @summer Sie haben offensichtlich keine Ahnung. Weder davon, welche Bedeutung Bargeld hat, noch wie sich die Zahlung in digitaler Form entwickeln wird. Übrigens bedeutet Digitalisierung nicht, dass man einen Onlineshop oder Internetseite hat, googlen Sie mal Industry 4.0. Aja, noch was: digitale Zahlungsarten werden nie und nimmer kostenlos für den Anwender bleiben. Sobald die Alternativen fehlen, zieht man auch diese Schraube an (aktuelle Beispiele: Kontoführungsgebühren, Kosten für Kredit- und Bancomatkarte, devices, usw. usw.).

          • summer

            @cif
            Also dann sind ja meine Einlagen sicher, wenn das EU Gesetz so lautet.
            Und wenn Sie über den 100.000 liegen, dann tut Ihnen das eh nix.
            60% der Italiener haben dann nichts zu fürchten, weil sie keine Spareinlagen haben. Wer drüber ist, tut mir nicht leid.

          • summer

            @netztexperte
            Gehören Sie auch zu den Sparern, die über 100.000 liegen und Angst haben müssen?
            Nun ja, dann teilen Sie ohnehin nicht die Situation der Mehrheit der Italiener, was bedeutet, dass Sie mir nicht leidtun.

          • cif

            summer, schwache Argumente, aber von einem Naiviling auch nicht mehr zu erwarten.

          • summer

            @cif
            Dann widerlegen Sie die einzelnen Argumente, ansonsten bleiben Sie der Naivling.
            Denn ich kann nach 100 Argumenten, ohne eines nur ansatzweise zu widerlegen, immer behaupten, dass alle schwache Argumente sind.
            Ergo: Sie sind nicht nur ein Naivling, sondern die Dummheit in Person.
            Wenn Dummheit also einen Namen hätte, würde Sie @cif heißen.

          • cif

            summer , sie haben von Wirtschaft 0 Ahnung und spielen hier den großen Ökonomen. Mangelnde Kinderbetreuung im Sommer hinterlassen nun mal ihre Spuren, leider auch hier im Forum.

    • waldhexe

      @summer Natürlich habe ich etwas zu verstecken und zwar Bargeld,das ich brauche sollte der Bankomat nichts mehr hergeben und die Karte nicht mehr funktioniert Möchte nicht am Bankomaten stehen und es kommt nichts,wie z,B. in Griechenland vor einiger Zeit
      Auf einen Packl Geld untern Kopfpolster schläfts sich besser,probiers mal.

  • covid

    Was soll das Theater? Hat die Handelskammer nichts besseres zu tun als solchen Nonsens zu verbreiten? Wer läuft heute noch mit Tausenden von Euros in bar durch die Gegend?? Ich werde eine Rechnung wohl nicht in bar bezahlen sondern überweisen!! Auch im Hotel bezahle ich mit Karte. Mir würde im Leben nie einfallen 2.000 Euro abzuheben (für die Abhebung muss ich zudem der Bank noch eine Gebühr bezahlen) um diese in bar in den Urlaub mitzunehmen.
    Nein wirklich, ich denke der Handelskammer hat das Virus auch zugesetzt!

  • iceman

    Hotelier: „ kannt mer net eppes schworz mochn“

    Handwerker:„ jo wiesou net? Und wieviel“

    Hotelier: „ wenn willsch olls“

    Handwerker: „passt, sell geat mir a guet“

  • exodus

    Bekannte vermieten Wohnungen und verlangen die Miete in bar, wird nach Hause gebracht! Wie
    funktioniert es mit den Ferienwohnungen, der Großteil wird in bar bezahlt. Nicht der bezahlt soll
    kontrolliert werden , sondern der Kassier.

  • papaf

    Ich denke jeder in diesem Forum hat schon mal den kleinen Hanwerker, Putzfrau Lieferung schwarz bezahlt. Das Zie,l mit der Ausrede der Steuerhinterziehung, das Bargeld abzuschaffen, ist den Bürger zu enmündigen und die totale Kontrolle über ihn zu erreichen. Einfacher wäre, die legalen Steuerhinterzieher, wie Amazon, Apple und Co endlich zu belangen und die Steuerparadiese in der EU (Irland, Luxennburg, Holland…) zuzusperren.

    • covid

      papaf das Bargeld wird ja nicht abgeschafft und mit Euro 2.000 kannst du deine Putzfrau oder den Installateur schon bezahlen oder reicht das nicht????? Meiner Meinung immer noch zu viel. Euro 500,00 sollten reichen. Ich denke ich habe in den letzten 10 Jahren noch nie etwas über Euro 500,00 nicht überwiesen oder mit karte bezahlt. Warum denn auch, ist ja viel umständlicher Bargeld auf der Bank zu holen. Per Homebanking am Abend nach der Arbeit zu überweisen oder mit Karte zu bezahlen ist doch viel einfacher!! Sehe nicht wo das Problem denn ist.

    • sorgenfrei

      Das Argument der Entmündigung lasse ich nicht gelten… ich bezahle heute schon geschätzte 70 % meiner ausgaben nicht in bar… fühle ich mich nicht entmündigt… in zeiten von nsa, facebook, tikttok, insta, whats app und wie sie alle heißen, von geotracking über standorteabfrage und gesichtserkennung sowie fast totaler videoüberwachung oder online-einkäufen das bargeld für entmündigung verantwortlich zu machen, grenzt an heuchelei…. die meisten machen das über das inet schon von selbst und freiwillig (ich nehme mich selbstnicht aus….)…

    • summer

      @papaf
      Das stimmt schon wegen den Handwerker. Sofern er nicht die Frechheit hat, auch noch die MwSt. zu kassieren.
      Ist mir selbst im Urlaub passiert, dass keine Ricevuta Fiscale kam, der Preis gleich blieb und sogar die nicht angeführten Kurtaxen auch beglichen werden mussten.
      Warum ich nicht auf den Scontrino bestand? Geh ich in den Urlaub, um mich zu ärgern? Mir die Tage in einem solchen Hotel dann zu vermiesen? Liegt die Pflicht der Steuerquittung beim Inhaber? Muss ich um etwas betteln, was in deutschen Hotels eine Selbstverständlichkeit ist?
      Also hört mir auf mit euren Ausreden, denn gäbe es kein Bargeld, hätte der Inhaber gar nicht schwarz kassieren können.

  • yannis

    an alle die das Bargeld so verteidigen, in Skandinavien wird man schief angeguckt wenn man versucht mit Bargeld zu zahlen (woher er es wohl hat)
    Kürzlich in Dänemark wäre es mir überhaupt nicht möglich gewesen ein Stück Kuchen plus Kaffee bar zu bezahlen, es existierten im Laden nur Kartenlesegeräte, dran halten pip´s und es hat sich.

    • summer

      @yannis
      Und welche sind heute die reichsten Länder Europas? Genau die von Ihnen genannten Länder, wo Bargeld eben schon beinahe in Frage gestellt wird, woher dies wohl kommen könnte.
      Nicht zu vergessen: in Schweden kann jeder die Steuererklärung der anderen einsehen. Fördert eben keinen Neid, sondern die soziale Kontrolle: da läuft es eben nicht, wenn ein Hotelier O€ erklärt und zwei Porsche fährt. 🙂

    • cif

      In Deutschland kann ich eine Eigentumswohnung in bar bezahlen, keiner schaut dich krumm an.

      • summer

        @cif
        Schon mal gehört, dass in D die Schattenwirtschaft nicht so virulent ist wie in Italien?

        • cif

          summer, ich habe ihr Aussage widerlegt, dass reiche Länder in Europa bargeldlos leben. Sie sind nicht mal imstande sinnergreifend zu lesen.

          • summer

            @cif
            Bleiben Sie bei der Sache, und antworten Sie nicht 50 Kommentare weiter unten. Ich verstehe zwar Ihren stupiden Ablenkungsversuch, damit kommen Sie bei mir aber nicht weit und auch nicht weiter.

          • cif

            summer, ihnen ist wohl jede Ausrede recht, um nicht auf Gegenargumente eingehen zu müssen. Sie sind ein Troll und das ein schlechter.

          • summer

            @cif
            Noch immer keine Widerlegung meiner Argumente.
            Jetzt kommt die Schiene des TROLL, was kommt als nächstes?
            Wenig geistreich!

      • yannis

        Stimmt, wenn man den Verkäufer bei ihn zu Hause besucht, das Problem dürfte halt sein wenn dieser dem Notar nicht mitteilt dass er es kassiert hat und den Erhalt der Bargeldzahlung einfach leugnet, dann schauts ziemlich Essig aus.

    • keepon

      So ein Blödsinn!!!! Bin ständig beruflich in Skandinavien unterwegs und kann ohne Probleme bar bezahlen!

  • andreas

    Die Kommentare werden auch immer absurder.

  • noando

    klasse, hier geht’s mal ab 😀 … sollten euch die themen ausgehen, hier noch ein paar inputs: – energieaufwand für digitale währung/transaktionen, was ist umweltbewusster, bargeld oder virtuelles geld? was, wenn bank und versicherung ein haus sind – darf die versicherung nachschauen, wie gesund der kunde lebt – sprich: kann die versicherung nachschauen ob der kunde zigaretten kauft oder täglich 5 bier zahlt?

    ich für meinen teil glaube nicht, dass das bargeld so schnell abgeschafft wird. ist auch eine gesellschaftliche frage, und in unseren breitengraden ist bargeld nun mal sehr beliebt. ob schwarzarbeit zu bezahlen oder drogen zu kaufen – keine ahnung? außerdem wird das bargeld nicht abgeschafft, sondern eine obergrenze für bargeldzahlungen festgelegt.

    • summer

      @noando
      1. Wir haben kein Gesundheitssystem mit privater Versicherung wie in den USA, ergo kann die Versicherung zur Bank gehen. Nur dumme Kälber suchen sich ihren Metzger selber.
      2. Bargeldlos muss nicht automatisch digitale Währung sein. Sie fahren auch kein E-Auto, nur weil Sie hier so umweltbewusst sich geben.
      3. Was beliebt ist, ist noch lange nicht legal. Wo wir bei Bordellen, Straßenstrich und Drogen angelangt sind:
      4. Sollen Verkäufer und Abnehmer sowohl für Drogen wie auch von Sex genauso Steuern zahlen wie alle anderen. Sagen Sie mal: geht’s noch, oder soll die MwSt. und die Einkommenssteuer nur der Dumme bezahlen?
      Sie sind ein unsozialer Typ, der für Steuergerechtigkeit nichts übrig hat. Warum? Schauen Sie nochmal Punkt 1 bis 4 durch, dann haben Sie die Antwort.

      • noando

        @summer – 1. die datenverarbeitung, -speicherung ist ein thema, stichwort gläserner mensch. wieviele haben eine privatvetsicherung? … 2. bargeldlos zahlen; die datenverarbeitung brauch energie, sollte man nicht unterschätzen … dies waren meine denkanstösse … nur weil ich kein e-auto fahre, und der meinung bin dass bargeld nicht so schnell abgeschafft wird, bin ich unsozial und habe kein verständnis für steuergerechtigkeit? da übertreiben sie wohl etwas, aber ich gebe ihnen recht, dass leichte drogen und prostitution besser legalisiert und besteuert gehören … ich habe zu diesem thema bereits einmal gesagt: meiner meinung nach wird die abschaffung nicht so schnell erfolgen. ich habe nicht gesagt ich bin total dagegen, ich habe nur ein paar denkanstösse dazu gegeben

    • iceman

      @noando
      woher soll deine Bank wissen was du im Geschäft eingekauft oder im Lokal konsumiert hast? Auf der Bancomat Quittung steht nur der Betrag den du bezahlt hast. Oder schickst du den Kassazettel an deine Bank oder Versicherung?

  • stefan1

    Man sollte auch hier den genialen Ideen der Lega folgen: Lira wieder einführen und keiner will mehr bezahlen, weil alle 70/80 % Wertverlust haben !

  • morgenstern

    Gegen das Bargeld sind nur die, die keins haben. (grins)

  • n.g.

    191 Milliarden an Steuerhinterziehung!! In 20 Jahren wäre Italien fast Schuldenfrei ohne zu sparen. Was könnte wir uns Italiener alle leisten wenn es dann so weiter ginge… Zebrastreifen in Blattgold, Aluhüte für alle, Therapie für die Verschwörungstheoretiker die glauben, bald wird uns unsere finanzieller Freiheit geraubt!
    Wie siehst den jetzt aus? Für diejenigen unter uns die glauben sie hätten jetzt Freiheit? Einigen ist nicht klar, dass wenn sie ihr Geld auf der Bank haben, es jederzeit bis zu einer gewissen Summe vom Staat grpfändet werden kann… geht Italien pleite, passiert das auch… siehe Zypern..! Jeder Einwohner haftet mit seinem. privatem Vermögen für Italiens Schulden… nicht gewusst? Auf der anderen Seite bescheissen die Leute wos nur geht.. das nennen sie Freiheit und wollen ihr Bargeld behalten, nichts anderes!
    Ja, ich wills loswerden, das verdammte Bargeld und nicht ohne Ende *Finanzer* einstellen… das hat bis heute nicht geklappt und wirds nie tun! Weg. mit dem Geld! Alles, aber auch der letzte Cent soll bargeldlos bezahlt werden müssen und nur dann kann ich jederzeit nachvollziehen wer. was gemacht hat und Ruhe ist! Der Rest kann dann von mir aus gerne Kartoffeln gegen Dienstleistung tauschen!
    Glaub kaum das die Steuerhinterziehung in Schweden, Norwegen usw. so hoch ist wie bei uns und die bezahlen schon zu mehr als 90% alles bargeldlos… selbst Kenia oder China ist uns da um Welten voraus und nicht weils der Staat eollte, nein die Menschen!
    Natürlich ist es dann die totale finanzielle Kontrolle aber nichts zu verstecken hat, kanns nicht stören! Jedenfalls, 191 Milliarden gespart!
    Dann Darknet mit Kryptowährungen in verbindung zu bringen ist zwar legitim aber wer sich da auskennt.. unter 1% Dieser oder anderer Währungen wird wirklich dafür genutzt! Da siehts beim Bargeld schin ganz amders aus.. Wieviel illegale Waffen werden mit Bargeld, Dollars bezahlt! Der Vergleich hinkt vollkommen!
    Das einzig Gute, wenigstens für mich, der digitale Euro kommt wie das Amen in der Kirche und ist er erst mal da dann ist Geld weg! Der Grund, gerade weil sich viele Regierungen Kryptos angesehen haben und die grossen Vorteile sehen!

  • iluap

    Hier schreiben viele dass die Gastronomie sehr viel in Bar kassiert. Zur info in den Hotels werden die Rechnungen schon seit langem zwischen 90 und 95% mit Karte bezahlt!! in den Bars wird noch großteils in Bar bezahlt, in den Restaurants würde ich schätzen so 50 % Bar und 50% mit Karte. Aber wer daran verdient sind ausschließlich die Banken. Zuerst muss jeder Besitzer eine gewisse Summe im Jahr für die Bereitstellung bezahlen und dann derjenige der die Kreditkarte annimt muss bei jeder Transaktion noch zwischen 0,8% und 3% des Betrages an Kommission entrichten!!!! Wenn der Kreditkartenbezahler jedes mal dies Prozentsätze abgezogen bekäme wäre er auch nicht allzu froh darüber, denn am Ende vom Jahr macht das auch was aus!! habt ihr schon mal darüber nachgedacht dass wenn ihr mit 50,00 € etwas in bar bezahlt dann dann dieser Betrag in bar so oft mal will bezahlen und am Ende hat man wieder diese 50,00 € in der Tasche und keinen Wertverlust, wenn man hingegen dies alles mit Karte bezahlt, dann bleibt am Ende nach 50 Bezahlungen mit Karte nicht mehr viel von den ursprünglichen 50,00 € übrig, deswegen müssten die Kreditkartenkommissionen extrem niedrig sein!!! Habe noch niemand gesehen der eine Nachhilfestunde oder Musikstunde für seine Kinder (Privatunterricht) mit Karte bezahlt hat! Interessant da regt sich niemand auf!!!!! Ich kenne etliche Lehrer die im Laufe des Jahres ca. 50 – 80 Stunden machen und auch alles Schwarz kassieren und die sind aber die ersten die meckern und sagen bei Ihnen ist der ganze Lohn offiziell!!! Es gbit viele Berufe wo heute noch schwarz kassiert wird, aber in der Hotellerie im Verhältinis sicher am wenigsten!!!

    • summer

      @iluap
      Das mit den Lehrern ist genau dasselbe, natürlich soll denen auch die schwarz kassierten Nachhilfe- oder Übungsstunden abgedreht werden. Das ist gar keine Frage.
      Was aber den 50€ Schein mit 50 Zahlungen betrifft, ist Unfug, denn der elektronische wie der bare 50€ Schein vermindert sich für den Zahler nicht,.

  • n.g.

    Das Beste an dem Thema. Da liest man hier dauernd Komentare, wie: die Reichen bescheissen uns doch alle usw. und dann sind genau diejenigen gegen Abschaffung von Bargeld. Der Hotelier um die Ecke ist durch Steuerhinterziehung wahrscheinlich reicher geworden als ers sonst geschafft hätte und das weil er Möglichkeiten dazu hat um mehr zu hinterzeiehn als jeder Normalo. Also verstehn muss man das nicht! Also warum. gegen bargeldloses Zahlen. Der Kleine bescheisst doch nur wenig, die Reichen um so mehr und damit nimmt man ihnen die Möglichkeiten!
    Abgesehen davon, die Wenigsten wissen was ein digitaler Euro eigentlich ist und was man damit machen kann!

  • n.g.

    Beispiele, Mexikanische Gastarbeiter in den USA schicken jeden Monat Milliarden an ihre Angehörigen in Mexiko. Banken und Geldsendedienste knöpfen ihnen von dem Wenigen das sie verdienen noch Unsummen an Sendespesen ab. Jetzt gibt es nen Dienst von Ripple(Kryptowährung, gleichbedeutend mit zukünftigem D-Euro) und jetzt bezahlen sie Cent Beträge und Geld wird in Echtzeit versand. Nur ein Beispiel von Vielen, was für Vorteile sowas hat.

  • batman

    Das Geldsystem bleibt das alte, Hauptsache das Geld wird elektronisch weitergegeben.

  • heinz

    Das Bargeld sollte zur Gänze abgeschafft werden!

    • batman

      Bei Stromausfall das totale Chaos

      • n.g.

        @batman wenn der Digitale Euro kommt dann denken viele es werden einfach nur Zahlen durch die Gegend geschickt. Auch Stromausfall in im Grunde kein Problem. Wenn er. denn kommt dann ist jeder Euro ein *kleines Programm* in den Informationen geschrieben werden können. Im Grunde kann man in jeden Eure einen Vertrag rein schreiben… leider weis die Bevölkerung nicht was kommt und wie praktisch und sicher es ist. Wrnn sie es dann noch dezentral verwalten kann man die Banken komplett abschaffen.

  • nendaz

    Warum springt man eigentlich der „Geldmenge“ nach, um Steuerhinterzieher zu finden ? Solange jeder seine private Buchhaltung macht , könnte man auch derer nachspringen – da jedoch nie alle Einwohner irgendwo gemeldet sind, und viele Partner und Rechnungssteller nur auf dem Papier zu finden sind – wird man hier auch nicht fündig- also ,es zählt nur die Ehrlichkeit eines Mitgliedes in der Gemeinschaft !

    • n.g.

      @nendaz Bei 191 Milliarden Hinterziehung von privater Buchhaltung zu reden… ohne Worte. Bei bargeldlosen Zahlen ist es für uns normalsterblichen im Gegensatz unmöglich Geld verschwinden zu lassen. An die Ehrlichkeit zu appellieren ist eun frommer Wunsch, darum funktionierts ja nicht!

  • ahaa

    Verschwörungstheorien oder Verschwörungsleugner?

    • n.g.

      @ahaa Ich denke du hast mich gemeint. Viele denken an Verschwörungstheorien wenn von der Abschaffung des Geldes gesprochen wird. Dem ist nicht so, das dient nicht der Kontrolle der Menschen, in Bezug Steuerhinterziehung natürlich aber ansonsten bringts nur Vorteile.

  • iluap

    @summerer, das mit der Karte bezahlen, ist so, nach jeder Transaktion wird dem Betrieb die Provision abgezogen, und von den 50, € werden ihm zwischen 48,50 und 49,50 gutgeschrieben und wenn man das 50 x macht bleicht nicht mehr viel von den 50 € Übrig,

  • nostradamus

    Die Liebhaber des Bargelds sollten mal eine kurze Rechnung machen :
    wie lange ist der Kassier beschäftigt, wenn er ein Stapel 50 Euro Scheine zählen muss, um 3974 Euro zu kassieren ??
    Und am Abend muss natürlich der Kassastand nochmal überprüft werden…
    Das Barged muss dann ja noch auf risikoreichem Weg in die Bank getragen werden…

    Und wieviel Zeit „kostet“ es, eine Karte auf dem Leser zu halten und eine Unterschrift zu machen ?

  • yannis

    An alle Bargeld-Fetischisten hier, versucht mal an einen beliebigen Airport dieser Erde bei einen seriösen Autovermieter ein Fahrzeug Bar zu bezahlen, die akzeptieren ausschließlich nur Kreditkarten, am liebsten VISA oder AMEX, MASTERCARD mögen sie ab und zu auch nicht, die werden schon wissen warum.

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