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Schwere Gewitter in Bozen

Wie in weiten Teilen des Landes haben die nächtlichen Gewitter der vergangenen Nacht auch die Landeshauptstadt heimgesucht.

Wie in weiten Teilen des Landes haben die nächtlichen Gewitter der vergangenen Nacht auch die Landeshauptstadt heimgesucht, wobei diese gegen 04:00 Uhr morgens ihren vorläufigen Höhepunkt erreichten.

Starkregen begleitet von Hagelschlag und Windböen zogen über Bozen hinweg und hielten die Feuerwehren der Stadt Bozen über mehrere Stunden in Atem.

Allein die Freiwillige Feuerwehr Bozen rückte bis in den frühen Morgen zu über 2 Dutzend Einsätzen, welche von der Zentrale der Berufsfeuerwehr koordiniert wurden, aus.

Mehrere Straßenunterführungen meterhoch unter Wasser
Mehrere Straßenunterführungen standen im Stadtgebiet zum Teil bis zu einem Meter unter Wasser. Besonders bränzlich war die Situation bei der Eisenbahnunterführung, welche den Verdiplatz mit der Mayr-Nusser-Straße verbindet sowie bei der Eisenbahnunterführung am Fuße des Virgls, wo jeweils in den Wassermassen stecken gebliebene Fahrzeuge von der Feuerwehr geborgen- und die darin eingeschlossenen Personen gerettet werden mussten.

Verkehrsunfall in der Bozner Industriezone
Zeitgleich mit den zahlreichen Unwettereinsätzen ereignete sich in der Bruno-Buozzi-Straße ein Verkehrsunfall. Ein Personenkraftwagen prallte aus vorerst ungeklärten Ursachen gegen einen Lichtmast der Straßenbeleuchtung. Glücklicherweise konnten sich die Insassen des Unfallfahrzeuges selbst befreien. Die Freiwillige Feuerwehr Bozen sicherte die Unfallstelle gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr ab und führte die notwendigen Aufräumarbeiten durch.

Überschwemmungen von Garagen und Aufzugsschächten
Fast im gesamten Stadtgebiet wurden Tiefgaragen und Aufzugsschächte von den Wassermassen überschwemmt. Die Auspumparbeiten gestalteten sich teilweise als sehr zeitintensiv, stellenweise wurde das Wasser über Stunden mit mehreren Tauchpumpen aus den tiefgelegenen Räumlichkeiten abgepumpt.

Schäden auch an Wohnungen und Gebäuden
Vereinzelt hat das nächtliche Gewitter auch zu Schäden an Wohnungen und Gebäuden geführt. Vor allem durch eintretendes Wasser wurde die Feuerwehr zu zahlreichen Wohnanlagen gerufen.

Das Abwassersystem der Stadt Bozen war aufgrund der innerhalb kürzester Zeit herabgehenden Niederschlagsmengen überfordert. Übermäßig große Wassermengen konnten nicht mehr abrinnen und Kanalabdeckungen der überfüllten Abwasserschächte wurde nach oben gedrückt. Vor zu wurden die durch die offenen Kanalschächte lauernden Gefahrenstellen von der Feuerwehr gesichert.

Dennoch wird die Bevölkerung zur verstärkten Vorsicht aufgerufen. Überschwemmte Straßenabschnitte sollten grundsätzlich umfahren werden und das Befahren von unter Wasser stehende Unterführungen grundsätzlich vermieden werden.

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