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„Akzente setzen“

SKV-Präsidiumsmitglied Gottfried Maschler, Geschäftsführer Reiner Münnich, Amtsdirektorin Cäcilia Baumgartner und LR Philipp Achammer sowie SVK-Präsident Reinhard Steger

Der Südtiroler Köcheverband wünscht sich, dass das Land weiterhin in die Aus- und Weiterbildung zum Koch investiert. So will man Fachkräfte für den Lehrberuf gewinnen.

Die Zutaten, um auch zukünftig den Anforderungen an die Südtiroler Küche und den Herausforderungen in der Arbeitswelt gerecht zu werden, stehen für den Südtiroler Berufsverband für Köchinnen und Köche (SKV) fest: eine ordentliche Portion Zuversicht, eine kleinere Portion Innovation vermischt mit einer guten Netzwerkarbeit über die Landesgrenzen hinaus. Um sich dahingehend mit Landesrat Philipp Achammer auszutauschen, war die Spitze des SKV kürzlich bei diesem zu Gast.

Schnell einig war man sich darin, dass die Aus- und Weiterbildung im Kochberuf auch weiterhin ein stabiles Fundament bleiben müsse, um Südtirols Höhenflug in der Gastronomie zu garantieren. „Wir wollen auch zukünftig der Aus- und Weiterbildung zum Koch und zur Köchin ihren verdienten Stellenwert geben und qualifizierte Fachkräfte für den Lehrberuf gewinnen“, sagte Landesrat Achammer.

Als Berufsverband vernetzt der SKV nicht nur die Branche in Südtirol, sondern auch über die Landesgrenzen hinaus. Gerade im Bildungsbereich wolle der SKV mit Luxemburg enger zusammenarbeiten und ein Kooperationsprojekt von Südtiroler Köchinnen und Köchen sowie Hotelfachschulen auf Schiene bringen. Geplant ist ein Schüleraustausch, aber auch ein Austausch von Fachlehrkräften zwischen den Ländern. Ein solcher Austausch sei stets eine Chance, so SKV-Präsident Steger, um sich beruflich weiterzuentwickeln, um Erfahrungen zu sammeln und „um von den Besten der Besten zu lernen“.

Unterstützung wünschte sich die SKV-Spitze in der Einstufung des Meistertitels, damit dieser eine international anerkannte Wertigkeit erlange. Eine solche Einstufung erleichtere potenziellen Arbeitgebern im Ausland die Einordnung der Qualifikation Meister. Dazu SKV-Präsident Steger: „Damit erleichtern wir in Folge auch unseren Küchenmeistern und -meisterinnen die nationale und internationale Mobilität, zumal internationale Erfahrungen für eine innovative Entwicklung des Kochberufs von größter Bedeutung sind.“ Bereits 2018 hat die Landesregierung beschlossen, den Meistertitel dem Niveau 6 des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) zuzuordnen. Was noch fehlt, ist ein diesbezügliches Einvernehmen mit den zuständigen staatlichen Stellen. Das Hauptproblem dabei sei, so Landesrat Achammer, dass von Seiten der zuständigen staatlichen Organisation ANPAL die Voraussetzungen bis dato nicht geschaffen wurden. Es würden vor allem die Richtlinien für eine solche Begutachtung fehlen. „Aber wir werden in dieser Angelegenheit am Ball bleiben“, sicherte Landesrat Achammer zu, der die Angelegenheit demnächst mit der zuständigen Arbeitsministerin besprechen will.

Handlungsbedarf sehen Landesrat Achammer und der SKV auch darin, auf die nicht mehr angemessenen Berufstitel für bestimmte Berufsbilder und die damit zusammenhängenden Funktionsebenen in den Kollektivverträgen der öffentlichen Verwaltung aufmerksam zu machen. So sei das Berufsbild Koch im Sanitätsbereich immer noch auf dem Stand der 70er Jahre. Hierfür schlug Landesrat Achammer ein Treffen mit der Berufsbildung, dem SKV und mit den Personalverantwortlichen der Sanität vor.

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