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Hexenkessel in Bozen

170227_hci_arenaAm Dienstag bzw. Mittwoch steigt der zweite Viertelfinalspieltag in der Erste Bank Eishockey Liga. Die Bozner Eiswelle wird am Dienstag zum Hexenkessel. 

Znojmo seit sieben Spielen oder 792 Tagen ohne Heimsieg gegen Klagenfurt
Viertelfinale Nummer 1 zwischen dem EC-KAC und dem HC Orli Znojmo machte Lust auf mehr: Erst nach 77 Minuten und 34 Sekunden schoss Jamie Lundmark Klagenfurt zur Serienführung, nachdem er zuvor – 35 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit – in Überzahl auch die Overtime erzwang.

Bereits am Dienstag kreuzen die beiden Teams in Tschechien erneut die Schläger. Die Tschechen bauen dabei auf ihre Heimstärke, gewannen ihre letzten fünf Heimspiele und erzielten dabei ein Score von 23:7-Treffern. Aber Achtung: Die letzte Heim-Niederlage kassierte der Vizemeister am 13. Jänner 2017 mit 3:4 gegen Klagenfurt, das zuletzt sogar sieben Siege in Folge feierte und dabei seinerseits ein Score von 34:15-Toren erzielen konnte! Außerdem haben Manuel Geier und Company sehr gute Erinnerungen an Znojmo:

Die Klagenfurter gewannen dort nämlich zuletzt ebenfalls sieben Mal in Folge! Nach dem letzten Heimsieg der Tschechen über den EC-KAC muss man somit in den Geschichtsbüchern einige Saisonen zurückblicken: Dieses Kunststück gelang den Adlern zuletzt am 28. Dezember 2014 oder vor mittlerweile 792 Tagen! „Wir zeigten ein gutes Spiel, haben viele Schüsse genommen und brauchen die Köpfe nicht hängen lassen. Klagenfurt muss uns vier Mal besiegen, wenn sie weiterkommen wollen. Es war erst der Anfang. Wir werden zu Hause noch besser sein“, berichtete Znojmo‘s Stürmer Tomas Plihal.

„Wir haben viel Moral bewiesen und das Spiel nach einem Rückstand im letzten Drittel noch gewonnen. Wir werden gut regeneriert nach Znojmo kommen und dort wollen wir am Dienstag schon den nächsten Schritt machen“, tönte KAC Headcoach Mike Pellegrims.

99ers seit 135 Minuten und 49 Sekunden ohne Torerfolg gegen den Meister
Am Mittwoch wird im neuen Merkur Eisstadion in Graz erstmals Playoff-Eishockey gespielt: Die 99ers setzen im zweiten Viertelfinalduell mit EC Red Bull Salzburg auf ihre Heimstärke, gewannen ihre letzten fünf Heimspiele und erzielten dabei ein Gesamtscore von 23:7-Treffern!

Aber Achtung: Ihre letzte Heimniederlage mussten die Murstädter am 11. Jänner 2017 mit 0:4 ausgerechnet gegen den Meister hinnehmen. Zudem haben Oliver Setzinger und Company seit 135 Minuten und 49 Sekunden gegen die Red Bulls keinen Treffer mehr erzielt, damals traf Kyle Beach.

Die Red Bulls hingegen präsentierten sich zuletzt richtig in Feuerlaune, gaben in den letzten vier Spielen, die alle gewonnen wurden, 173 Torschüsse ab und waren damit 27 Mal erfolgreich (Effizienz: 15,6%)! Viertelfinale Nummer 1 ging nach einer starken Vorstellung der Red Bulls bzw. 44:28-Torschüssen mit 3:0 an den Titelverteidiger. Der Sieg des Meistes hätte auch höher ausfallen könne, wäre nicht 99ers-Goalie Sebastian Dahm einige Male über sich hinausgewachsen.

Im Saisonduell mit den 99ers führen die Red Bulls nun mit 4:1-Siegen, man gewann u.a. die letzten drei Partien und ließ dabei seit 135 Minuten und 49 Sekunden keinen Treffer zu…! „Wir lassen recht wenig zu und kreieren recht viele Chancen, so müssen wir weitermachen“, so Goalie Bernhard Starkbaum, der alle 28 Schüsse der 99ers zum Playoff-Auftakt entschärfte.

„Ans hohe Tempo von Salzburg musst du dich erst gewöhnen, wir haben nicht so oft mit so hohem Tempo gespielt in dieser Saison. Wir müssen auch weniger Strafen nehmen und die Chancen, die wir bekommen, ausnützen. Wir werden am Mittwoch besser und bereit sein “, weiß hingegen 99ers-Headcoach Doug Mason.

2.921 Tage des Wartens haben ein Ende…
Erstmals seit dem 1. März 2009 oder nach 2.921 Tagen sieht Innsbruck am Dienstag wieder Playoff-Eishockey auf höchstem Niveau! Damals unterlagen die Tiroler zu Hause dem EC-KAC mit 1:3, heuer hat es nun wieder mit der Post Season für die Haie geklappt.

Der Auftakt ging mit 0:5 in Wien allerdings gehörig daneben. Damit sind Tyler Spurgeon und Company im zweiten Spiel der Best-of-seven-Viertelfinalserie zu Hause gegen die UPC Vienna Capitals bereits unter Zugzwang, um nicht mit einem 0:2-Rückstand am Freitag in die Bundeshauptstadt reisen zu müssen. Insgesamt ist es schon das fünfte Playoff-Match dieser beiden Teams, bisher konnten die Capitals alle vier Playoff-Duelle für sich entscheiden.

Innsbrucks Headcoach Rob Pallin sieht noch Steigerungspotential bei seinem Team, allerdings nicht beim Gegner: „Ich glaube, dass die Caps nicht mehr besser spielen können, als in Spiel eins. Wir können aber sehr wohl besser spielen, als wir es getan haben. Dieser Serie geht nicht über ein Spiel, sondern über mindestens vier Spiele und wir werden einen Weg finden müssen, wie wir sie schlagen können. Dazu muss es zuerst in der neutralen Zone besser werden.“

Die Vienna Capitals traten hingegen am Montag mit viel Selbstvertrauen die Reise nach Innsbruck an, gewannen ihre letzten fünf Duelle mit den Haien, u.a. in den letzten sechs Tagen gleich zwei Mal in Folge (5:0, 3:1)! Dabei ließen die Wiener nichts anbrennen und brannten beide Male (41:33- bzw. 46:21-Torschüsse) ein echtes Feuerwerk ab.

„Wir haben eine solide Partie gespielt, haben die Haie offensiv dominiert und sind hinten sicher gestanden. Wir gaben den Innsbruckern auch nie Überzahlsituationen in unserem Drittel, denn da sind sie brandgefährlich. Sie werden zuhause sicher probieren mehr selbst zu kreieren, da müssen wir hinten wieder wachsam sein und offensiv genauso weiterarbeiten!“, so Wiens Kapitän Jonathan Ferland. Innsbruck verließen die Wiener zudem seit der Rückkehr der Tiroler in die Erste Bank Eishockey Liga in der Saison 2012/13 bei elf Antritten zehn Mal als Sieger, u.a. in der aktuellen Spielzeit in allen drei bisherigen Gastspielen…

Black Wings reisen nun nach Bozen
Wie in der Vergangenheit gewann der EHC LIWEST Black Wings Linz am Sonntag das erste Viertelfinalduell mit dem HCB Südtirol Alperia.

Vor zwei Jahren konnten die Foxes zu Hause in Spiel 2 ausgleichen, 2016 gelang den Österreichern daheim am Spieltag genau vor einem Jahr das 2:0.

HCBMan darf gespannt sein, was dieses Mal passiert. Viertelfinale Nummer 1 war jedenfalls von Spannung nicht zu übertreffen, erst nach 69 Minuten fixierte Brian Lebler in der Overtime den 2:1-Heimsieg und damit die 1:0-Führung der Oberösterreicher in der Best-of-seven-Serie.

Beide Goalies – Mike Ouzas, er entschärfte 36 Schüsse der Foxes, bzw. Marcel Melichercik (44 Saves) – wuchsen am Faschingssonntag über sich hinaus. „Schießen, schießen, schießen, das war unser Plan und das war auch so im Vorfeld besprochen“, erklärt Trainer Rob Daum, dass man gegen die starken Foxes schnell den Abschluss finden will, um möglichst viele Torchancen kreieren zu können. Beim HCB ärgerte man sich hingegen über sechs vergebene Überzahlspiele in VF 1:

Anton Bernard

Anton Bernard

„Wir müssen an unsere starke Leistung anknüpfen und das Powerplay besser nutzen. Die harte Spielweise muss beibehalten werden, da jedes kleine Detail zählt in einer best of seven Serie”, so HCB-Crack Anton Bernard. Nun geht die Viertelfinalserie nach Bozen, wo auf die Black Wings ein Hexenkessel wartet..

Die Foxes kassierten in Linz am Sonntag zwar ihre zehnte Auswärtsniederlage im Jahr 2017 in Folge, zuhause feierte man in seinem letzten Heimspiel allerdings einen klaren 6:2-Sieg über seinen Viertelfinal-Gegner und auch im vorangegangen Heimduell konnte man die Black Wings nach einem Torfestival 5:4 niederringen.

Erste Bank Eishockey Liga, 2. Viertelfinale (best of seven):
Di, 28.02.2017: HC TWK Innsbruck „Die Haie“ – UPC Vienna Capitals (19:15 Uhr)
Referees: BERNEKER, LEMELIN, Nothegger, Verworner.
Stand in der Best-of-seven-Serie, VIC – HCI: 1:0
Di, 28.02.2017: HC Orli Znojmo – EC-KAC (19:45 Uhr, ServusTV live)
Referees: SMETANA, ZRNIC, Kaspar, Zgonc.
Stand in der Best-of-seven-Serie, KAC – ZNO: 1:0
Di, 28.02.2017: HCB Südtirol Alperia – EHC LIWEST Black Wings Linz (19:45 Uhr)
Referees: M. NIKOLIC, STOLC, Pardatscher, Seewald.
Mi, 01.03.2017: Moser Medical Graz99ers – EC Red Bull Salzburg (19:45 Uhr, SKY live)
Referees: PIRAGIC, TRILAR, Nemeth, Soos.
Stand in der Best-of-seven-Serie, RBS – G99: 1:0

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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