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Der mobile Zahnarzt

Foto: 123rf

Ein Syrer soll in Bozen als Zahnarzt tätig gewesen sein. Ohne Berufsbefähigung. Er soll bei zwei Bozner Frauen sogar Hausbesuche durchgeführt haben.

Er hatte kein eigene Praxis, aber dafür eine Bohrmaschine und andere Gerätschaften.

Der Mann, der gebürtige syrische Staatsbürger Y.A.A., 48, stattete damit zwei Bozner Frauen zwischen März und Mai 2016 regelmäßige Hausbesuche ab.

Y.A.A. betätigte sich dabei nicht etwa als Tischler oder Hydrauliker, nein, er übte die Tätigkeit eines Zahnarztes aus. Etwa, indem er den beiden Boznerinnen Betäubungsspritzen setzte,  und ihre Zähne mit dem Bohrer bearbeitete.

Alles ohne – in Italien – gültige Berufsberechtigung. Deshalb läuft gegen den Mann nun am Landesgericht ein Strafverfahren. Auch zum Vorwurf des Betrugs, denn Y.A.A. arbeitete nicht kostenlos.

Von den beiden Patientinnen kassierte er insgesamt 4.200 Euro Honorar (natürlich steuerfrei). Allerdings erwies sich die dafür erbrachte Leistung, jedenfalls in einem Fall, als nicht sachgerecht: Die „unter prekären hygienischen Umständen“, wie es in der Anklageschrift heißt, durchgeführte Devitalisierung eines Zahnes, erwies sich für die Patientin als äußerst schmerzhaft. Sie musste sich später deshalb an einen „richtigen“ Zahnarzt wenden und dafür 150 Euro zahlen. (tom)

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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