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Digitaler Gipfel

Über Neuerungen im Rundfunkwesen und den Frequenzenplan hat LH Kompatscher mit Agcom-Führungskräften gesprochen. Als beispielgebend wurde die RAS gelobt.

Nach der Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens steht auf gesamtstaatlicher Ebene in den nächsten Jahren eine weitere große Neuerung an: Bis Mitte 2022 erfolgt der Übergang zum so genannten DVB-T2, dem neuen Standard der zweiten Generation des digitalen terrestrischen Rundfunks, der die Übertragung in HD-Qualität für alle Fernsehveranstalter gewährleistet, die lokalen Rundfunkanstalten eingeschlossen. Parallel dazu müssen mehrere Frequenzen freigegeben werden, um Platz für die mobile 5G-Datenübertragungstechnik zu schaffen.

Da die gesamtstaatliche Planung auch das Land Südtirol betrifft, ist Landeshauptmann Arno Kompatscher jüngst mit einer ranghohen Delegation der staatlichen Aufsichtsbehörde für das Kommunikationswesen Agcom (Autorità per le garanzie nelle comunicazioni) mit an der Spitze dem für Infrastruktur und Mediendienste zuständigen Direktor Antonio Provenzano zusammengetroffen. Landeshauptmann Kompatscher beteuerte, dass „die Aufsichtsbehörde in ihrem Plan zur Vergabe der Frequenzen für das digitale Netz den besonderen Besonderheiten des Südtiroler Raumes Rechnung getragen hat“, dies nicht nur im Hinblick auf den sprachlichen Minderheitenschutz, sondern auch im Hinblick auf einen eigenen Radio- und Fernsehdienst.

Als beispielhaft werteten die Agcom-Führungskräfte die Arbeit der Rundfunkanstalt Südtirol RAS nicht nur was die Verwaltung der Frequenzen angeht, sondern auch für den Betrieb der Senderstandorte, die sowohl von Fernseh- und Radioanstalten als auch für Mobilfunkbetreibern zur Signal- beziehungsweise Datenübertragung genutzt werden. „Damit findet unser Modell Anerkennung, das sich über Jahre entwickelt hat und nicht nur darauf abzielt, Infrastruktur gemeinsam und optimal zu nutzen, sondern auch die Auswirkungen auf Umwelt und Landschaft zu begrenzen“, erklärte der Landeshauptmann.

In der Sitzung wurde zudem über die digitale Hörfunkplanung DAB+ gesprochen. Südtirols Landeshauptmann wies darauf hin, dass es für Südtirol notwendig sei, „das bereits vollständig ausgebaute digitale Hörfunknetz in die gesamtstaatliche Planung einzubinden und mit den Nachbarstaaten Österreich und Schweiz zu koordinieren“.

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