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Der Startschuss

SVP und Lega haben am Donnerstag mit den Koalitionsverhandlungen begonnen: Es geht um die Geburtenstationen, die Spritpreise und die Flat Tax.

Am Donnerstag, 14 Uhr hat die 3. Arbeitsgruppe (Gesundheit, Soziales, Wohnbau, Arbeit, Sport) ihre Arbeiten aufgenommen: Im Landtag kamen Helmuth Renzler, Otto von Dellemann und Waltraud Deeg (SVP) sowie Giuliano Vettorato, Günther Faltus und Angelo Polo (Lega) zusammen, um über den Koalitionsvertrag zu verhandeln.

Strittigster Punkt ist die Forderung der Lega, die Geburtenstationen von Sterzing und Innichen wieder aufzusperren.

Am Abend wird die Arbeitsgruppe Wirtschaft zusammengekommen. Die SVP wird von Josef Tschöll, Daniel Alfreider und Thomas Widmann vertreten, auf Lega-Seite sitzen Rita Mattei, Paolo Zenorini und Vincenzo Bucci mit am Verhandlungstisch. Thomas Widmann und Daniel Alfreider gelten als Favoriten für die Übernahme des Wirtschafts- bzw. des Mobilitätsassessorats.

Im Vorfeld der Sitzung wurden vonseiten der Lega vier konkrete Anliegen vorgebracht: die Einführung einer Flat Tax für alle Unternehmen, die Senkung der Sprit-Preise auf Österreich-Niveau, eine bessere Anbindung nach Mailand und die Gewährleistung von öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bozen auch nach 22:30 Uhr. Die SVP hingegen forciert eine IRAP-Senkung auf Trentiner Niveau, die Verlagerung von öffentlichen Ämtern in die Peripherie, die Beschleunigung von Bauvorhaben und die Übernahme der 270 Angestellten von INPS und INAIL durch das Land.

Mit ihrer Forderung nach einer Flat Tax für alle Südtiroler Unternehmen dürfte sich die Lega an der SVP die Zähne ausbeißen. Wirtschaftschef Josef Tschöll gilt als vehementester Gegner der Flat Tax, die auch im Regierungsprogramm der Lega-Grillini-Koalition auf nationaler Ebene steht.

Tschöll erklärte hierzu unlängst: „Die Einkommensschwachen werden dadurch nicht recht viel mehr Geld zur Verfügung haben und jemand mit einem hohen Einkommen wird nicht im selben Ausmaß, wie er Steuern spart, mehr ausgeben. Im Gegenteil, Besserverdiener werden einen Großteil der gesparten Steuern nicht ausgeben, sondern zurücklegen und damit noch vermögender werden.“

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Kommentare (16)

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  • keinpolitiker

    Ist das wieder dieser superschlaue Tschöll der alles besser weiß und schon im Voraus weiß was der Unternehmer mit seinem Geld macht???
    Wenn ich in meinem Unternehmen einige Steuern einsparen kann, kann ich auf der anderen Seite auch mehr investieren. Geld an die Seite zu legen hat heute eh keinen Wert mehr.

  • drago

    „Thomas Widmann und Daniel Alfreider gelten als Favoriten für die Übernahme des Wirtschafts- bzw. des Mobilitätsassessorats.“
    Seit wann? War nicht Widmann gesetzt für die Sanität?
    „Tschöll erklärte hierzu unlängst: „Die Einkommensschwachen werden dadurch nicht recht viel mehr Geld zur Verfügung haben und jemand mit einem hohen Einkommen wird nicht im selben Ausmaß, wie er Steuern spart, mehr ausgeben. Im Gegenteil, Besserverdiener werden einen Großteil der gesparten Steuern nicht ausgeben, sondern zurücklegen und damit noch vermögender werden.““
    Diesen Satz muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ich weiß nicht, ob jemals etwas Gescheides aus dem Mund dieses „Wirtschaftsfachmannes“ gekommen ist; sicher nicht bei seinen öffentlichen Aussagen.
    Und unser allerliebster Oberarbeitnehmer im Bild. Was der wohl beitragen wird?

  • franz

    Abgesehen davon ,dass ich micht frage warum die Lega nicht die „Flat Tax“ auch für Arbeitnehmer und Rentner fordert.
    Tschöll„Wirtschaftsfachmann ? jemand der so einen Schwachsinn behauptet.
    Passt zu rest der SVP Vasallen des PD welche die Regierung Renzi beim JOBS ACT unterstützt haben.
    Fakt ist, dass aufgrund des JOBS ACT den prekären Zeitverträgen, der hohen Steuerlast täglich 35 Klein und Mittelstand-Unternehmen zum Aufgeben gezwungen wurden und somit 100 tausende von Arbeitsplätze verloren gingen.
    Mit den Resultat, dass es in Italien 5 Millionen Arbeitslose gibt.
    . Jährlich ca. 120.000 junge Menschen aufgrund von Arbeitsmangel, prekären Zeitverträgen und menschenunwürdigen ( zum Teil neben den JOBS ACT von Renzi 2014 PD &SVP verursacht durch Lohnsenkung mit afrikanischen Sklaven. ) Löhnen ins Ausland abwandern müssen um sich im Ausland ein Arbeit zu suchen
    “Nel secondo trimestre del 2017 sono state 3.190 le aziende che hanno portato i libri in tribunale (facendo così salire a 6.188 il numero nei primi sei mesi dell’anno)
    in Italia falliscono 35 aziende ogni giorno.“ [..]
    http://www.ilnord.it/c-5357_DAL_1_GENNAIO_AL_30_GIUGNO

  • andreas

    Tschöll hat Recht.
    Jemand der 1.500 Euro monatlich hat, verwendet fast sein gesamtes Geld für Miete, Essen, Kleidung, usw. Hat er 1.700 Euro, wird er vielleicht Wohnung wechseln, besseres Essen kaufen oder anderweitig ausgeben.
    Jemand der 10.000 Euro verdient und dann 11.000 Euro hat, wechselt weder Haus, noch kauft er sich besseres Essen, da er alles schon hat.
    Wirtschaftslehre 2. Stunde…..

    • goggile

      oha jetzt verstehen wir langsam aus welchen kalieber sie gemeiselt sind. wollen sie einen Lehrvertrag? senden sie bewerbung

    • roli

      Umkehrschluss weniger verdienen ist besser als mehr verdienen.
      Die 200€ pro Monat bedeuten im Jahr ein schoener Urlaub fuer mich den mir Herr Tschoell nicht goennen will.

      • andreas

        Falsch, mit dieser Methode sinken die Steuereinnahmen und die Wirtschaft wird damit nicht so stark angekurbelt, als dass die Mehrausgaben der Konsumenten, die Verluste an Steuereinnahmen kompensieren würden. Zusätzlich vergrößert es die Spanne zwischen Gering- und Großverdiener.

        Geringverdiener müssten stärker entlastet werden, Großverdiener höher besteuert, die Erbschaftssteuer neu geregelt, starke Erhöhung bei Bargeld oder Aktien und es sollte endlich eine europaweite/weltweite Finanztransaktionssteuer eingeführt werden, um z.B. so einen Unsinn zu vermeiden, dass um 6 Millisekunden zu sparen, extra ein Kabel von Europa in den USA verlegt wird.

        https://www.inside-it.ch/articles/26324

        • goggile

          Pappn hebn andreas.
          .alle beitraege abschaffen, mal sehen wo die verboppelten turisriker hinhupfen
          .ordentliche versteuerung urlaub bauernhof
          .keine hinterbliebenenrente
          .abschaffung der menschlichen strassenkontrollen durch digitaluebersicht eines jeden fahrzeuges
          .fuehrerscheinentzug fuer draengler und schnecken
          .haft lange fuer schlaeger lebenslang fuer mierder
          .komplette neuregelung des beamtentums
          .legalitaet in camper zu wohnen
          .legalitaet in selbstebauten behausingen auf jeglichen eigenem grubd zu wognen.
          .legalitaet selbst bestimndn zu koennen wo was wohnkonfirn ist und sei es eine garage.
          .strafen fuer denunzierer wo alles in luft aufgeht
          .zusammenschluss mit der schweiz
          .verbot kondominien zu bauen. Nur mehr reihenhauser oder kondominien
          .langfristiger abriss aller wohngefaengnisdbauten

    • kurt

      @andreas
      Ja dann kommt das raus, wenn man viel redet und nichts sagt. Wirtschaftslehre 2.Stunde dir ist wohl gar nichts zu blöd.
      Das hast du wieder einmal bewiesen das du alles in grauer Theorie siehst und von der Praxis keine Ahnung und von einer Milchmädchen Rechnung schon überhaupt keinen feuchten Tau hast.
      Bei dir spielt ja das Niveau die Hauptrolle und redest nur mit der oberen Etage der Rest ist Pöbel ,typisch für die Südtiroler möchtegern Gesellschaft.

    • drago

      Vielen Dank für die Erleuchtung.

  • sepp

    kurt mit leuten wie in Andreas isch gscheideste wen man nett schreibt du do sell hot ba der hirn vergabe nett auf gepasst des wegen isch nix übrig blieben für ihn

  • gestiefelterkater

    Es ist logisch das der Anderl gegen Steuersenkungen ist. So hat er doch Angst, dass man sich dann keine Systempageien und Klatschaffen leisten kann. Womöglich müsste er sich dan das Geld fürs Vogelfutter mit Arbeit verdienen.

  • franz

    .alle beitraege abschaffen !
    Urlaub-auf-dem-bauernhof-erster-agrotourismus-weltkongress-in-bozen
    rai -südtirol Tagesschau 07.11.2018 / 20:00 ( Video 14:25 )
    Zum Thema Urlaub auf den Bauernhof.
    Beispiel : Hotelier aus Kaltern errichtet neuen Hof – mit Luxuswohnungen für “Urlaub auf den Bauernhof“ dafür gibt es 95.000 € Beitrag vom Land .
    Wer Urlaub auf den Bauernhof betreibt , bezahlt beinahe keine Steuern.
    Während jeder Lohnabhängiger und Rentner horrende Steuern bezahlt.
    “Aber was bedeutet eigentlich „Urlaub auf dem Bauernhof“? Was macht diese spezielle Form des Tourismus aus? Darüber zu diskutieren und sich gemeinsam auf wesentliche Merkmale zu verständigen, wird angesichts des vielfältigen Angebots ein zentraler Punkt des Kongresses sein. „Wenn wir von Agrotourismus sprechen meinen wir einen Hof, meist in Familienhand, der eine funktionierende Landwirtschaft betreibt. Der Anbieter muss mehr Zeit für die Landwirtschaft als für den Tourismus aufwenden, um einen authentischen Urlaub auf dem Bauernhof anbieten zu können“, erläutert Streifeneder.
    In Südtirol hat Urlaub auf dem Bauernhof eine lange Tradition.
    . „Agrotourismus ist bei uns neben Obst, Milch und Wein zur vierten tragenden Säule der Landwirtschaft geworden“, erklärt Leo Tiefenthaler, Obmann des Südtiroler Bauernbundes, der ebenfalls zu den Organisatoren des Kongresses gehört “ [..]
    https://www.suedtirolnews.it/wirtschaft/urlaub-auf-dem-bauernhof-erster-agrotourismus-weltkongress-in-bozen

  • gestiefelterkater

    Vom Schweinehirten zum Wellnessplayer!
    Jedem Bauern sein Chalet, außerdem schlage ich vor die Gülle weiß ein zu färben um den Winter optisch vor zu verlegen.

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