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Vier Mal Theater

Anna Heiss, Klaus Gasperi, Maria Diehl und Rudi Ladurner: Theater mal 4

Die vier Südtiroler Städtetheater – Carambolage in Bozen, Stadttheater Bruneck, Dekadenz in Brixen und Theater in der Altstadt Meran – stellen gemeinsam ihre Saison 2019/20 vor.

 

Dekadenz Brixen

Der Herbstsaison in der Dekadenz beginnt am 25.09. mit „Gespräch wegen der Kürbisse“, einem abgründig-komischen Dialog von Jakob Nolte. In der schrillen Komödie geben sich Brigitte Knapp und Ingrid Lechner ein blitzschnelles Wortgefecht, in dem Realität und Fiktion, Fake News und Wahrheit nur noch schwer zu unterscheiden sind. Der 1988 geborene Jakob Nolte ist einer der witzigsten Gegenwartsautoren. Für „Gespräch wegen der Kürbisse“ ist er mit dem Preis der Autorentheatertage 2016 ausgezeichnet worden. Regie führt Anna Heiss, die Bühne gestaltet die Künstlerin Ali Paloma.

Im Herbstprogramm versammelt Anna Heiss künstlerische Positionen unter dem Motto „laute Frauen“. Elisabeth Löffler eröffnet mit der Sit-Down-Comedy „Fix me if you can“ (18., 19.10.), weiter geht es mit Kollektiv Kollinkis „77 Cent – Karriere (k)ein Kinderspiel“ (25.10.), die renommierte Musik- und Performancegruppe Les Reines Prochaines spielen ihr aktuelles Programm „Schildkrötenritt“ (08.12.), das Innsbrucker Theater praesent zeigt Sibylle Bergs „Und dann kam Mirna“ (15.11.), die Kabarettistin Ulrike Haidacher spielt „Aus Liebe“ (22.11.), Alps Move (30.11.) sind mit drei kurzen Tanzstücken aus der Region zu Gast, die oew – Organisation für eine solidarische Welt zeigt R. W. Fassbinders „Angst essen Seele auf“ (08. & 10.12.), Clownin Ingeborg Schwab gibt ihr „Ein Wiedersehen mit Herbert Gottsbacher“ (13.12.), die Herbstsaison beenden Cababoz (20. & 21.12.) – als Hähne im Korb – mit ihrer Weihnachtsshow.

Norbert Dalsass Jazzprogramm eröffnet das JW Orchestra mit dem Austragswerk „Kreativ Mozart“ (17.10.), weiters ist der grandiose Akkordeonist Simone Zanchini mit dem internationalen ZZ Quartet zu Hören (31.10.), Gitarrist Maurizio Brunod, Bassist Danilo Gallo und Perkussionist Massimo Barbiero spielen “Extrema Ratio” (21.11.). Im Dezember spielt die Karlheinz Miklin Tribute Band (05.12.) in Erinnerung an den kürzlich Verstorbenen, die Saison beschließt die Soulsängerin Norisha mit Band (19.12.)

 Carambolage Bozen

Die Bozner Carambolage eröffnet die Saison am 4. Oktober mit der Produktion „Hamlet. Der Tag der Morde“ des französischen Dramatikers Bernard-Marie Koltès. Es ist eine moderne Klassikeradaption, die mit der Shakespeare’schen Vorlage spielt. Die Handlung konzentriert sich auf die vier Hauptfiguren Hamlet, Ophelia, Claudius und Gertrud, die in den Fängen einer aus den Fugen geratenen Welt verstrickt sind. Es spielen Frederick Redavid, Alexa Brunner, Patrizia Pfeifer und Peter Schorn in einer Inszenierung von Torsten Schilling.

Vom 6.-8. November geht derEuropäische Kleinkunstwettbewerb „Niederstätter surPrize“ über die Bühne, der heuer volljährig wird. Zum 18. Mal stellen sich 9 Künstler- und gruppen rund um den Erdball der Herausforderung, mit einem nonverbalen oder mehrsprachigen Programm das Publikum von ihrem Können zu überzeugen.

Im Jänner steht “All das Schöne” von Duncan Macmillan auf dem Spielplan. Ein lebensbejahendes Stück über ein todernstes Thema: Wie reagiert man als Kind auf den Selbstmordversuch seiner Mutter? Man schreibt ihr eine Liste mit alldem, was an der Welt schön ist. Man hofft, dass die Mutter die Liste liest, ihre Depression verfliegt und das Leben weitergeht. Ein irrwitziges Stück über Depression mit Schauspieler Peter Schorn und Musiker Simon Gamper in einer Inszenierung von Eva Niedermeiser.

Freunde des Kabaretts können sich in der kommenden Saison auf folgende Gäste freuen: Fatih Cevikkollu, den scharfsinnigen deutsch-türkischen Kabarettisten mit einem Programm über die Digitalisierung „Analog aber sexy“; das Schubert Theater Wien, Gewinner des Niederstätter surPrize 2018, mit dem Figurentheater-Thriller „Was geschah mit Baby Jane?“; das vielfach preisgekrönte weibliche Musik-Comedy-Duo „Suchtpotenzial“; die 5-köpfige Schlagzeugmafia, die den Publikumspreis beim Niederstätter surPrize 2018 gewonnen hat; Christoph Fritz, Shooting Star der jungen österreichischen Kabarett-Szene; das Enfant terrible der Kabarett-Szene Alf Poier; Lars Reichow, Träger des deutschen Kleinkunstpreises und einer der besten des Metiers. Es gibt beste Unterhaltung mit dem Improtheater Carambolage sowiemusikalische Highlightsmit Frontal & Reinier Baas, Jean-Daniel Granruaz & Karin Nakagawa, Michele Rabbia-Bruno Chevillon-Régis Huby, Michele Cassetta & Gianluca Petrella, The Incredible Southern Blues Band, Marco Delladio, Supper’s Ready, Alka Zelten u.v.a.

Abgeschlossen wird die Saison im Mai mit der Theater-Eigenproduktion „Die Niere“ von Stefan Vögel. Eine Beziehungskomödie, die den Nerv heutiger Paarbeziehungen trifft: Kathrin braucht eine Niere. Ihr Mann Arnold soll ihr seine spenden. Leider hat der erfolgreiche Architekt keine Zeit dafür und Angst vor einer Organspende. Und am Ende stellt sich die alles entscheidende Frage: Liebling, was bist Du bereit, für mich zu tun?

Auf der Bühne stehen Margot Mayrhofer, Karin Verdorfer, Günther Götsch und Markus Oberrauch unter der Regie von Helga Maria Walcher.

 

Stadttheater Bruneck

Das Stadttheater Bruneck eröffnet die Theatersaison mit „Antigone“ (ab 06.10.) in einer Bearbeitung und unter der Regie von Oliver Karbus spielen Jasmin Mairhofer, Monika Pallua, Martin Radecke und Andreas Schneider. Ab 10.11. ist „Der Vorwand“ von Pierre Sauvil, eine Koproduktion mit dem Theater im Container Telfs zu sehen. In dem Beziehungsstück spielen Monika Pallua, Andreas Hartner und Benjamin Ulbrich, Regie führt Oliver Karbus. Ab 08.12. zeigt das Stadttheater „Die Geschichte vom Un-Geheuer“, ein Kinderstück von Lena Hach. Es spielen Ingrid M. Lechner, Alexander Messner und die Schüler*innen der Theaterwerkstatt des SoWi Bruneck unter der Regie von Ulrike Lasta. Ab 15.03. ist „Das Versprechen“ nach der Kriminalerzählung von Friedrich Dürrenmatt zu sehen. Ab 17.04. zeigt das Stadttheater „Gift. Eine Ehegeschichte“ von der international erfolgreichen Lot Vekemans. Es spielen Sarah Kattih und Thomas Dehler, Regie führt Claus Tröger.

Im Musikprogramm ist TriOlé mit der Präsentation ihrer CD „Sag mir wo“ (20.09.), am 15.10. ist das international erfolgreiche Jugendjazzorchester Nordrheinwestfalen zu hören.

Im Kabarettprogramm ist Joesi Prokopetz 25. Kabarettprogramm „Gürteltiere brauchen keine Hosenträger“ (23.10.). Am 18.12. spielen Edi Jäger und Band „Schnöde Bescherung“: Prosa und Polka, Lieder und Lyrik zum Weihnachtsfest. Am 15.01. singen Markus Linder & Uli Brée „Weiberg’schichten & Weiberlieder“. Am 19.02. spielen „Haipl & Knötzl“ „2 sind nicht zu Bremsen“. Am 26.03. zeigt Stephan Bauer „Vor der Ehe wollt‘ ich ewig leben“.

Außerdem kann sich das Publikum auf einen weiteren „Talk im Stadttheater“ am 24.10. mit Josef Zoderer freuen. Am 26.11. findet wieder die Gesprächsveranstaltung „Krebs betritt die Bühne“ statt. Am 17.01. ist das Erzähltheater ab 5 „Das Dschungelbuch“. An drei Terminen im Jänner ist Eric Assous‘ „Glück“ in einer Inszenierung von Edi Jäger zu Gast.

Am 05.10. findet die Jubiläumsfeier mit Buchvorstellung und musikalischen und kabarettistischen Einlagen „25 Jahre Stadttheater Bruneck“ statt.

 Theater in der Altstadt Meran

Das TidA Meran eröffnet am 08.10. mit „Ein Volksfeind“ von Henrik Ibsen. Unter der Regie von Rudi Ladurner spielen Thomas Hochkofler, Lukas Lobis, Johanna Porcheddu, Magdalena Schwellensattl, Anton Gallmetzer, Stefan Marcello und Oswald Waldner. Kurarzt Dr. Stockmann macht hier die Entdeckung, dass das Heilwasser des Kurbades durch Fabrikabwässer verseucht wird. Als er an einer Volksversammlung gegen Machenschaften der Behörden, Vertuschung eines Skandals und eine korrupte Majorität wettert, wird er für alle zum Volksfeind.

Die zweite Premiere am 05.11. ist „Eine nicht umerziehbare Frau“, ein Theatermemorandum über Anna Politkovskaja von Stefano Massini mit Christina Khuen, Sabine Ladurner und Johanna Porcheddu. Bei der Koproduktion mit Phenomena führt Eva Niedermeiser Regie, die Musik ist von Maurizio Pala. Das 2007 entstandene Stück „Eine nicht umerziehbare Frau“ beschäftigt sich mit der russischen Journalistin Anna Politkowskaja, deren Ermordung vor ihrer eigenen Wohnung in Moskau im Jahre 2006 die Öffentlichkeit schockierte. Eine weitere Phenomena-Produktion ist für Frühjahr 2020 geplant.

Thomas Hochkofler inszeniert das Kinderstück „Schneewittchen und die zwei Zwerge“ von Thomas Howalt mit Valentina Mölk, Sabine Ladurner und Johanna Porcheddu, ab 14.12.! Anfang 2020 nimmt das TidA „Der Prozess“ von Franz Kafka mit Marlies Untersteiner, Max G. Fischnaller, Frederick Redavid und Daniel Clemente wieder auf. Die Inszenierung des Klassikers von Torsten Schilling war ein großer Erfolg. Ab Mitte Februar ist „Endstation Sehnsucht“ von Tennessee Williams in einer Inszenierung von Torsten Schilling zu sehen. Es spielen Petra Rohregger, Frederic Redavid, Daniel Clemente u.a. Ende März zeigt das TidA das beliebte Stück „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer mit Karin Verdorfer und Thomas Hochkofler. Regie führt Alxander Varesco. Im Frühjahr sind außerdem diverse Schultheaterprojekte geplant.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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