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„Auf hohem Niveau“

Georg Lun, Alfred Aberer und Michl Ebner

Das WIFO hat in einer Studie untersucht, wie sich die drei Länder der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino derzeit in Bezug auf die regionale Innovation positionieren.

Im Zuge ihrer Europa2020-Strategie setzt die Europäische Union ein klares Ziel: Die EU-Länder sollen drei Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes (BIP) in den Bereich Forschung und Entwicklung (F&E) investieren. In diesem Zusammenhang wird Südtirol mit seinem niedrigen F&E-Anteil von 0,75 Prozent häufig kritisch bewertet. Dennoch gehört es zu den Ländern mit dem höchsten BIP pro Kopf in Europa.

Eine Erklärung für diesen vermeintlichen Widerspruch liefert das WIFO in der am Donnerstag vorgestellten Studie.

Private und öffentliche F&E-Ausgaben sind nicht das Ergebnis eines Innovationsprozesses, sondern stehen an dessen Beginn, zusammen mit vielen anderen Faktoren wie das Human- und Sozialkapital. Auch die eigentliche Innovationsleistung ist vielgestaltig. Neben neuen und verbesserten Produkten, Prozessen und Diensten zählen dazu beispielsweise auch neuartige Marketing- und Organisationsmodelle.

Südtirol schneidet in allen untersuchten Innovationsleistungen im europäischen Vergleich gut ab und liegt auf ähnlich hohem Niveau wie Tirol. Das Trentino weist in einigen Bereichen Defizite auf, gehört aber in Bezug auf die nicht-technologischen Innovationen (Marketing- und Organisationsinnovationen) zu den führenden Gebieten Europas.

Betrachtet man die Einflussfaktoren der Innovation, werden in Südtirol vor allem die Qualität der öffentlichen Institutionen und das Vertrauen in die Gesellschaft gut bewertet. Allerdings eröffnen sich auch Möglichkeiten, den Innovationsgrad noch weiter zu erhöhen. Beispielsweise wirkt sich eine weltoffene Kultur und damit die Bereitschaft, von anderen zu lernen, positiv auf die Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit einer Region aus. Hier zeigt sich für Südtirol noch Verbesserungspotential. Private und öffentliche F&E-Ausgaben entfalten nämlich erst ihre volle Wirkung, wenn sie zusammen eingesetzt werden.

Handelskammerpräsident Michl Ebner betont: „Die Südtiroler Innovationspolitik ist mit dem Ausbau des NOI-Technologieparks und der gezielten Innovationsförderung bereits auf einem guten Weg, trotzdem bieten sich besonders in Zusammenarbeit mit den Unternehmen noch weitere Chancen zur Verbesserung der Innovationskultur im Lande. Innovation ist kein Selbstzweck, sondern bildet eine wichtige Grundlage für produktive und wettbewerbsfähige Unternehmen und damit letztlich für unseren Wohlstand.“

Die Handelskammer Bozen bietet einen eigenen Lehrgang für Innovationsverantwortliche, gibt Hilfestellung bei der Anmeldung von gewerblichen Schutzrechten und unterstützt die heimischen Unternehmen bei den Herausforderungen der digitalen Transformation.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (4)

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  • ronvale

    Das so zu formulieren, dient nichts anderem als der üblichen Schönrederei. Jeder, der auch nur eine marginale Ahnung von Statistik hat weiss um die Problematik vom Durchschnittswert. Deshalb verwenden Wirtschaftswissenschaftler auch den Median des Pro-Kopf Einkommens um solche Vergleiche zu ziehen.

    Gib mir eine Statistik, und ich zeige dir einen Taschenspielertrick.

  • einereiner

    Auf hohem Nivea…….zum Lachen.
    Südtirol hat zu wenige hochqualifizierte Arbeitsplätze, sodass ein Viertel der Jugend ins Ausland (Richtung Norden) geht und wahrscheinlich nicht mehr wiederkommt.
    Aus dem Süden kommen weniger qualifizierte nach und übernehmen die Billigarbeiten im Tourismus.
    Das Niveau ist nicht hoch, aber am Sinken.

  • goggile

    hohen nivo? zum lachen! dank tourismus derschnaggeln es die schleimbeitlerischen suedtiroler. hintengebliebenen!

  • gestiefelterkater

    Der Ebner blättert ganz wichtig in einem neuen Komikheft und lässt sich das Blättern auf hohem Niveau vergüten.

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