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    Ebners geheime Pläne

    Cloud with lightningIm Kampf gegen René Benko haben sehr unterschiedliche Interessensvertreter zueinander gefunden: Grüne, Altkommunisten, Grillini, Neofaschisten – und die Gebrüder Ebner. Warum der Athesia-Konzern das Benko-Projekt verhindern will.

    von Artur Oberhofer

    Wer hätte sich das gedacht?

    Vor wenigen Jahren war Michl Ebner für das Benko-Projekt noch Feuer und Flamme.

    So sehr, dass er – so wissen Insider – bei dem Innsbrucker Investor diskret vorfühlte. Der Vorschlag des Handelskammer-Präsidenten: René Benko sollte ihm, sobald das Projekt alle politischen Stationen durchlaufen hat, 50 Prozent der Anteile abtreten.

    Der österreichische Investor habe abgelehnt.

    Wohl auch deswegen feuert der Athesia-Konzern jetzt aus allen Rohren gegen das Benko-Projekt. Dabei nehmen Michl und Toni Ebner in Kauf, eine fürwahr unheilige Allianz einzugehen. Denn im Boot der Benko-Gegner sitzen die „frommen Brüder“ (wie Reinhold Messner sie gern nennt) jetzt mit den Grünen, mit den Neofaschisten, mit den Altkommunisten und mit den Grillini.

    Wer immer sich in den vergangenen Wochen gegen das Benko-Projekt ausgesprochen hat, bekam im „Propagandablatt der Athesia“ (so die Wochenzeitung „ff“) breiten Raum.

    Rudi Benedikter, den die „Dolomiten“ nie recht gemocht haben, war plötzlich ein gefragter Interviewpartner, weil er gegen Benko zündelte.

    Rudi Benedikter

    Rudi Benedikter

    Ausgerechnet Rudi Benedikter, der zu jenen visionären Bozner Stadtpolitikern gehört, die das Thun-Projekt am Virgl versenkt haben. Ausgerechnet jener Rudi Benedikter, der dann selbst als „Virgl-Beauftragter“ fünf Jahre lang „gschaftelt“, aber nur blauen, pardon: grünen Rauch produziert hat.

    Wie widersprüchlich die Diskussion abläuft, belegt der Umstand, dass Rudi Benedikter gegen das Benko-Kaufhausprojekt, aber für das Virgl-Projekt des Innsbrucker Investors ist.

    Dass Grüne, Grillini, Altkommunisten und der Alt-Virgl-Beauftragte gegen das Benko-Projekt sind, mag eine gewisse politische Logik haben, wobei die grünen Pragmatiker um Hans Heiss und Brigitte Foppa schon ein bisschen Bauchweh mit der radikalen Linie der Bozner Grünen haben.

    Auch Heiss & Co. sind so gescheit zu wissen, dass ein Investitionsvolumen von mehreren 100 Millionen Euro für die Südtiroler Bauwirtschaft, aber auch für viele Klein- und Mittelbetriebe in Zeiten wie diesen ein Segen wäre.

    Dumm für die betroffenen, nach Aufträgen lechzenden Unternehmen:

    Weil sie den Athesia-Verantwortlichen nicht auf die Zehen steigen wollen, trauen sich mächtige Verbandsbosse wie Gert Lanz oder Stefan Pan oder die Macher im Kollegium der Bauunternehmer nicht, offen für das Benko-Projekt einzutreten. Sie harren mit der Faust im Sack auf die Entscheidung – und beten.

    Heinz Peter Hager

    Heinz Peter Hager

    Natürlich: Renè Benko wird, sofern man ihn bauen und der Stadt Bozen ein neues Gesicht verpassen lässt, viel Geld verdienen. Aber er hat die Sache angestoßen. Die Alternative zu Benko wäre ein Stillstand auf Jahre. Denn dass andere Investoren – oder gar die Laubenkaufleute, die sich selbst in die „Fetzgasselen“ zurückgezogen haben, um ihre Läden unter den Lauben sündteuer zu vermieten – ein eigenes Projekt starten, glaubt niemand mehr.

    Dass der Athesia-Konzern gegen das Benko-Projekt Stimmung macht, entbehrt jeder Logik. In Krisenzeiten einem Investor, der 350 Millionen Euro in die lokalen Kreisläufe pumpen will, die Tür ins Gesicht zu knallen, ist nicht nachvollziehbar.

    Das hat auch Alt-LH Luis Durnwalder im TAGESZEITUNG-Interview erklärt. Ausgerechnet Michl Ebner, der so vehement für den Bozner Flughafen, für die Erreichbarkeit Südtirols kämpft, der als Handelskammer-Präsident die Nöte und Sorgen der Südtiroler (Bau-)Wirtschaft bestens kennt, will den Mann, der 350 Millionen im Gepäck hat, aus dem Land jagen.

    Der Kampf des Hauses Athesia gegen Benko erinnert irgendwie an den Hahnenkampf, den das Verlagshaus seinerzeit gegen den Sigmundskron-Schlossherrn Reinhold Messner initiiert hatte. Es geht nicht um die Sache, es geht um Personen – und um handfeste wirtschaftliche Interessen.

    Der Clou wäre freilich, wenn Benko mit den 350 Millionen im Kofferraum nach Trient führe.

    Der Athesia-Konzern tut jetzt zwar so, als kämpfe das Hausblatt gegen böse und finstere Mächte, die von einem Südtiroler Paten namens Heinz Peter Hager dirigiert werden. Aber in Wahrheit haben die „Dolomiten“ nie für die Menschen in Südtirol gekämpft. Weder im Fall Benko, noch bei anderen medialen Kampagnen.

    Die Kampagne gegen Gewalt, beispielsweise, wurde nicht etwa gestartet, weil das Blatt die Menschen in Südtirol schützen oder ihnen helfen wollte, sondern weil ein Mitglied der Familie Ebner von albanischen Schlägern verprügelt wurde.

    Toni Ebner

    Toni Ebner

    Dann die Brennercom-Affäre:

    Zuerst hat die öffentliche Hand (mit Steuermitteln) die Brennercom-Investitionen geschultert, jetzt will Athesia die absolute Mehrheit.

    Wer, bitteschön, kämpft hier fürs Volk?

    Der Athesia-Konzern hat immer nur in eigener Sache gekämpft. Das haben die Menschen in Südtirol längst durchschaut. Glücklicherweise.

    Der Athesia-Konzern will das Benko-Projekt versenken, weil man, erstens, aufzeigen will, dass das Medienhaus (noch) die Macht hat, die politischen Entscheidungsträger und das Volk zu beeinflussen. Benko hat den Athesia-Konzern nicht mitnaschen lassen, also, so das Kalkül, darf er nicht zu mächtig werden.

    Das sind die wahren Beweggründe von Athesia – daran ändern auch die Gegendarstellungen nichts, die auf diesen Artikel folgen werden.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (101)

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    • Wusler

      So ist es! Die Machenschaften in diesem Land werden immer unerträglicher. Aber solange die SVP applaudiert, wenn ein angesehener Politiker Österreichs ganz offiziell bei deren Vollversammlung sagt, dass sich normalerweise eine Partei eine Zeitung hält nur in Südtirol ist es umgekehrt: da hält sich eine Zeitung eine Partei, wird sich daran nichts ändern. Ich habe mich damals gewundert und konnte nicht wirklich einordnen ob die SVPler alle dermaßen neben der Spur sind oder sie die Aussage gar nicht gerafft haben?

      Jedenfalls ist es ein Hohn für alle ehrlichen Arbeiter, dass ein „Typ“ wie Ebner Handelskammerpräsident ist!

    • Andreas

      Sherlock Oberhofer hat vergessen zu erwähnen, dass die Druckerei seines Chefs das Heft dieses komischen Pitarellivereins gedruckt hat, welches an alle Haushalte in BZ verteilt wurde. Pro Benko zu sein um den Auftrag zu erhalten war sicher nicht hinderlich.
      Es gibt viele Gründe warum Medien nicht immer unabhängig bleiben kònnen, vor allem wirtschaftliche, sich mit solchen Stammtischartikel dies gegenseitig vorwerfen ist zwar amùsant für den Leser, um sich ein Feindbild zu bilden, doch nicht sonderlich seriös.

      Ich nehme an, dass Oberhofer in einigem recht hat, der Artikel ist aber recht plump und den letzten Satz hätte er sich sparen können.

      • MarkaP

        Aua. Wer Oberhofer kritisiert, landet auf der Indexliste 🙂 Aber du hast vollkommen Recht Andreas 🙂

      • walter

        Das hat der Senfomat nicht so gerne wenn die Tageszeitung seine Auftraggeber kritisiert!!
        Aber um dir deine 30 Silberlinge zu verdienen mußt du dich schon mehr anstrengen und besser verteidigen, so kann man nicht zufrieden sein!!! 🙂

      • Alex2

        Andreas: sherlock hat eventuell vergessen zu erwähnen, dass Michl Ebner Pitarelli mit Anzeige gedroht hat und das vor dem 24. Juni! Warum? Weil sie in den Emails and die Mitglieder von Zukunft Bozen erwähnt hat, dass einige Daten bezüglich Kubatur/Preis in den Dolomiten nicht korrekt angeheben worden waren.
        Ja, nun kontrollieren die Ebners schon des Volkes Emails!
        Wenn du schon für das Projekt bist, dann sei es mit allem drum und dran!

        • Andreas

          Nur weil ich dafür bin, dass Benko baut, finde ich diese Pitarelli bzw. ihr Verhalten auch nicht besser.

          Sie hat sich vor einen Karren spannen lassen, aus welchen Gründen auch immer, hier über die Gründe zu spekulieren ist sinnlos, und hat so alles falsch gemacht, was man falsch machen kann. Sie wäre eigentlich ein Grund gegen das Projekt zu sein, doch sie ist sowieso Geschichte.
          Würde mich sogar freuen, wenn sie eine Klage verlieren würde.

          Dass Ebner die Mails des Volkes kontrolliert ist eine recht gewagte These, ich nehme wohl eher an, dass er diese von jemanden bekommen hat, unterschätze nicht seinen recht weitreichenden Bekanntschaften.

          • Alex2

            Es tut mir für die Leid, aber es gibt zur Zeit keine Klage!
            Und Anna’s Karriere hat erst jetzt begonnen: viele Parteien möchten sie aufnehmen und sie hat hunderte neue Wähler und Fans dazugewonnen. Ich weiß, für einen Hater wie dich ist das schwer zu verdauen…..

            • Alex2

              Komm heute zur Gemeinderatssitzung: ich werde dort sein!…..

            • bürger kategorie zwei

              he he, de mocht die gleiche karriere wie die aritoli: heute svp, morgen lega, übermorgen pd …, ein rückgrat wie eine schlange …

    • kellner

      schon deswegen kõnnte ich nie gegen dieses projekt sein. bin weder kommunist noch faschist und schon gar kein grüner oder ebner fan.

      • Stefan77

        Dito!! Besser könnte ich es auch nicht formulieren.

      • Gebi Mai

        Benkos Aufsichtsrat, Gusenbauer hat zu kommunistischen Zeiten in Moskau den Boden geküsst und sitzt heute unter anderem in Aufsichtsräten von Benko, Strabag, in Privatstiftungen des Herrn Haselsteiner, hat zumindest in Projekten der Hypo Alpe Adria mitgewirkt u.v.m.
        Sie dürfen demnach Kommunist sein, dann haben Sie die besten Chancen zum Kapitalisten aufzusteigen.

    • Hubert

      Eine Frage an die nimmersatten Menschen: kann man Geld essen?

    • Helga

      Bozen hat nur drei Möglichkeiten, das Benko Projekt, sich Ebner & Oberrauch ausliefern, oder Stillstand auf Jahre hinaus. Am wenigsten versteht man das extremistische bzw.egoistische Verhalten zahlreicher Gemeinderäte, rein aus persönlich-politischem Kalkül zu handeln. Es geht ihnen wohl mehr um Sesselkleberei, als um die Zukunft ihrer Stadt. Leider muss man dies, nach seinem zig-zag Kurs, auch Bürgermeister Gigi Spagnolli vorwerfen. Wer gestern früh das Morgenmagazin auf Radio Südtirol, mit dem Innsbrucker Urbanistik-Stadtrat hören konnte, der übrigens den Tiroler Grünen angehört, konnte sich, nach dessen neutraler Schilderung, ein objektives Bild machen, welch Segen das längst laufende Benko Projekt, für die Innsbrucker Altstadt ist. Da scheinen sich in Innsbruck alle einig zu sein, dass Konkurrenz das Geschäft nur zum Positiven belebt hat. Man sollte doch auch mal in Südtirol etwas Neues wagen.

      Helga Sparber

      • Inge

        Benko bewegt seine Renditen auf Kosten anderer in diesem Falle sehr auf Kosten und zu Lasten der öffentlichen Hand.

        • bürger kategorie zwei

          und die anderen machen es für die caritas oder? sind dir lieber die drogenhändler und das gesindel im bahnhofpark?

          • Inge

            Stützt und repräsentiert Benko ein System das Menschen ausbeutet?
            Benko garantiert nicht, dass es weniger Drogenhändler und weniger arme Menschen geben wird. Sein System schafft mehr und größeres soziales Gefälle in der Gesellschaft.
            Die sozialen Probleme in Innsbruck sind in den letzten Jahren größer geworden und nicht geringer.

            • Andreas

              Schätzchen, was schreibst Du da für eine Unsinn.

              Bei Misswahlen ist es üblich, dass ihr wichtigstes Anliegen der Weltfrieden ist, doch Benko jetzt für diesen verantwortlich zu machen finde ich doch etwas überzogen.

            • George

              Andreas, Schätzenaufmacher, warum schreiben Sie so dumm.

            • George

              Korrigiere: Andreas, Schätzchenaufmacher, warum schreiben Sie so dumm über andere?

            • barfusler

              Geh kim Anderle, sei lai fein brav

            • Franz Xaver

              Wegen dem Kaufhaus Tyrol?
              Wohl nicht, das schluck wenigstens ein paar Massen. Innsbruck boomt, nicht nur wegen der Südtiroler. Chinesen ohne Ende, Altstadt vollkommen voll und die Geschäfte auch. War am Sonntag dort, die ganze Altstadt war voll. Wer hier den Untergang der Welt prophezeit hat wohl nicht den Aufschwung bemerkt. Und auch hier in Südtirol sind die sozialen Probleme größer geworden, und da gibs noch kein Kaufhaus. Die in den Lauben müssen sich halt auch anpassen. In alte Ramschläden geht keiner rein wo es rausmüffelt und das was sie verkaufen gibt es neu und online günstig. Irgendwann ist die Zeit halt da, entweder die jungen übernehmen oder die alten vergreisen und erinnern sich an die guten alten Zeiten zurück.

      • achso

        Deine Möglichkeit 2 und 3 sind in Wahrheit ein und die selbe Möglichkeit.

    • lukas

      Ein machtbesessenes Pack, das ihr Monopol nicht aus der Hand geben will: Schlimmer als Faschisten diese Ebner Medien.

    • BatMan

      Wer bitteschön kämpft für’s Volk?
      Weder Ebner, weder Benko, weder ein Politiker!

    • Veritas

      Sehr viel Aggression und Verbissenheit in dem Artikel. Meine Meinung bleibt erst recht, je mehr Manipulation versucht wird, umso offensichtlicher wie falsch das Projekt ist.

      • Stefan77

        Wer manipuliert mehr? Die Koalition die für den Stillstand steht wie die Ebners mit der geballten Macht der Alpen-Prawda, Oberrauch mit den anderen Laubenkönigen (Pfeffersäcke), die Grünen die prinzipiell gegen alles sind, Benedikter dem Wendehals? Oder die Benko-Befürworter? Was ist die Alternative zum Benko-Projekt? Ein vergammeltes Stadtviertel, ein vergammelter Bahnhofspark und weiterhin Stillstand.

        • HORST

          Wieso wird ein banales Kaufhaus immer als fortschrittlich angesehen?

          • achso

            Weil es nicht nur ein banales Kaufhaus ist, sondern ein Komplex mit Bürogebäuden, Park, Untertunnelung, usw. usf….

          • Inge

            Eine gute Frage. Weil es ein banales, altes Denken verkörpert.

            • THEMA

              Ein Investor setzt nicht 350 Millione in den Sand. Der versteht das sicher besser als Sie, sonst hätte er nicht soviel Geld.

            • Wahl - intern

              Die letzte Finanzkrise schon vergessen? Da haben Investoren 1.000-ende Milliarden in den Sand gesetzt.
              Viele Investoren mussten mit Steuermilliarden, Geldern der Bürger, vor Insolvenz und Konkurs gerettet werden.

              Die Renditen der kolportierten 350 Mio. (denn sicher ist das nicht) sollten dann zu einem angemessenen Teil in die Stadtkasse fließen und nicht in die privaten Westentaschen von Steuervermeidern und „Steuerflüchtlingen“.

      • achso

        Bei mir ist das Gegenteil der Fall. Je mehr die Dolomiten manipuliert, desto mehr bin ich für das Projekt. Einst war ich mal sehr skeptisch…

        • Inge

          Schlussendlich einigen sich die zwei Geschäftspartner Benko und Ebner und das Ziel die öffentlichen Flächen verbauen zu können wurde mit wenigen und billigen, inszenierten Theaterdonner erreicht.
          Als die Geprellten bleiben die Bürger übrig.

    • Heinz

      Benedikter wartet auf die 10 Millionen jährlich Gewinn der Sel-Ae, um damit in fünf Jahren mit 50 Millionen ein Großprojekt der Gemeinde angehen zu können. Es geht eben auch langsam, schön wie er redet, würgt einem das Gegessene im Hals ab. So im Gemeinderat gestern.

    • sepp

      ist ein solcher Handelskammer Präsident überhaupt tragbar der verhindert das in Südtirol investiert wird und eines frage ich mich passiert bei der Bozner Stadt Regierung sonst überhaupt was aus das benko projekt zu verhindern

    • Bravo Benko!

      Artikel trifft den Nagel auf den Kopf! Ebner werden wie bei der Brennercom auch hier auf die Schnauze fallen denn der Gemeinderat wird das Benko-Projekt heute noch genehmigen!

    • BatMan

      Benko baut?
      Hoffentlich wird sein schöner Anzug dabei nicht schmutzig!

    • Karl V.

      Herr Oberhofer genau so ist es , sie haben vollkommen Recht !

    • Inge

      Wenn öffentliches Gut verscherbelt wird, um hohe Renditen privater „Geldhaie“ bedienen zu können, dann läuft aber sehr wohl was in der Gemeinde Bozen schief.
      Dann können die „Geldhaie“ heißen wie sie wollen.
      Im Grunde können und müssen die Gemeinderäte und Menschen Bozens, gegen diese „imperialen“, privaten Projekte sein.

      • Veritas

        Wäre es gut für Stadt und Leute, bräuchte es keine Tricksen, auf diesem Boden der geheimen Abmachungen kann nichts fruchtbringendes gedeihen, es ist ein Sumpf, der alles verschlingt.

    • achso

      Dann muss die Gemeinde eben selber bauen….
      Ach…? Die Gemeinde hat gar keine 350 Millionen?

      • Inge

        Wer sich bei Brennercom gegen bestimmte Einflusssphären stellt, müsste sich gegen Benko erst recht dagegen stemmen. Aber Augenmaß ist längst untergraben worden.

      • Erwin

        Wer garantiert, dass dieser Herr wirklich 350 Millionen investiert? Niemand! Na, also da beginnt das „Lügen Gebälk“ weiter zu knirschen.
        Es scheint, dass vor der Abstimmung die Zahlen ohne Garantien verdreifacht oder verdoppelt wurden.

    • Nappi

      Wir Südtiroler sind wenig kritisch und lassen uns leicht lenken vom Ebnerclan
      Protestieren schon das können wir , wissen aber nicht weshalb wir protestieren
      vielleicht aus Neid und Gier, nur weil einer mit seinem Geld in Bozen in einem Projekt investiert.
      Trient , Vicenza, Verona die warten ja nur so auf einen BENKO.
      Benko ist nicht nur für Unternehmer auch für Arbeitnehmer eine Zukunft.
      Oder wollen wir etwa 10 ha Obstwiesen für Pink Lady (Monsantoäpfel) daraus machen.
      Mander s’isch Zeit….aufwochn !!!!!!

    • Südtiroler

      Ist eigentlich Bandenbildung und Erpressung nicht strafbar bei uns?

    • barfusler

      Bravo Tageszeitung,
      haargenau so ist es. ..

      oder auch nicht???

      …da aber bald nichts mehr zusammen stimmt versteht jetzt zumindest jeder dass es mindestens ein Bär sein muss der uns da aufgebunden wird.
      Nur wessen Bär ist das jetzt?

    • BatMan

      Der Herr Oberhofer schreibt, was wir vom Alt-LH erklärt (!) bekommen haben:

      Dass der Athesia-Konzern gegen das Benko-Projekt Stimmung macht, entbehrt jeder Logik. In Krisenzeiten einem Investor, der 350 Millionen Euro in die lokalen Kreisläufe pumpen will, die Tür ins Gesicht zu knallen, ist nicht nachvollziehbar.

      Das hat auch Alt-LH Luis Durnwalder im TAGESZEITUNG-Interview erklärt. Ausgerechnet Michl Ebner, der so vehement für den Bozner Flughafen, für die Erreichbarkeit Südtirols kämpft, der als Handelskammer-Präsident die Nöte und Sorgen der Südtiroler (Bau-)Wirtschaft bestens kennt, will den Mann, der 350 Millionen im Gepäck hat, aus dem Land jagen.

      Was aber der Alt-LH, mit seiner einseitigen Sicht, vergessen hat zu erklären ist, die Bevölkerung über die Geldwirtschaft aufzuklären:

       
      „99 Prozent der Menschen sehen das Geldproblem nicht. Die Wissenschaft sieht es nicht, die Ökonomie sieht es nicht, sie erklärt es sogar als „nicht existent“. Solange wir aber die Geldwirtschaft nicht als Problem erkennen, ist keine wirkliche ökologische Wende möglich.“
      Hans Christoph Binswanger (*1929), schweiz. Wirtschaftswissenschaftler, Prof. an der Univeristät St. Gallen
       
      „Eigentlich ist es ganz gut, daß die Menschen der Nation unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, würden wir eine Revolution vor morgen früh haben. glaube ich.(It is well enough that people of the nation do not understand our banking and monetary system, for if they did, I believe there would be a revolution before tomorrow morning.)“
      Henry Ford (*1862, †1947), US-amerikan. Großunternehmer (um 1920)

      Vielleicht sollte sich auch Herr Lanz ein paar Gedanken über die Geldwirtschaft machen und wie das verdiente Geld des Handwerkers, auf Umwegen wieder bei den Reichen wie Benko landet.

    • Andreas

      Warum manche wegen eines Kaufhaus eine Weltverschwörung vermuten und den Untergang des Abendlandes prophezeihen ist mir ein Rätsel.

      Eine Investorengruppe möchte mit ihrem eigenen Geld bauen, versucht natürlich mit allen Tricks so günstig wie möglich an die Liegenschaften zu kommen, was legitim ist, und präsentiert der Stadt ein geniales Projekt um den von der Stadt vernachlässigten Virgl wieder zu beleben.
      Wobei ich nicht verstanden habe ob Signa den Bau der Seilbahn auch zahlen würde.

      Derzeit gibt es in Südtirol wenige, welche ein Geschäft in dieser Größenordnung stemmen könnten bzw. auch gewillt dazu wären.
      Podini ist in der Industriezone beschäftigt, Tosolini ebenfals, Athesia alleine macht es nicht und bei dem Zusammenschluß der Kaufleute habe ich Zweifel ob sie die Summen aufbringen könnten und ob diese Zweckgemeinschaft auf Dauer funktioniert.

      Das Bahnhofsviertel incl. Virgl sind so in etwa die miesesten Orte in Südtirol. Eigentlich müsste man jeden der dort etwas ändern will mit offenen Armen empfangen.

      Aspiag plant nebenbei ein noch größeres Kaufhaus als Benko und es sind eher die Kaufhäuser in der Peripherie, welche den kleinen Geschäften in der Umgebung das Wasser abgraben, als die Stadtkaufhäuser.
      Glaub kaum, dass ein Frangarter in die Stadt fährt und Parkplatz zahlt um bei Benko einzukaufen, sondern eher bei der Meboausfahrt bei Aspiag einkauft.

      • Die Sendung mit der Maus

        @Andreas
        Es baut ein Konzern mit dem Geld eines Konzerns für Konzerne.
        Verstanden? Währenddessen, kann der einheimische Kleinunternehmer, kann schon mal anfangen langsam zusammenzupacken. Vielleicht kriegt er ja einen neuen Job als Handyverkäufer im neuen Kaufhaus. 🙂 Lustig gell!

        • Andreas

          Benko will etwas über 20.000 qm, Podini hat die 20.000 qm, Tosolini weiß ich nicht wieviel Verkaufsfläche er hat und Aspiag möchte, und ich nehme an wird, ca. 30.000 qm in Bozen Süd bauen.

          Das 3xige wiederholen von Konzern ändert nichts an der Tatsache, dass da auch andere am Rad mitdrehen und Benko nicht der allein Schuldige für den Niedergang der Kleinunternehmer ist.
          Diese Problematik hat aber schon viel früher angefangen, warum z.B. Podini in dieser Zone einen solchen Komplex hinstellen konnte, bleibt für mich ein Rätsel.

    • Anton

      Mich würde interessieren woher die vielen Millionen kommen und wie viele Menschen, wie lange dafür schuften mussten. Sind Benkos Investments wirklich nachhaltig für die Bozner?

      • Josef

        meinst Du mit nachhaltig, dauerhaft?
        Solange er eine Rendite erwirtschaften kann, ja, sonst wird es wohl von den Banken verwertet werden. Dann wird es jemand anderes haben und investieren können, genauso wie bei anderen Investitionen. Es gibt keine Garantie, nirgends, dies gilt für jede Geldanlage.

      • nix phil

        Das interessiert viele u.a. die Finanzbehörden. Investitionen von „Heuschrecken“ haben mit nachhaltig wenig gemein.

    • Wahl - intern

      Dass Ebner, Benko, und andere gemeinsame Sache machen hat niemand angedacht? Die Öffentlichkeit und der Gemeinderat wird exemplarisch ausgetrickst und vorgeführt.

    • andy

      als ich heute beim Frühstück die Dolomiten gelesen habe, fragte ich mich schon, was diese ganze Polemik um das Kaufhausprojekt soll. Es kommt mir schon beinahe vor wie Mediaset mit Berlusconi, eine Beweihräucherung der Leser – ich bin schon beim überlegen, ob ich mein ABO nicht abbestellen soll, das ist ja keine seriöse Berichterstattung mehr

    • sepp

      stimmt r Gemeinderat heute für das projekt benko dann war der herr spgniolli bürgermeister

    • George

      Ihr lasst euch alle von Geld und Kaufrausch blenden, fast alle!. Und dies sind die meisten, ohne das nötige Geld dort zum Einkaufen zu haben.

    • tja

      Was ist besser?
      SVP
      Sel
      Benko und Anna
      Athesia


      auf jeden Fall werden gute Jobs unter sich aufgeteilt,
      (wie sich es war bei WOBI, Caritas Denkmalamt …neues Museum bei der Uni)
      ohne Wettbewerb … ohne richtige Wahlen
      einfach still und leise …
      auf einmal …ist eben so …
      die zahlenden Bürger wird dann noch als verblödet dargestellt …

    • andy

      habe vorhin vergessen der Tageszeitung ein Kompliment für diesen Artikel zu machen – ihr habt zu 100% Recht –
      vielleicht hätten die Ebner’s gern, dass Benko in die von ihnen erworbene marode Schnalser Gletscherbahn investieren sollte oder ein Kaufhaus in Schnals?? vielleicht würden dann ein paar Hanseln mehr in dieses verschlafene Tal kommen

    • Rasputin

      Der Benko muss wahrlich ein Heiliger sei, von ihm werden wahre Wunder erwartet.

    • Waltraud

      So ist es und nur wenige trauen sich offen zuzugeben, dass das Benko Projekt eine großartige Aufwertung für Bozen und ganz Südtirol sein würde, sondern sich hinter denen verstecken, die schon lange die Bosse von Südtirol sind, sprich Ebners und Co.
      Was mir unverständlich ist, als längjähriges LVH-Mitlied/Funktionär, dass auch unser und von mir geschätzter Präsident, in das selbe Horn bläst und sich nicht wagt hinter den Vorhang zu schauen und zur „Sache“ und zur Wirtschaft zu stehen, sondern zu denen, die nur für sich selber manipulieren.
      Denn so wie die Ebners ihr Tagblatt Dolomiten in den letzten Tagen täglich gegen Benko nutzen/benutzen, finde ich reine Manipulation und Primitiv!! Da muss man nicht viel im Kopf haben, um zu verstehen wie groß Ihre Angst vor Benko ist, dass sie dann nicht mehr einzigen Schön-oder Schlechtwettermacher von Südtirol sein könnten.

      • Pro und Contra

        Laut ihren Angaben gibt es angeblich Manipulationen gegen Benko. Gibt es Manipulationen oder Anzeichen solcher Manipulationen für Benko?

        • Wahl - intern

          Laut eines gewissen „Andreas“, sind bei solchen Geschäften „Manipulationen“ ganz normal.

          • Andreas

            Wenn Du mich zitieren willst, mache es wenigstens richtig.

            „Habt Ihr eigentlich wirklich keine Ahnung welche “Aufwendungen” manchmal für ein Geschäft notwendig sind oder möchtet Ihr Euch als Moralapostel profilieren?“

            Aber es sei Dir verziehen, Du hast ja gar nicht verstanden was ich geschrieben habe.

    • sigi

      War die letzten Jahre ziemlich grün, schätzte besonders Frau Foppa und Herrn Heiss, aber wenn die jetzt gemeinsame Sache mit den frommen Brüdern machen …ich glaub es nicht, dann bin ich enttäuscht, wo bleibt da die Weitsichtigkeit.
      Lieber wäre mir, Bozen wird verschönert, die Wirtschaft belebt, Benko verdient gut und lässt Südtiroler Firmen und Arbeiter (hoffentlich) mit verdienen und Südtiroler Konsumenten mit profitieren, als dass die Macht und Gier der frommen Brüder noch mehr gestärkt wird und die Laubenkönige in Bozen weiterhin fast alleine absahnen. Man kann den Verlauf der Zeit nicht aufhalten und so eine Chance kommt sicher in den nächsten 20-30 Jahren nicht mehr. Es werden sicher nicht weniger Arbeitsplätze. Und wenn noch 1-2 Einkaufszentren dazukommen, Konkurrenz belebt das Geschäft.
      Und wenn dann die halben Einkaufszentren leer stehen, haben Südtiroler Firmen und Arbeitnehmer trotzdem schon profitiert (ausgeführte Arbeiten, günstigere Preise, niedere Geschäftsmieten) und diese Bauherren werden eventuelle kleiner Gewinne oder Verluste ertragen.

    • Garuda

      Herr Oberhofer!

      Sie brechen eine Lanze für das Kaufhaus, warum auch immer, aber es scheint hoffentlich nicht nur aus Gründen der Anti-Athesia-Linie (was durchaus auch vollkommen richtig ist), sondern auch unter dem Aspekt der wirtschaftlichen Investitionen in Südtirol, denn dies wird immer verschwiegen.

      Genau aus diesen Gründen finde ich die politischen Intrigen mehrerer Parteien in Südtirol mehr als bedenklich, z.B. die Grünen. Und jetzt werden viele wieder rufen, ich sei stets und nur gegen die Grünen, aber den rechten Mief lasse ich schon deshalb weg, weil diese ohnehin gegen vieles Gutes sind etc.

      Dass sich die Grünen, die SVP und Spagnollis Liste in ein Boot mit Athesia und den Laubenkönigen setzen, das ist eigentlich allerhand und sollte zu denken geben.

      Die EU legt milliardenschwere Programme zur Ankurbelung der Wirtschaft auf, und Südtirol kann es sich anscheinend einfach leisten ein 350 Mio. Investitionsprogramm aus politischen Gründen des Geplänkels oder privaten Interessen eines Konzerns oder Einzelpersonen auszuschlagen, wobei eigentlich ganz Südtirol davon profitieren würde (ohne die Umwelt zu belasten usw.).

      Da macht sich Südtirol auf europaweiter Ebene nur mehr lächerlich, denn die Signa-Gruppe agiert bekanntlich europaweit. Und hier den Vorwurf der rechtskräftigen Verurteilung Benkos als Grund für die Ablehnung anzuführen, ist einfach nur bigott, denn haben die italienischen SüdtirolerInnen nicht seit Jahrzehnten rechts gewählt, wo sie doch einen MP unterstützt haben, der x Prozesse und auch öfters verurteilt worden ist? Hat nicht die SVP mit FI oder PdL paktiert und auch ein Medienhaus offen für diese Parteilinie geworben?

      Ich schließe mich den vielen UserInnen hier an, die ganz deutlich zum Ausdruck bringen, dass Herr Ebner als Handelskammerpräsident längst untragbar geworden ist, denn als solcher steht er eindeutig und nachweislich in einem Interessenskonflikt und kann in diesem Zusammenhang nie und nimmer objektiv oder innovativ im Sinne der Institution entscheiden.

      Meines Erachtens müsste sofort und unmittelbar die Abberufung Herrn Ebners stattfinden, denn das werden immer mehr untragbare Zustände in Südtirol, wo doch die EU deutlich und unmissverständlich für die Liberalisierung des Marktes eintritt und meines Erachtens hier genau die Liberalität des Handels beeinträchtigt wird.

      Sollte Benko bei Ablehnung wirklich klagen, dann möchte ich sehen, wie weit die Stadt Bozen in einem nachteiligen Urteil zahlungsfähig bleibt.

    • Greta

      Guat gschriebm. Olm schneidig, dr Oberhofer!

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