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„Ehrenamt anerkennen“

Der Südtiroler Jugendring, die Deutsche Bildungsdirektion sowie das ladinische Schulamt plädieren dafür, ehrenamtliches Engagement bei der Berechnung der Maturapunkte zu berücksichtigen.

Gustav Tschenett, Bildungsdirektor der deutschen Bildungsdirektion, und Roland Verra, Leiter des ladinischen Schulamts, rufen gemeinsam mit dem Südtiroler Jugendring (SJR) auch heuer wieder alle Ober- und Berufsschulen dazu auf, ehrenamtliches Engagement bei der Berechnung der Maturapunkte zu berücksichtigen.

„Schließlich erwirbt man durchs Ehrenamt Kompetenzen, die eine Ergänzung zum formalen Lernen in der Schule darstellen“, so Martina De Zordo, Vorsitzende des SJR. „Es freut uns sehr, dass die ehrenamtliche Tätigkeit von den Schulämtern anerkannt und wertgeschätzt wird. Daher hoffen wir, dass auch die Schulen heuer wieder diese Empfehlung entsprechend aufgreifen“, so De Zordo weiter.

Bescheinigen können die jungen Ehrenamtlichen ihre in den Kinder- und Jugendverbänden erworbenen Kompetenzen mit dem vom SJR und seinen Mitgliedsorganisationen entwickelten Ehrenamtsnachweis. Alle ehrenamtlich tätigen Jugendlichen der SJR-Mitgliedsorganisationen werden daher dazu aufgerufen, den Ehrenamtsnachweis rechtzeitig unter http://www.jugendring.it/dienstleistungen/ehrenamtsnachweis zu beantragen und den Schulen vorzulegen.

Schüler/innen der Berufsschulen können ihre ehrenamtliche Tätigkeit der letzten drei Oberschuljahre rückwirkend anerkennen lassen, da in diesem Jahr zum vierten Mal die Maturaprüfung an den Berufsschulen stattfindet.

Der Ehrenamtsnachweis kann übrigens auch bei Bewerbungen verwendet werden und wird von zahlreichen Wirtschaftsverbänden unterstützt, die dieses Instrument als sehr wertvoll und wichtig einschätzen, da die Erfahrungen im Ehrenamt von großem Gewinn für das spätere Berufsleben sind.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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Kommentare (2)

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  • owl

    Ein Ehrenamt ist ein Ehrenamt weil man eine Leistung erbringt, OHNE dafür eine Gegenleistung zu erhalten.

    Erhält man dafür eine Gegenleistung ist es kein Ehrenamt mehr!
    Wer entscheidet eigentlich was ein Ehrenamt ist? Eine Kommission?

    Für die Bauernjugend, die SVP-Jugend oder die ASGB-Jugend gibt es einen Matura-Bonus (ist das wirklich euer Ernst???) aber für jemanden der nach der Schule zu Hause hilft (vielleicht sogar jemanden pflegt) oder seinen Geschwistern bei den Hausaufgaben hilft, gibt es nichts?

    Die besonders Schlauen suchen sich dann sowieso nur mehr ein „Ehrenamt“ aus, wo es Pluspunkte gibt.

    Das Leben ist schon ohne einen solchen Schmarrn kompliziert und ungerecht genug.

    Dieser Vorschlag ist der Anfang vom Ende des Ehrenamtes. Versenkt ihn lieber früh genug.

  • ostern

    Ehrenamt wird vielfach von Rentnern durchgeführt.
    Was sollen die dann erhalten? Na bitte………….
    solch eine Schnapsidee!!!

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