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    Ungleiche Patienten?

    Tamara Oberhofer

    Tamara Oberhofer

    Laut der Freiheitlichen Tamara Oberhofer gilt die Obergrenze von 1575 Patienten bei Südtirols Hausärzten nur für Einheimische – nicht für Nicht-EU-Bürger.

    Die auf nationaler Ebene vorgeschriebene Reduzierung der Patientenanzahl sorgt bei den Hausärzten für  Unmut. 1575, anstatt der ursprünglichen 2000 Patienten sollen Hausärzte in Zukunft nur noch betreuen dürfen.

    Nun behauptet die Freiheitliche Tamara Oberhofer: Einheimische Patienten würden benachteiligt.

    Die Landtagsabgeordnete am Donnerstag:

    „Ich wurde auf die Tatsache aufmerksam gemacht, dass die Obergrenze von 1575 Patienten nur für Einheimische und italienische Staatsbürger gilt, für Nicht-EU-Bürger, nicht in Südtirol Ansässige und Personen, die nur zeitweilig eine Arztwahl treffen müssen, gilt laut Informationen jedoch die Obergrenze von 1800 Patienten.

    Das bedeutet, dass ein Hausarzt, welcher sein Patientenkontingent für Einheimische und italienische Staatsbürger bereits ausgefüllt hat, das Restkontingent bis zu 1800 Patienten lediglich mit Nicht-EU-Bürgern, sich zeitweilig in Südtirol aufhaltenden Personen und im Ausland Ansässigen füllen kann.“

    Der Nachteil für die einheimische Bevölkerung bestehe somit darin, dass z. B. Familien kaum noch die Chance haben, ihre heranwachsenden Kinder beim selben Hausarzt in die Patientenliste eintragen zu lassen, so Oberhofer.

    Die Arztwahl könnte im folgenden Fall grundsätzlich zum Problem werden, wenn alle praktizierenden Hausärzte das mögliche Kontingent von 1575 Personen bereits ausgefüllt hätten. Vielen Einheimischen bliebe in einem solchen Fall nur noch die private Behandlung, welche mit Kosten verbunden ist.

    Auch für die Hausärzte bringe diese ungleiche Obergrenze Nachteile mit sich, denn es bedeute, dass es für sie nur schwer möglich sein wird, neue einheimische Patienten, sprich „Neukunden“ zu erhalten, denn dafür müssten sie die 1575 Patientenobergrenze für Einheimische und italienische Staatsbürger unterschreiten, um wieder einheimische Patienten aufnehmen zu können, merkt die Freiheitliche Landtagsabgeordnete an.

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    Kommentare (9)

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    • gerecht

      Einheimische
      Bürger, Zweiter Klasse ?
      in der Sanität nix neues …

    • franz

      Für Frau Stocker kommen eben erst einmal ihre Gäste und dann erst die Bürger – Südtirols.
      Bei ihren Gästen zum Großteil Clandestini ( laut LH haben 200 Immigranten einen Asylantrag gestellt, demnach sind die restlichen 700 Clandestini ) Laut Frau Stocker befinden sich 900 “Flüchtlinge in Südtirol. , gibt es keine Obergrenzen alle Ticket befreit natürlich +++ “alle können zu uns kommen“+++
      Wenn Deutschland und Österreich die Grenzen schließt, dann werden sie in der Tat alle zu uns kommen und Frau Stocker der LH, Frau Foppa und Herr Achammer werden sie alle unterbringen in Hotels oder anderen Unterkünften 32 € -35 € / Tag und Kopf.
      Wenn dann das Geld nicht reicht wird bei Südtiroler -Patienten eingespart.
      z. B Knieprothesen gibt es zu einem Preis von 1.000 oder zu 2.000 Euro. Ist der Patient 70 Jahre alt, könne man die billigere nehmen, er habe nur noch eine Lebenserwartung von 15 Jahren – meint Toms der schreckliche. Stockers General -Kapitän der mit den havarierten Schiff Sanitätseinheit aufs Riff aufläuft. Jetzt will Frau Stocker und thomas der Schreckliche also auch noch bestimmen wie lange wir zu leben haben. 🙂
      http://www.tageszeitung.it/2015/08/17/thomas-der-schreckliche/

    • kritiker

      Die Meldung stimmt genau und entspricht den Tatsachen. MeinerMeinung nach sollten für alle die gleichen Rechte gelten und nicht die einheimische Bevölkerung in dieser Hinsicht benachteiligt werden. Diese Regel fördert nur den Unmut und dient nicht dem Frieden

    • andreas

      Um was geht es der eigentlich?
      Um die Höchstgrenze oder wieder mal gegen Ausländer zu schüren.
      Wäre die Höchstgrenze 10.000, die würde dann auch noch rumplärren, dass ein Einheimischer keinen Platz kriegt.

    • fronz

      Was schreibst du für einen Blödsinn!
      Tamara Oberhofer hat recht. Es wird höchste Zeit, dass die einheimische Bevölkerung wieder zu mehr Genuss kommt.

    • drago

      Ich kann keine Benachteiligung der Einheimischen durch diese unterschiedlichen Grenzen sehen, im Gegenteil. Würde nur eine Obergrenze gelten, würden Nicht-EU-Bürger sozusagen EU-Bürgern einen Platz wegnehmen. Das Szenario, dass alle Ärzte ihre Kontingente voll ausgeschöpft haben, ist vollkommen unabhängig von der zusätzlichen Grenze für EU-Ausländer. Wenn die Landtagsabgeordnete der Meinung ist, dass die Obergrenze von 1500 Personen pro Arzt zu niedrig ist, so soll sie das klar sagen und nicht irgendwelche EU-Ausländer dafür verantwortlich machen.

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