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    „Situation unter Kontrolle“

    Die Fotos zeigen die Situation um den Toblacher See (Fotos: Forststation Toblach)

    In Prags sind derzeit noch 140 Feuerwehrleute aus dem Bezirk Pustertal im Einsatz. Die Gewitter am Sonntagnachmittag haben keine neuen Schäden angerichtet. 

    Starkregen, Hagel, Sturmböen und Murenabgänge haben in der Nacht auf Sonntag im Unter- und Oberpustertal großen Schaden angerichtet.

    „Die Lage ist derzeit dank der guten Zusammenarbeit zwischen Ordnungskräften, Behördenvertretern, Freiwilligen und Bewohnern unter Kontrolle“, erklärt Bevölkerungsschutzlandesrat Arnold Schuler, der sich am Sonntag mit Agenturdirektor Rudolf Pollinger und Feuerwehrpräsident Wolfram Gapp einen Überblick über die Lage verschafft hat.

    Das Schadensausmaß an den Gebäuden und landwirtschaftlichen Flächen ist sehr groß, Schäden wurden vor allem in Schmieden bei Prags verzeichnet.

    „Aus dem oberen Einzugsgebiet des Pragser Baches hat sich eine Mure gelöst, die mehrere Gebäude und landwirtschaftliche Flächen nahe der Feuerwehrhalle und der Kirche in Schmieden komplett eingemurt hat“, beschreibt der Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz Rudolf Pollinger die Situation.

    In Mitleidenschaft gezogen wurden vor allem Keller und Erdgeschosse, die Betroffenen können deshalb in ihren Häusern bleiben.

    Mehrere Bagger sind im Ortsteil Brüggele im Einsatz, um die von den Muren verlegten Straßen zu öffnen. Mittlerweile konnte auch eine provisorische Zufahrt zum Hotel Brückele freigemacht werden. Das Berggasthaus Plätzwiese ist mit einem Geländewagen erreichbar. Die Rossalm hingegen ist zurzeit nur zu Fuß erreichbar. Die Stromversorgung erfolgt über Stromaggregate.

    Übermurte Bahnlinie zwischen Toblach und Innichen.

    In Welsberg haben die Gewitter am Nachmittag den Verkehr bei der Westumfahrung lahmgelegt.

    In Toblach hat der Gossegraben die Straße nach Cortina übermurt und den Toblacher See rückgestaut. Um den Wasserspiegel abzusenken, verlegen die Freiwilligen Feuerwehren in Zusammenarbeit mit dem Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung Ost der Agentur für Bevölkerungsschutz einen Bypass (Umleitung).

    Die Staatsstraße 51 zwischen Toblach und Cortina sowie die Bahnlinie zwischen Toblach und Innichen bleiben weiterhin gesperrt. Bis Montag wird voraussichtlich auch die Straße zum Pragser Wildsee unterbrochen bleiben.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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