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Schnelles Geld

Foto: LPA

Die Landesregierung hat noch am Mittwochabend die Zuschüsse für Kleinunternehmen, denen in der Corona-Krise die Umsätze fehlen, genehmigt.

Nach dem grünen Licht aus dem Landtag hat die Landesregierung in ihrer Abendsitzung die Grundlage dafür geschaffen, dass die Südtiroler Kleinbetriebe aus allen Sektoren Zuschüsse erhalten.

Die Südtiroler Landesregierung hat am Mittwochabend nach der Sitzung des Südtiroler Landtags Hilfen für die heimischen Kleinunternehmen zugesichert.

Um diese Hilfen beschließen zu können, musste der Südtiroler Landtag zuvor den Weg dafür frei machen, indem er im Landesgesetz des Jahres 1997 zur „Förderung der gewerblichen Wirtschaft“ mit einem Zusatzabsatz auch die „Möglichkeit von spezifischen Unterstützungen in Notfall- und Krisensituationen vorsieht.“

Auf Grundlage dieser gesetzlichen Voraussetzung hat die Landesregierung noch am Abend die Zuschüsse für Kleinunternehmen aus den verschiedenen Sektoren, denen in der Corona-Krise die Umsätze fehlen, genehmigt.

Laut Landeshauptmann Arno Kompatscher „war es für uns wichtig, unmittelbar nach Verabschiedung des Gesetzes auch gleich in die Umsetzung zu gehen und die nun möglichen Kriterien für diese Kapitalbeiträge zu beschließen. Ich danke allen Beteiligten, die dieses schnelle Vorgehen möglich gemacht haben. „

Landesrat Philipp Achammer und Landesrat Arnold Schuler halten es für wichtig, Kleinbetriebe in die Lage zu versetzen, für ihre laufenden Verpflichtungen aufkommen zu können. Sie sind überzeugt, dass kleine Betriebe nun „schnell und einfach um die Zuschüsse ansuchen können. Klar sind diesbezüglich auch die Voraussetzungen, die die Betriebe erfüllen müssen.“

Anrecht auf die Zuschüsse haben Freiberufler und Selbständige, Einzelunternehmen, aber auch Personen- oder Kapitalgesellschaften, die in Südtirol eine Handwerks-, Industrie-, Handels-, Dienstleistungs- oder eine gastgewerbliche Tätigkeit sowie eine Privatzimmervermietung ausüben. „Kein Sektor wird dabei ausgeschlossen“, sagte Landesrat Schuler nach der Sitzung der Landesregierung und betonte: „Die Zuschüsse greifen neben den herkömmlichen Sektoren auch im Tourismus- und Landwirtschaftssektor. Allerdings unterliegen die Unterstützungsmaßnahmen dort spezifischen Richtlinien.“

Umsatzrückgang, Tätigkeitszeitpunkt und weitere Voraussetzungen

Berechtigt sind all jene Betroffenen, die aufgrund der Corona-Krise einen signifikanten Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent verzeichnet und ihre Tätigkeit vor dem 23. Februar 2020 aufgenommen haben. Ausschlaggebend, um in den Genuss der Zuschüsse zu kommen, ist auch das besteuerbare Einkommen, das für das letzte verfügbare Geschäftsjahr erzielt wurde, sowie die Erreichung eines Mindestumsatzes von 10.000 Euro. Dabei dürfen bedürftige Kleinunternehmer die Anzahl von bis zu fünf Beschäftigten nicht überschreiten, wobei Lehrlinge nicht zu berücksichtigen sind.  Für Antragsteller, die ihre Tätigkeit 2019 begonnen haben, ist der Nachweis eines Umsatzrückganges nicht erforderlich. Sie müssen aber einen Umsatz von durchschnittlich mindestens 1.000 Euro pro Tätigkeitsmonat bis Ende Februar 2020 erreicht haben.

„Wir wollen, dass Hilfen schnell und unbürokratisch dort ankommen, wo sie benötigt werden“, sagte Landesrat Achammer, „um ein Mindesteinkommen zu gewährleisten, Verschuldungen einzuschränken und die Arbeitsplätze zu sichern.“ Gleichzeitig würde dadurch auch die Voraussetzung für einen sofortigen Neustart nach einer schrittweisen Öffnung der Tätigkeiten garantiert.

Einreichfrist bis 30. September

Die Anträge für die Zuschüsse müssen bis 30. September 2020 eingereicht werden. Hierfür hat die Landesabteilung Wirtschaft alle Kleinunternehmen aufgerufen, sich eine digitale Identität (SPID) zuzulegen, um in Kürze für die Zuschüsse ansuchen zu können. Die Ansuchen können vom gesetzlichen Vertreter des Unternehmens, aber auch von einer dazu delegierten Person eingereicht werden. Dazu ist es nötig, sich im persönlichen Bereich myCIVIS unter „Mein Profil“ eine Vollmacht zu erstellen. Auch dafür ist eine digitale Identität (SPID) notwendig.

Weitere Informationen und einen Überblick zu allen Fördermaßnahmen gibt es auf dem Portal #NeustartSüdtirol auf der Internetseite des Landes Südtirol.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • sepp

    Eireich termin 30 september auszahlung märz 2021 sell hilft sicher olln weiter mol a win noch denken in österreich und deutschland hoben betriebe schon geld bekommen so ihr lieben handwerker sind sicher viele wähler va dei herrn dei wellen jo das as in konkurs geht und immer fleissig weiter wählen dei pagage ober oans isch sicher a wen die wahlen no a zeit weck sein desmol vergessen enk die wähler des nett ausser es voschieb sem die wahlen 5 jahre wegen corona du ihnen isch des gleich ihr gehalt kimp pünktlich vielleicht noa a bissl erhöhen seit itz jo in stress wegen an yein kloan unternehmer isch woll wurscht

  • politikverdrossener

    Da sieht man wieder einmal mehr wie realitätsfremd unsere Politiker sind.Selbst 10000 Euro und mehr monatlich einstecken,für Was? Unter uns gesagt:ein Kleinunternehmer der auf so ein Almosen angewiesen ist,darf ruhig Pleite gehen.

  • alsobi

    Es ist wirklich ein Armutszeugnis, anders kann man es nicht beschreiben.

  • batman

    WARUM SO SPARSAM MIT DIESEN BEDRUCKTEN PAPIER?

    „Probleme kann man niemals auf derselben Ebene lösen,
    auf der sie entstanden sind.“
    (Albert Einstein)

    Um die Fremdbestimmung durch Banken und sogenannte Finanzmärkte zu überwinden, bedarf es zuerst einmal der grundlegenden Erkenntnis, dass Geld nur eine soziale Konvention ist – nämlich die Konvention, Forderungen und Verbindlichkeiten in Verrechnungseinheiten auszudrücken. Wie und durch wen die Verrechnungseinheiten in die Welt kommen und welchen Regeln sie dann folgen, ist nicht naturgesetzlich gegeben, sondern durch gemeinschaftliche Übereinkunft gestaltbar. Dennoch wird dies nur von den wenigstens Menschen in seiner vollen Bedeutungstiefe verstanden. Nichtsdestotrotz liegt es tatsächlich an uns, die Geldordnung transparenter, demokratischer und damit gerechter zu gestalten, anstatt sie für den Profit einiger Weniger auf Kosten der großen Mehrheit intransparenten und undemokratischen Institutionen zu überlassen.

    Quelle: https://www.kreditordnung.info/de/

    http://www.franzhoermann.com/#

  • sepp

    Und wählt weiter SVP schaflan bold die meisten do wolf fressen hot wertas woll gscheider werden

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