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„Unnötige Befragung“

Leo Tiefenthaler

Der Bauernbund kritisiert eine von nationalen Statistikinstitut durchgeführt Online-Befragung zum Viehbestand.

Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Büffel: Das Nationalinstitut für Statistik führt eine staatsweite Erhebung des Viehbestandes zum 1. Dezember 2019 durch. Angeschrieben wurden auch Viehwirtschaftsbetriebe in Südtirol. Kein Verständnis dafür hat der Südtiroler Bauernbund – und zwar aus mehreren Gründen.

Bis 20. Jänner 2020 haben staatsweit Landwirtschaftsbetriebe, die Vieh halten, noch Zeit, den Fragebogen zum Viehbestand digital auszufüllen. Abgefragt wird u. a. die Zahl der Schweine über 20 kg, die Zahl der Kälber zwischen einem und zwei Jahren oder die Anzahl an Milchschafen und „sonstigen“ Ziegen.

Kein Verständnis für die Online-Befragung hat der Südtiroler Bauernbund. „Die Befragung ist unnötig, da laufend aktualisierte Daten bereits vorliegen. Ein Blick in die Viehdatenbank würde für die allermeisten Daten genügen“, ärgert sich Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler. Es mache keinen Sinn, dieselben Daten immer wieder abzufragen. Besonders vor dem Hintergrund, dass regelmäßig Vereinfachungen und Bürokratieabbau versprochen werden, sei diese Aktion des ISTAT mehr als unverständlich, so Tiefenthaler.

Zudem zeige die Erfahrung, dass nationale Umfragen immer komplizierter sind als zunächst angenommen und zeitaufwändig.

Verwundert ist der SBB auch, dass das Landesstatistikinstitut ASTAT auf Nachfrage kaum Informationen hatte.

Dennoch sollten die ausgewählten Betriebsleiter den Fragenbogen ausfüllen, selbst wenn sie ihre Tätigkeit eingestellt haben oder vorübergehend nicht aktiv sind. „Das Ausfüllen des Fragebogens ist eine Pflicht. Wer ihn nicht ausfüllt, riskiert eine Verwaltungsstrafe, auch wenn in der Regel kaum Strafen ausgestellt werden“, so Tiefenthaler.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (5)

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  • hansi

    Ja leider ist es so, auch die zahlreiche Vereine müssen sich leider vermehrt mit Statistiken und dergleichen herumwälzen – von Bürokratieabbau ausser heisse Luft gar nicht zu Reden – man als Vorstand oft am liebsten gar nicht mehr der ursprünglichen Tätigkeit sich mit Freude und Hingabe widmen kann – da einem die Bürokratie die dafür vorgesehene zeit raubt

  • franz1

    Jo des sein dei Bauernschlauen.do Schuler wuaß nit wo er die Daten fir Urlaub am Bauernhof bzw. Roter Hahn Batriebe findet.
    Dabei wuaß der Bauernbund genau über jedn Hof bescheid!!
    Do isch olles aufgelistet, wieviel Fläche, die Anzahl der GVE, er isch aufn nuischtn Schtond der Dinge – und gibt die Daten nit weiter – dobei erholtn die (Nebenerwerb)Bauern firs mähen der Felder, Wiesen die „Erschwernispunkte“, wenn a kua Haxxe im Schtoll schteaht (Deeg`s Garage in Nididorf?) dei lochn olle.
    Do gschrepfte isch wiederamol der Steuerzahler!

  • ostern

    @franz1
    Was würden die Bauern ohne den „ehrlichen“ Steuerzahler in Südtirol tun?
    Keine Previlegien, keine Beiträge, kaum IMU , kaum IRPEF, kein Schadenersatz bei Ernteausfall(auch für heuer schon geplant) keine INPS – Einzahlungen für Bergbauern usw.
    Wie lange muss sich der Arbeitnehmer (und Steuerzahler) das noch gefallen lassen?

  • franz1

    Dabei muß man noch wissen, die Förster und jene Förster – die einst bei den „Pflanzensetzern“ (wie damals die Naturparke hießen) anfingen die Stufen der „Försterskala“ zu erklimmen, die heute über Erschwernispunkte entscheiden – nach entsprechenden Berichten – ob sie ausbezahlt werden oder nicht!
    Genau jene „Förster“ die auch noch nebenbei einer „kleinen Tätigkeit“ nachgehen, was sie auch dürfen, das sind „Dorfherren!“

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