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Digitale Postkutsche

Digitale Postkutsche

Andreas Pöder mit einem provokativen Vorschlag: Bis zur Fertigstellung des schnellen Datennetzes in Südtirol soll der Flughafen auf Eis gelegt werden.

„Südtirols Landesregierung ist bei der Vernetzung Südtirols mit schnellem Internet und bei der Modernisierung des Kommunikationsangebotes zu langsam. Es braucht mehr als Ankündigungen und Werbebotschaften“, so der Landtagsabgeordnete der BürgerUnion, Andreas Pöder.

Informatiklandesrätin Waltraud Deeg habe bislang die Aufgabe , Südtirol mit schnellem Internet zu vernetzten, nicht erfüllt und setze sich für die Zukunft zu kleine Ziele. „Ich bezweifle auch mittlerweile ganz offen, dass die Digitalisierung und Vernetzung Südtirols in den richtigen politischen Händen ist“, stänkert Pöder.

Mindestens ein Viertel der Südtiroler Betriebe und Haushalte seien „noch mit einer digitalen Postkutsche unterwegs“, so langsam und unzuverlässig seien in manchen Gebieten Südtirols die Datenverbindungen.

Pöder schlägt der Landesregierung einen Deal vor: Zuerst sollte man das weitaus wichtigere Projekt Breitbandinternet für ganz Südtirol schnellstens fertigstellen und sich erst dann mit dem weniger wichtigen Vorhaben Flugplatz Bozen zu befassen.

„Alle finanziellem und sonstigen Ressourcen, die für den Flugplatz bereit gestellt werden, sollen vorerst in die Vernetzung aller Südtiroler Haushalte und Betriebe mit schnellen Datenleitungen gesteckt werden. Wenn Südtirol eine Infrastruktur dringend und notwendig braucht dann ist es das schnelle Datennetz und wenn es eine Struktur nicht braucht, dann ist es der Flugplatz Bozen“, so der Abgeordnete.

Eine kuriose Anmerkung: Als der Giro d’Italia letztes Jahr ins Martelltal radelte brauchte man im hinteren Martelltal unbedingt eine schnelle Daten- und Kommunikationsgerbindung. Innerhalb weniger Tage hat man dann ein Glasfaserkabel (wenn auch nur an der Oberfläche) ins Martelltal abgerollt. Nach dem Giro wurde das schnelle Internet dann gleich wieder eingerollt und weggepackt.

„Zugegeben: Das vergraben eines Glasfaserkabels dauert länger. Aber in mittlerweile 10 Jahren wäre auch das möglich gewesen“, meint Pöder.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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