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Schlechteres Klima

Das Geschäftsklima im Südtiroler Einzelhandel sowie im Bereich Fahrzeughandel und -reparatur verschlechtert sich leicht gegenüber dem Vorjahr.

Die große Mehrheit der Unternehmen hält jedoch die Ertragslage für zufriedenstellend. Dies ergibt sich aus der Sommerausgabe des Wirtschaftsbarometers des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen.

Die Rentabilität im Jahr 2019 wird von 86 Prozent der Südtiroler Kaufleute positiv bewertet. Allerdings erwarten heuer fast alle Einzelhändler/innen nur ein „befriedigendes“ Betriebsergebnis, während jene, die eine „gute“ Ertragslage melden, deutlich weniger sind als im Vorjahr.

Das Geschäftsvolumen ist heuer trotz leicht höherer Verkaufspreise im Vergleich zum Vorjahr nicht angestiegen. Der Umsatz mit der Kundschaft aus anderen italienischen Provinzen hat sogar abgenommen. Darüber hinaus beklagen viele Händler/innen einen Anstieg der Betriebskosten und eine Verschlechterung der Wettbewerbssituation sowie des Kreditzuganges.

Zwischen den verschiedenen Branchen des Einzelhandels gibt es große Unterschiede. Die beste Stimmung herrscht im Wander- und Onlinehandel, in dem fast ein Drittel der Betreiber/innen heuer mit einer „guten“ Rentabilität rechnet. Auch die Super- und Minimärkte melden ein Wachstum des Umsatzes und der Investitionen. Die größten Schwierigkeiten gibt es hingegen in der Einrichtungsbranche, in der mehr als ein Drittel der Unternehmen ein unbefriedigendes wirtschaftliches Ergebnis im laufenden Jahr erwartet.

Auch im Bereich Kfz-Handel und -Reparatur hat sich das Geschäftsklima gegenüber dem vergangenen Jahr leicht verschlechtert, bleibt aber nach wie vor auf einem guten Niveau. 91 Prozent der Unternehmen halten die Ertragslage für zufriedenstellend. Sowohl die Umsatzdynamik als auch die Beschäftigungsentwicklung sind positiv, es wird aber eine Abnahme der Investitionen gemeldet.

Nachfolgend die Stellungnahmen der Vertreter der Wirtschaftsverbände

Philipp Moser, hds-Präsident

„Sollte die Mehrwertsteuer erhöht werden, bricht der Konsum ein. Die Unternehmen brauchen mehr denn je Planungs- und Rechtsicherheit. Zudem sind dringend faire Verhältnisse bei der Besteuerung von stationärem Handel und Onlinehandel notwendig.“

Federico Tibaldo, Präsident Confesercenti Südtirol

„Der Einzelhandel braucht dringend Regeln zur Förderung des fairen Wettbewerbs zwischen den traditionellen Geschäften und der Großverteilung. Die Eröffnung großer Einzelhandelsgeschäfte, die außer Kontrolle geratene Praxis des Verkaufs unter dem Selbstkostenpreis, die Feiertagsöffnungen und der Online-Handel müssen klar geregelt werden. Dies ist zur Aufrechterhaltung der Nahversorgung wichtig, deren Bedeutung weithin anerkannt ist.“

 

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