Du befindest dich hier: Home » News » „Integration durch Leistung“

    „Integration durch Leistung“

    knoll-achammer-auslaenderEine Abänderung des Integrationsgesetzes sieht vor, dass Zusatzleistungen für Migranten künftig an Integrationsbemühungen geknüpft sein sollen.

    von Silvia Santandrea

    Die Landesregierung plant in den kommenden Wochen einen Artikel des Integrationsgesetzes insofern abzuändern, dass Zusatzleistungen für Migranten künftig an ihre Integrationsbemühungen geknüpft sein sollen. Der aktuell gültige Artikel beinhaltet lediglich, dass Zusatzleistungen an die Teilnahme an Maßnahmen zur Förderung der Integration geknüpft sein können. Man will also von einer Möglichkeit auf eine Pflicht umstellen. „Der Hintergrundgedanke dieser Abänderung ist das Integrationskonzept fordern und fördern“, meint Integrationslandesrat Philipp Achammer. Mit der bevorstehenden Abänderung des Integrationsgesetzes möchte die Landesregierung jene Botschaft übermitteln, dass zugewanderte Menschen durch aktives Bemühen, das den eigenen Möglichkeiten entspricht, Teil der Gesellschaft werden können – Integration durch Leistung.

    Die Gesetzesänderung betrifft allerdings nur Zusatzleistungen, welche Südtirol von anderen Regionen Italiens unterscheiden, denn diese Leistungen, wie etwa das Familiengeld, sind Kompetenz der Regionen und deshalb nicht im gesamten Staat einheitlich geregelt. „Existenzielle Grundleistungen wie die medizinische Versorgung und das Lebensminimum werden durch die Änderung auf keinen Fall angefochten“, erklärt der Landesrat, denn dies seien menschliche Grundrechte.

    Im Bereich Integration hat die Landesregierung bereits in den vergangenen Jahren in entsprechende Maßnahmen investiert und plant auch in Zukunft, weitere Investitionen in diesem Bereich vorzunehmen, so Achammer, aber es bestehe noch Aufholbedarf. Die Änderungen, die das Land einführen wird, um die Integration zu fördern, sind derzeit noch in Ausarbeitung. „In den Bereichen Arbeit und Wohnen, aber vor allem im Bereich der Sprachkurse müssen wir die Integration voranbringen,“ meint Achammer, denn das Erlernen der Sprache sei der Schlüssel zur Integration.

    Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit fordert indes, dass das Erlernen der deutschen Sprache als Voraussetzung für finanzielle Zusatzleistungen des Landes festgehalten werden muss. Er bedauert, dass die Integrationsvereinbarung Italiens ausschließlich das Erlernen der italienischen Sprache für Migranten vorsieht. Die Integration der Migranten werde ohne die Kenntnis der deutschen Sprache, die in Südtirol die Sprache der Mehrheitsbevölkerung ist, nicht gelingen, ist Knoll überzeugt.

    „Zusätzlich wird darüber diskutiert, den sogenannten Staatsbürgerschaftskurs in Südtirol zu ergänzen“, fügt Achammer hinzu. Das italienische Integrationsabkommen sieht nämlich vor, dass Nicht-EU-Bürger für die Verlängerung der Aufenthaltsgenehmigung einen Staatsbürgerschaftskurs besuchen müssen. „Diese Kurse werden hauptsächlich von denjenigen frequentiert, die den Kursbesuch vorweisen müssen, um das Abkommen des Staates zu erfüllen“, äußert Achammer. Ein Vorteil wäre deshalb das Anbieten eines zusätzlichen Integrationskurses, worin beispielsweise Kenntnisse über das Land, über Bräuche und Sitten oder praktische Tipps zur Bewältigung des Alltags vermittelt werden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (17)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • franz

      Abgesehen davon, dass sich Muslime anscheinend nicht integrieren wollen, wie die Fakten zeigen , wie z. B wenn in Deutschland lebende Türken 1-2-3 Generation bei der Reform in der Türkei für die Diktatur mit Erdogan entschieden haben wobei sie selbst von der Demokratie in Deutschland profitieren. was eigentlich ein Wiederspruch ist.
      Oder Muslime 1-2-3 Generation die sich vermutlich in Europa haben, plötzlich sich zu Fanatikern des IS radikalisieren und ihre lieben Mitbürger ermorden in die Luft sprengen oder mit einen Lastauto überfahren.
      Das Mindeste was man von Muslimen zur Integration verlangen müsste, als erstes solltne sie unsere Kultur unsere Religion unsere Gesetze respektieren lernen und nicht umgekehrt demnach wir uns ihrer Kultur anpassen müssten.
      Ich würde vorschlagen als Voraussetzung sollte jeder Immigrant mit islamischen Glaubens zusätzlich zum KORAN , den Rosenkranz auf deutsch lernen .
      So wie die IS Fanatiker von Christen fordern.
      Ich würde jedoch nicht soweit gehen einen Moslem den Kopf abzuschneiden falls er nicht des Rosenkranzes mächtig ist. ( im Gegensatz zu IS Fanatikern des IS.
      Gemäß KORAN
      Sure 2,191
      Pa: Und tötet sie schlagt ihnen auf den Nacken (d.h. hackt den heidnischen Gegner den Kopf ab ), wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben!

    • franzkarl

      Was kommt als nächstes? Sozialleistungen nur für die, die brav jeden Sonntag in die Kirche gehen oder die richtige Partei wählen?

    • politikverdrossener

      Olles Geschwafel, I muas mitn Auto ins Kronkenhaus zur Visite fohren,weil I mi nit getrau mitn e-bike zu fohren.weil zem isch es vielleicht weg.Olle zruck wo sie her sein.besser heit nou,weil in ca 300 Johr werden insere Leit von Afrika aus probieren zuruck zu migrieren.

    • tottele

      Wollen uns die Politiker wirklich für dumm verkaufen ? In wenigen Jahren sind wir hier die Ausländer und dann müssen wohl wir uns integrieren . Es wird gar nicht mehr so lange dauern !!!

    • franzkarl

      Hier geht wohl die Furcht vor der Reinheit des Glaubens und des Blutes um…? Im Übrigen sollte allen klar sein, dass nicht jeder Ausländer zwangsläufig ein Krimineller und nicht jeder Krimineller zwangsläufig ein Ausländer ist. Es gibt auch kein Kriminellengen, das nur Ausländer in sich tragen. So blöd das zu glauben dürften nicht einmal die Wähler der Freiheitlichen und ihre internationale Kameradschaft der Nationalen sein.

      • franz

        @franzkarl
        Natürlich sind nicht alle Ausländer Kriminelle, aber die meisten Kriminellen sind Ausländer.
        Das belegen schon allein die Statistiken von der in Italien in Gefängnis einsitzenden Personen
        ( Straftäter ) z. B Gefängnis Bozen, Insassen Total 106 davon 84 Ausländer: 31.03.2017 ( unter Berücksichtigung zum Einwohnerverhältnis 500.000 Südtiroler zu 45.000 Ausländer. )
        https://www.giustizia.it/giustizia/it/mg_1_14.page
        Davon abgesehen, dass die meisten Straftäter auf Grund Gesetzen wie das svuota carceri & Dl-Depenalizzazione auf freien Fuß sind.( Allein durch das “svuota carceri“ wurden 20.000 Straftäter frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen.
        Es braucht keinen speziellen kriminellen -Gen um in Italien Straftaten zu begehen dafür reicht
        schon die Tatsache aus, dass Straftäter mit Migrationshintergrund durch Gesetzen wie das “svuota carceri“ & Dl-Depenalizzazione beinahe völlige Straffreiheit genießen.
        Während italienische Staatsbürger zivilrechtlich mit horrenden Geldstrafen massakriert werden.
        Bezüglich Integration besonders von Muslimen liegt es sehr wohl an ihren Genen oder an ihren Glauben, wie schon geschrieben.

      • yannis

        @franzkarl,

        nicht ganz richtig, gerade heute hat das DE Innenministerium die Kriminal-Zahlen herausgegeben.

        Nur zwei Beispiele

        Taschendiebstahl:
        Tatverdächtige gesamt 8992 / Nichtdeutsche Tatverdächtige 6814

        Vergewaltigung und sexuelle Nötigung:
        Tatverdächtige gesamt 6476 /Nichtdeutsche Tatverdächtige 2512

        So und nun bei nicht ganz 10 % Ausländeranteil in Deutschland,

        dürften die Nichtdeutschen Tatverdächtigen ersten Fall NUR bei etwa 900 liegen.
        im zweiten Fall bei NUR 650 Nichtdeutschen Tatverdächtigen.

        Aber auch bei allen weiteren Delikten liegen die Nichtdeutschen prozentual deutlich über den Deutschen und dazu muss noch bedacht werden dass nicht ganz wenige Ausländer einen Deutschen Pass haben, somit nicht mehr als Ausländer in der Statistik aufscheinen.

    • meintag

      Denkt Achammer eigenlich an seine nächste Generation oder hat er nur Geld B…. und das Jetzt im Kopf. Eigentlich sollte er alt genug sein manche Dinge erklärter zu betrachten.

    • yannis

      das ewige Geschwätz mit der Integration, dass es nichts damit wird haben die Türken in DE kürzlich mehr als eindeutig bewiesen.
      Diese Herrschaften fordern in Europa alle Freiheiten ein, und setzen in ihren Herkunftsländern sozusagen ihren Landsleuten eine Adolf 2.0 vor die Nase.
      Selbst der SPD Gabriel glaubt nicht mehr an eine erfolgreiche Integration, indem er diese Kundschaft als „Integrationssimulanten“ bezeichnet

    • franzkarl

      @yannis
      1. Also wenn für Dich alle Nichtdeutschen ein Problem darstellen, wie hältst Du es dann mit Dir selbst? Verurteilst Du Dich auch gleich pauschal mit?
      2. Wahrscheinlich sind mindestens 75% der Tatverdächtigen Männer, und dennoch kommst Du seltsamerweise nicht auf die Idee genauso alle Männer pauschal zu verurteilen; warum nur? Wär der logische Schluss aus Deinen Überlegungen. Aber wenn Dir die Logik grad nicht passt, wird sie zugunsten billiger Propaganda einfach beiseite geschoben.
      3. Bei Dir und Deinesgleichen sind wohl Tatverdächtige bereits Verurteilte. In so einer Welt, wie Du sie Dir wünschst und in der Du beschließt, wer wie und wo zu leben hat, bzw. wem von Dir welche Bürgerrechte zuerkannt werden, möchte ich nicht leben. Zum Glück muss ich das auch nicht.

      • franz

        @franzkarl
        Vorausgesetzt, dass die Redaktion meinen Kommentar freischaltet bekommst Du die Information bezüglich inhaftierter Straftäter in Italienischen Gefängnissen.
        ( Straftäter ) z. B Gefängnis Bozen, Insassen Total 106 davon 84 Ausländer: 31.03.2017 ( unter Berücksichtigung zum Einwohnerverhältnis 500.000 Südtiroler zu 45.000 Ausländer. )
        Italienweit sitzen zur Zeit 19.165 Ausländer ein ( 5 Millionen Ausländer ) / -55 Millionen Italienischen Staatsbürger ) https://www.giustizia.it/giustizia/it/mg_1_14.page

        • yannis

          ob dies jetzt „franzkarl“ zufrieden stellt ? falls er in der Lage ist das Verhältnis des prozentuellen Anteils Ausländer/Inländer der Inhaftierten zu errechnen.
          wenn der Gute einfach mal mehr seriöse DE Medien konsultieren würde, anstatt pauschales Wunschdenken zu verbreiten, würde er es vielleicht schnallen.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen