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„Wir sind alle Lovers. Amore ist wichtig.“

Anger: Wir sind unique. Anger gibt es nur einmal. (Foto: Dela Charles)

Anger, das von Julian Angerer und Nora Pider gegründete Pop-Duo aus Brixen, steht als erste Südtiroler Band im Finale des Radio Fm4 Award. Bis Freitag kann man für sie voten.

Tageszeitung: Glückwunsch zum Einzug ins Finale um den Radio Fm4 Award beim wichtigsten österreichischen Musikpreis Amadeus. Der Traum ist jetzt zum Greifen nahe.

Anger: Danke! Ja, wir freuen uns sehr über den Einzug ins Finale. Der Dank gilt natürlich in erster Linie allen die uns ihre Stimme gegeben haben! Am Freitag 13.03 um 10 Uhr entscheidet sich wer gewonnen hat. Natürlich wünschen wir uns, den Award zu gewinnen. Wir machen Pionierarbeit. Wir sind die erste Südtiroler Band, die für diesen Award nominiert worden ist und wären somit auch die erste Südtiroler Band, die in Österreich einen Musikpreis für Pop Musik gewinnt. Die Zeit wäre reif dafür!

Sollte es diesmal nicht klappen, ist aber noch lange nicht ausgeträumt, oder?

Nein. Es werden noch viele Jahre und viele Nominierungen folgen, das ist erst der Anfang.

Was genau ist der Radio Fm4 Award, warum ist er so wichtig für junge Bands und Musiker?

Ohne den Radiosender FM4 würde es in Österreich kaum Möglichkeiten geben, als Newcomer Band entdeckt zu werden. Der Radio Sender FM4 macht großartige Arbeit im Aufbau von Bands.

Eure Konkurrenten sind Buntspecht, Lou Asril, Oehl und Yasmo & Die Klangkantine. Welche Chancen rechnet Ihr euch aus?

Unsere Chancen stehen 1 zu 5. Wir wissen, dass wir unter anderem viele Stimmen aus Südtirol bekommen werden, weil sich viele mit uns freuen, dass lässt unsere Chancen steigen.

Nach der verträumten Debüt-EP „Liebe & Wut“ ist jetzt das weit lautere Album-Erstlingswerk „Heart/Break“ da. Was für ein Weg lag dazwischen?

Es ist viel passiert in den letzten drei Jahren. Anger ist zum Mittelpunkt unseres Lebens geworden. Wir haben zig Konzerte gespielt, überall in Europa. Wir haben viel Zeit im Studio verbringen können, es fühlt sich alles sehr gut an. Für uns geht da auch ein Traum in Erfüllung. Auf das Album sind wir sehr stolz, es ist ein avantgardistisches Pop-Album geworden.

Ihr seid süchtig nach der Bühne, nach dem Showbusiness. Stressiger Job, oder?

Wir lieben es, Menschen zu unterhalten. Natürlich ist es auch oft stressig. Wir sind viel unterwegs, d.h. wir verbringen sehr viel Zeit auf der Fahrbahn. Wir haben gerade am Radar Festival in Zürich gespielt, 20 Stunden Auto fahren, 1 Stunde spielen, das ist schon Knochenarbeit aber mit einem super Team und begeisterten Gesichter in den Zuschauer*innen Reihen ist es machbar.

Nervosität kennt Ihr nicht?

Ein bisschen Nervosität ist immer dabei, das ist aber auch das Spannende daran.

Wie berühmt wollt Ihr werden?

Wir wollen vor allem eins: viel arbeiten, die Welt sehen, Menschen begeistern und uns dabei nicht selber ausbeuten. Berühmt sein ist zweitrangig.

Laut Selbstbeschreibung macht Ihr „Hedonistenpop for Lovers“. Momentan, siehe Coronavirus oder Klimawandel, ist vielen eher nach Apokalypse als nach Hedonismus zumute. Wollt Ihr Eure Hörer die ganze Untergangstimmung für ein paar Minuten vergessen lassen??

In diesen Zeiten wird sich erstmalig zeigen, was es bedeutet keine Konzerte, keine Veranstaltungen besuchen zu können. Vielleicht wird es nachher noch mehr geschätzt werden und erkannt, wie wichtig unsere Arbeit und die Arbeit aller Künstler*innen ist. Ein Konzert besteht immer aus Interaktion zwischen den beiden Parteien im besten Fall vergessen alle im Raum alles.

Die Lovers seid Ihr selbst, oder?

Wir sind alle Lovers. Amore ist wichtig.

Popmusik lebt von Zitaten. Kunst lebt von Zitaten, habt Ihr in einem Interview gesagt. Wo steckt in all den Zitaten das Eigene?

Ja, wir erfinden das Rad nicht neu. Wir lassen uns inspirieren und schränken uns nicht ein, brechen mit allen Genres und Regeln, teilen uns die Front-Frau-Mann Position und singen in verschiedenen Sprachen, über Themen die uns wichtig sind. Am Ende ist immer alles das Eigene. Wir sind unique. Anger gibt es nur einmal.

Ihr habt zuerst Englisch gesungen, dann Deutsch und jetzt ist es ein Mix aus beiden. Ist das die Sprache, in der Ihr ohnehin redet?

Ja, so sprechen wir doch schon lange, eigentlich ist das doch nichts Neues. Für uns war es nur neu, das auch in den Lyrics zuzulassen. Spoiler: Es macht großen Spass.

Bis 13. März kann man abstimmen, wer den FM4 Award gewinnen soll.Was müssen die Südtiroler jetzt unbedingt tun?

Am besten gleich jetzt auf die Votingseite (Link: https://fm4.orf.at/stories/2998828/) gehen. ANGER auswählen, +39 Vorwahl ändern und Telefonnummer eingeben und per SMS Code bestätigen. 
 Oder direkt auf der Instagram-Seite @Weareanger den Link zum Voting in der Bio wählen.

Interview: Heinrich Schwazer

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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