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    Überholt uns Venetien?

    Bernhard Zimmerhofer

    Bernhard Zimmerhofer

    Die Region Venetien führt noch innerhalb dieses Jahres ein Referendum zur Autonomie durch. Bernhard Zimmerhofer ist begeistert. 

    Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, begrüßt den Entschluss des Regionalrates von Venetien, innerhalb 2017 ein Referendum zur Gewährung „zusätzlicher Formen der Autonomie“ für Venetien abzuhalten. Ein entsprechendes Gesetz wurde am 23. Februar verabschiedet. Der Regionalratspräsident Luca Zaia meinte wörtlich: „Venetien wird eine Autonomie wie jene in Süd- und Welsch-Tirol erlangen, das verspreche ich“.

    Ein föderalistischer Staat arbeitet laut Zimmerhofer allemal viel effizienter und flexibler als ein zentralistischer Staat – dies hätten Länder wie die Schweiz, Österreich oder Deutschland längst bewiesen. Um so unverständlicher bleibt für Zimmerhofer die Tatsache, dass sich gerade Süd-Tirol, das sich bisher stets für mehr Selbständigkeit eingesetzt hatte, beim Verfassungsreferendum 2016 auf Betreiben der SVP mehrheitlich für einen zentralistischen Staat ausgesprochen hat.

    „Sollte das Vorhaben in Venetien Erfolg haben, ist umgehend das Grenzgemeindeabkommen aus dem Jahr 2009 zwischen Süd-Tirol, Welsch-Tirol und den angrenzenden Provinzen aufzukündigen“, fordert Zimmerhofer. Dieses Abkommen legte fest, dass Süd-Tirol jährlich 40 Millionen Euro für strukturelle Projekte in den Grenzgemeinden beisteuern muss.

    „Jede Region Italiens sollte eine Sonderautonomie bekommen, dann gäbe es auch keinen Neid mehr auf unsere Sonderautonomie“, betont Zimmerhofer.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (6)

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    • ft

      Na sowas. Und ich dachte immer laut STF leben wir in einem Gefängnis und müssten so schnell wie möglich zu Österreich. Und jetzt ist dieser da ganz begeistert von der Autonomie. Ist es ein Faschingscherz ?

      • einereiner

        @ft
        hast du den Artikel überhaupt gelesen?
        Jeder Schritt zu mehr Autonomie ist gut für das angestrebte Ziel, die Abspaltung vom maroden (wirtschaftlich und moralisch) Staat Italien. Venetien ist im Denken weiter als Kompatscher und Achhammer, die immer noch meinen Italien wäre reformierbar. Aber lange halten die zwei die Partei nicht mehr auf der Rom-Linie. Der Rest hat keine solche Scheuklappen und denken auch über die Abspaltung nach.

    • mannik

      Herr Zimmerhofer, haben Sie den Sinn des Referendums aus Südtiroler Sicht wirklich verstanden?

    • werner

      Wenn es so weiter geht, wird der Veneto unabhängig und Südtirol der letzte italienische Überbleibsel der TreVenezie.

    • yannis

      >>>Ein föderalistischer Staat arbeitet laut Zimmerhofer allemal viel effizienter und flexibler als ein zentralistischer Staat – dies hätten Länder wie die Schweiz, Österreich oder Deutschland längst bewiesen. Um so unverständlicher bleibt für Zimmerhofer die Tatsache, dass sich gerade Süd-Tirol, das sich bisher stets für mehr Selbständigkeit eingesetzt hatte, beim Verfassungsreferendum 2016 auf Betreiben der SVP mehrheitlich für einen zentralistischen Staat ausgesprochen hat.<<<

      Damit hat er wohl recht, unabhängig davon welcher Partei er angehört.

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