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Pure Leidenschaft

Herbert Pixner & The Italo Connection“ nimmt mit auf einen besonderen Trip.

von Renate Mumelter

Es geht um „sieben Jungs, die für zwei Wochen wieder Buben sind, denen es um nichts anderes geht als ums Musik Spielen“. So beschreibt Herbert Pixner die Tour „The Italo Connection“. Die Reise fand im Februar statt. Mit dabei waren die Filmemacher Christoph Franceschini und Mauro Podini. Sie haben aus der Konzertreise ein Roadmovie gemacht. Wer meint, auf diesem Trip steht der gewohnte Pixner-Sound im Vordergrund, liegt falsch. Hier geht es weder um einen Bandleader und seine Begleiter noch geht es um neue Songs, es geht einfach nur um Musik, die Freude an der Musik.

Die Besetzung

Für die Band hat Pixner die Crème de la Crème der Südtiroler Musikszene zusammengetrommelt. Es spielen Mario Punzi (Drums), Max Castlunger (Percussion), Marco Stagni (Bass), Martl Resch (Sax), Alex Trebo (Keyboards) und Manuel Randi (Guitar). Herbert Pixner selbst ist auch dabei, klar. Für den guten Sound sorgt Wolfgang Spannberger, Hubert von Goiserns Soundman, auch ein Meister seines Fachs. Die Musiker kommen alle aus Südtirol. In der Gruppe sei „la parte più buona del Sudtirolo“ vereint, sagt einer der Musiker und meint damit nicht nur den musikalischen Level sondern auch das Menschliche. Hier kommen Italiener, Deutsche und Ladiner bestens miteinander zurecht. Sie loben sich gegenseitig und man kauft es ihnen ab. Der eigentliche Dialog findet in der Musik statt, die braucht die Sprache der Worte nicht. 

Der Film 

Im Vorspann fetzt der Film los, und für die Dauer von 85 Minuten er gibt nicht wieder auf. Die musikalischen Stilrichtungen sind so verschieden wie die Musiker dieser Gruppe. Da leben Rock und Jazz gut miteinander, Coverversionen und Improvisationen finden ihren Platz, besinnlichere Klänge und rasante Soli, jeder der Musiker darf außerdem sein Eigenleben führen. Für ein paar der eingefleischteren Pixner-Fans waren die Konzerte wohl etwas gewöhnungsbedürftig. Die Kamera ist überall dabei, in den Veranstaltungsräumen von Telfs bis Hamburg, einmal groß, einmal klein, direkt auf der Bühne, in den Garderoben, beim Instrumente-Packen und im „Beat-the-Street“-Bus, dem Tourbus mit Schlafgelegenheit. Für die meisten aus der Gruppe war auch das eine neue Erfahrung. 

Die Qualität

Mauro Podini hat mit seinen Aufnahmen sehr gute Arbeit geleistet und auch der Schnitt, den Regisseur und Kamermann gemeinsam bestritten haben, passt. Die Soundqualität kommt in einem guten Kino so richtig zur Geltung. Also besser gleich ins Kino. Bei „Herbert Pixner & The Italo Connection“ stimmt die Qualität, außerdem macht der Film einfach Spaß.

„Ich wollte wieder einmal etwas Lautes, etwas Dreckiges machen, wo wir volle Kanne spielen“, sagt Pixner. So ist es, volle Kanne.

Termine

Am Freitag war im Filmclub in Bozen Premiere. Dort ist der Film auch weiterhin zu sehen. Am Montag ist Premiere im Leokino in Innsbruck. Im Jänner wird der Film in den Filmclubsektionen gezeigt: Brixen (ex Astra) 17. Jänner, Neumarkt (Ballhaus) 28. Jänner, Schlanders (Kulturhaus) 22. Jänner, Bruneck (Kolpingsaal) 23. Jänner,  Sterzing (Stadttheater) 24. Jänner. Im Filmtreff Kaltern läuft er am 18/19. Jänner 

„Herbert Pixner & The Italo Connection – The Roadmovie“ (IT/AT 2020), 85 Min., Regie: Christoph Franceschini, Kamera: Mauro Podini. Bewertung: Macht Lust auf mehr

Was es sonst noch gibt: „Aretha Franklin: Amazing Grace“ (nur bis SO), „Che fine ha fatto Bernadette?“ (am MO OmU), „Sir – Cenerentola a Mumbai“ (MI)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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