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    „Wahrlich zu viel“

    pius-kopftuchgirlDie Flüchtlingsunterbringung: Der Freiheitliche Pius Leitner kritisiert, dass nun auch der Ritten „zum Handkuss kommt“ – und fordert eine klare Obergrenze.

    Die Flüchtlingsunterbringung: Der Freiheitliche Pius Leitner kritisiert, dass nun auch der Ritten „zum Handkuss kommt“ – und fordert eine klare Obergrenze.

    „25 Flüchtlinge für ein Dorf mit weniger als 50 Einwohnern ist des Verträglichen wahrlich zu viel. Wenn diese Flüchtlinge dann auch noch im unmittelbaren Bereich einer Grundschule angesiedelt werden, kann man sich die Sorgen der Anwohner gut vorstellen. Diese Sorgen werden auch dadurch nicht verscheucht, wenn man besänftigend erklärt, die Zielgruppe seien Frauen, Kinder und Familien. Zu einer Familie gehört – zumindest bei Moslems – immer zumindest auch ein Mann. Insgesamt sind lediglich 12% der Asylwerber Frauen, wie die Landesregierung selber bestätigt“, schreibt der freiheitliche Landtagsabgeordnete Pius Leitner in einer Aussendung.

    So sehr die Landesregierung die „nervenaufreibende“ Suche nach Flüchtlingsunterkünften beklage, so wenig habe sie Verständnis für die Sorgen der Südtiroler, welche diese aufgrund der politischen Entscheidungen ausbaden müsse. Es sei ein autonomiepolitisches Armutszeugnis, die staatlichen Vorgaben ganz einfach hinzunehmen, so Leitner.

    „Von unsere Forderung nach einer klaren Obergrenze für anerkannte Flüchtlinge gehen wir Freiheitlichen nicht ab. Eine solche ist notwendig, will man das Autonomiegefüge in unserem Land mittelfristig nicht aus den Angeln heben. Persönlich bin ich nicht bereit, die bisherige Flüchtlingspolitik einfach hinzunehmen und in den Chor des ‚Da kann man nichts machen‘ einzustimmen. Statt sich an der institutionellen Einschleusung von Illegalen, von Wirtschaftsflüchtlingen und von Glücksrittern zu beteiligen und mitschuldig zu machen, sollten die Energien endlich dafür verwendet werden, die Fluchtursachen zu bekämpfen. Erst wenn die EU und ihre Mitgliedstaaten ihre Aufgaben wahrnehmen (Sicherung der Außengrenzen, Abschiebung der Illegalen und Straftäter), werden die Menschen in Europa und auch in Südtirol wieder Vertrauen schöpfen. Wenn nach wie vor unliebsame Fakten ausgeblendet und jene verleumdet und verteufelt werden, die Missstände ansprechen, wird erstens kein Problem gelöst und zweitens die Kluft in der Gesellschaft vergrößert. Die bisherige Politik schadet einem verträglichen Zusammenleben und den tatsächlichen Flüchtlingen am meisten“, schließt Leitner.

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    Kommentare (7)

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    • roadrunner

      Eine öffentliche Aussendung für die Südtiroler hilft natürlich sehr viel, wenn man bedenkt, dass die Schalthebel in Rom sind (Obergrenze). Und bitte nicht der Landesregierung wieder die Schuld geben, sogar Herr Bertoldi hat es geschafft bei der Botschaft und in Rom zu intervenieren, siehe Staatsschmähung der jungen Südtiroler in Thailand. Schaffen es auch die Freiheitlichen eigene, konkretere Wege einzuleiten?
      Ach nebenbei: Sogar der Heimatbund intervenierte in Rom mit der Plakataktion. Nicht unbedingt die feine und ideale Art, dennoch überlegen sie sich wie sie ohne der Landesregierung sich Gehör in Rom verschaffen.

      • gynne

        Da gebe ich ihnen Recht, das der Schalthebel in Rom liegt.Wenn ich nicht Irre hat doch auch die SVPD ihre alles wissenden, pestigschten und Intelligentesten Fachleute da unten ! UND WAS NUTZTS ???? Außer ihrer eigenen Interessen ( Gehälter ,Zulagen ,Privilegien ) und herumstreiten wie viel in den Naturparken geschossen werden darf kriegen die Hansel recht wenig auf die Reihe .

        • roadrunner

          Was die SVP-PD da unten macht, ist wieder ein Kapitel für sich. Was ich aber sagen wollte, ist, dass die Aussage von Leitner in Rauch aufgeht, weil sie nicht von den Richtigen „gehört“ wird. Und darauf kommt es an, Ich bin noch weniger STF- Wähler, aber die schaffen es immer wieder auf Staatsebene Gehör zu finden. Siehe Eva Klotz im TV, der Heimatbund mit Lang mit ihrer Plakataktion. Da muss man schon sagen, die überlegen sich was, wie sie etwas bewegen können und quatschen nicht nur immer.

    • franz

      Wenn der Freiheitliche Pius Leitner recht hat , hat er recht.
      Die Postfaktische Desinformation bzw. die Willkommenskultur der Landesregierung ist einfach unglaublich, wie die Unterbringung von Flüchtlingen am Ritten wieder einmal zeigt.
      Die Gemeinde wurde wohl mit den Bonus von 500 € überzeugt den die Regierung Renzi – Renzi bis pro Flüchtling ( Clandestino ) der Gemeinde bezahlt., wie schon geschrieben.
      http://www.tageszeitung.it/2017/01/11/fluechtlingsheim-am-ritten/#comment-339586
      Wie gesagt die postfaktische Desinformation der Landesregierung von LH Kompatscher und Frau Landessozialrätin Stocker kommt eine Beleidigung am Bürger gleich.
      “Derzeit sind in Südtirol laut der staatlichen Zuweisungsquote 1.060 Menschen untergebracht. Im Sinne der Berechnungen des staatlichen Quotensystems entfallen auf Südtirol derzeit etwa 1.470 Aufnahmen.” Diese Zahl von 1.470 Zuweisungen sei in der Berichterstattung vom Freitag “leider fälschlicherweise umgedreht” worden, wird Landeshauptmann Kompatscher zitiert. Dass er es selbst gewesen war, der die Zahl in den Raum gestellt hatte, wird verschwiegen. Denn es war Kompatscher selbst gewesen, der noch am Freitag, im Anschluss an das Treffen in Rom, zur Journalistin der hiesigen Rai “ Tagesschau rai südtirol 07.10.2016 20:00“ 1:00 “
      wörtlich gesagt hatte: “Um die Zahl 1.700 zu erreichen werden uns nur mehr weitere 250 Personen zugewiesen..”
      Frau Landesrätin Stocker: “ Man sollte irgendwie Schreckensgespenste vermeiden die Menschen verunsichern oder “Begrifflichkeiten“ die den Menschen Angst machen.
      http://www.tageszeitung.it/2016/02/14/kein-hotspot-am-brenner/ Video 1:45
      auf rai südtirol 21.10.2016. 20:00
      Anscheinend müsste Südtirol gar keine Flüchtlinge aufnehmen, wie Generalvikar Eugen Rungaldier von der Katholischen Kirche auf rai südtirol 21.10.2016. 20:00 meint. ( Man will sich natürlich nicht das große Geschäft entgehen lassen von den besonders Organisationen wie Volontarius und Caritas und die Schlepper profitieren indem sie den armen Kreaturen noch den letzten Cent aus den Taschen ziehen.
      Nicht der der Staat ist für die Aufnahme der Flüchtlinge in Südtirol zuständig wie zum Teil bewusst oder aus politischen Gründen behauptet wird sonder auf Grund des Autonomiestatuts das Land und kann demensprechen autonom entscheiden wie viele Flüchtlinge wir aufnehmen.

    • cicero

      So langsam kommen wir in Phase 2 dieser Problematik. So allmählich dämmert es den Verantwortlichen ( das einfache Volk hat es längst schon verstanden), dass es mit der bloßen Aufnahme von Flüchtlingen aller Art nicht getan ist, sondern dass die Geschichte schließlich weiter geht (Fachausdruck: Nachhaltigkeit). Was machen wir nun mir den ganzen (den meisten) abgelehnten Asylberwerbern ? Schauen wir zu wie sie in die Illegalität abtauchen und oder kriminell werden? Von den ganzen Übeltätern einmal abgesehen, die von ihren Heimetländern nicht mehr genommen werden. Nachdem wir sie zuvor hergelockt haben und die Schlepper nach wie vor bestimmen wer und wieviele kommen? Ist das human denen gegenüber. Wer aber schon beizeiten vor diesen Folgen gewarnt hat, der wurde auf das Übelste beschimpft und gar als Nazi bezeichnet. Inzwischen überlegen aber schon einige ( wenige) weitsichtige Politiker, wie Österreichs Außenminister Kurz Asylsuchende an den Eu Außengrenzen aufzuhalten und dort auf evtl. Asylgründe zu prüfen, anstatt sie schon vorher mittels Menschenhändlernetzen durch ganz Europa zu schleusen.
      Indem auch Südtirol Asylwerber aufnimmt, sie sogar schon vor dem positiven Asylbescheid zu integrieren versucht (bei Ablehnung aber dann wieder kalt abserviert),müsste Südtirol auch Verantwortung übernehmen und nicht alles auf den Staat abschieben (wie üblich).

    • franz

      Frau Stocker und LH Kompatscher sollten mal aus ihren Glaspalast herabsteigen und sich umschauen oder mal die Sendung “dalla Vostra Parte“ Mediaset anschauen , anstatt mit ihren postfaktischen Desinformation alles schönzureden und herunterzuspielen und die Bürger zu verarschen.
      “Video Dalla vostra parte: Giovedì 12 novembre – PUNTATE INTERE …“

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