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    „Betteln ist Menschenrecht“

    Die Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente kritisieren die Bettelverbote in den Südtiroler Gemeinden. Jemanden um Almosen zu bitten, sei ein Menschenrecht.

    „Jemanden um Almosen zu bitten, ist ein Menschenrecht. Nur weil die Bettler nicht in unser Stadtbild passen, dürfen wir sie nicht unmenschlich behandeln und ihnen das Betteln verbieten. Die die Armen gilt es zu bekämpfen, sondern die Armut“, erklären die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente.

    Franz Kripp

    Franz Kripp

    Damit reagieren sie auf das Bettelverbot, das in mehreren Gemeinden angedacht und zum Teil auch schon erlassen wurde.

    Als„ besonders menschenverachtend“ wird in diesem Zusammenhang die Verordnung der Marktgemeinde St. Lorenzen erachtet.

    Darin ist wörtlich von „abstoßendem und unverschämtem Verhalten“ bettelnder Menschen die Rede, die gerade für Ortschaften mit viel Tourismus ein „Bild der Verwahrlosung“ bieten würden. „Vor der Armut kann man niemals die Augen verschließen oder sie aus unserem Blickfeld verdrängen. Es gibt kein Recht auf ein gepflegtes und armutsfreies Ortsbild, wohl aber ein Recht eines bedürftigen Menschen, andere Menschen um Almosen zu bitten“, so Kripp und Valente.

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    Kommentare (57)

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    • Flötzinger

      Heute morgen ist in Franzensfeste der Betteltrupp wieder Richtung Pustertal umgestiegen. Einige weitere sind im Zug geblieben, diese werden wohl in Sterzing ihren Job nachgehen.

      • silvii

        Caritas isch jo selber grösste Bettlgruppe,
        mitn Kripp usw.

        • Christian L.

          Habe wirklich nichts gegen stilles Betteln, wir haben aber auch genug soziale Auffangzentren, wo jeder etwas bekommt. Habe aber etwas gegen die Politik und gegen die Gutmenschen, die diese Form des „mafiösen“ Betteln noch verteidigen und für in Ordnung befinden… Fahrt mal nach London und schaut ob ihr dort irgend einen Bettler seht….

      • saustall_kritiker

        Das Bettelverbot, das von der Gemeindeverwaltung St.Lorenzen erlassen wurde, ist echt, schon allein in der Formulierung menschenverachtend. Kein Pluspunkt für den dortigen immer großtuerischen Bürgermeister und seine Referenten. Man sollte nicht vergessen, dass auch die Südtiroler vor gar nicht so vielen Jahren aufs Betteln angeweisen waren (Option, Schwabenkinder, usw.). Dass der Großteil der SVP-Politiker solch menschenverachtende, auf rein egoistischen Vorteilen basierende Einstellungen hat, ist für mich nicht verwunderlich. Das sind die meisten entweder Abzocker oder Handaufheber. Aber der Skandal: In St.Lorenzen regiert die Bürgerliste mit, deren Vorsitzender Lois Pallua ist in der Gemeinderegierung. Ich möchte jetzt wirklich wissen: Lois wie hast du da gestimmt? Ich hoffe dagegen und nicht bequemerweise dich nur der Stimme enthalten! Oder hast du gar für das Bettelverbot bei der Abstimmung gestimmt?
        Die Konsequenz und Qualität einer Persönlichkeit messe ich immer nur an Einzelfällen, und deshalb will ich das auch hier wissen…. In Sonntagsreden groß schwafeln kann jeder….

    • martin

      Und wenn sich die Bettler aufdrängen, alte Menschen nötigen und einen nachäffen? Muss man sich das bieten lassen?

    • Puschtra

      Wenn junge kräftige Männer vor Kaufhäusern betteln, dann stimmt was nicht.
      Sollen sie doch für die Caritas arbeiten, die Kirche besitzt genügend Weingüter und Obstwiesen wo sich diese Typen die Zeit vertreiben können.

      • silvii

        bravo Puschtra ,wos die Caritas sommlt ?????
        des wird Longe nit ausgeteilt ,kolltn in Rahm jo selber .
        des isch Kirche nein danke .wia ba die Kleider
        Brixner brav das es selbermocht .vokafn konn bold
        jede Stodt selber odo ????.

    • 1897

      Orbeiten stott bettlen. Mir hoben nochn Kriag a nicht kop und hoben holt getun wias sich keart und ummerliegen und in die leit auf die nerven gian

    • Michl

      Liebe Caritas-Verantwortliche,

      wenn Sie sagen, „Betteln sei ein Menschenrecht“, so sage ich „In Ruhe in die Stadt gehen zu können, ist auch ein Menschenrecht.“

      Das Problem beim Betteln ist, dass die Bettler a) organisiert sind, b) zu viele sind und c) immer aufdringlicher und unverschämter werden.

      Daher finde ich alle Initiativen der Gemeinden voll in Ordnung. Dem organisierten und aufdringlichen Betteln muss ein Riegel vorgeschoben werden!

    • Klaus

      Martin und Puschtra ganz euerer Meinung. Diese Burschen könnten die Weingüter der Kirche bearbeiten für Kost und Unterkunft und die Frauen die alten Pater pflegen, die sonst in die Altenheime auf Kosten der Allgemeinheit abgeschoben werden…. Möglichkeit gibt’s viele. Gestern hat mich in der Bar ein Bettler angesprochen…. Ho fame…. Da er so aufdringlich war und ich meine Ruhe wollte, habe ich gesagt, er sollte sich ein belegtes Brot und ein Glas Wasser bestellen, ich bezahle es. Wolle er nicht, er wollte Euros. Was soll ich dazu sagen. Nur so viel ……so groß muss der Hunger nicht gewesen sein:-(((((

    • Alex

      Kürzlich gesehen in Bruneck: 2 Bettlerinnen an verschiedenen Stellen in der Stadtgasse und ein Typ, der zwischen den beiden auf- und abgeht und schaut, was seine Mädels machen. Das ist eine kriminelle Bande. Aber dass die caritas auch ein Herz für Kriminelle hat, weiß man ja schon, seit sie einen Vergewaltiger finanziell unterstützt hat:

      http://www.tageszeitung.it/2013/11/27/fragwuerdige-hilfe/

    • Info

      Ols lei bla bla… monn brauch sich weder firs Bettln noch gegens Betteln zu viel sorgn mochen(leider)weil des isch zwor a Bettlverbot ,wos ober sowieso nirgens umgsetzt werdn konn“MIT ERFOLG“ weil noch a Strof wos sie kriagn wert sowieso wiedo fleissig weitergebettel.Nix wert sich ändern.!!

    • Alter Egon

      War gestern in BZ, habe einen Bettler gesehen. Das wars dann auch. Verstehe die ganze Aufregung irgendwie nicht.

    • sogeatsnet

      Habe z.B selber beobachtet, wie einer eine Banane in einen Mülleimer geworfen hat…
      Weitere Beobachtung:
      Ich sitze in der Bar, kommt ein Bettler an den Tisch, ich lege ihm ein paar 10-20-Cent-Münzen hin, er sieht sie sich an und sagt „questi non mi piacciono…“
      Was sagst du dazu?

    • Flötzinger

      Neulich hat einer von diesen Profis oberhalb der Treppe zum Brunecker Eurospar Klause gemacht. Wenn ein Passant drüberstolpert, dann haut’s den Passant die Treppe runter. Offensichtlich ist jetzt Hochsaison, da muss noch mehr cash gemacht werden. Ich helfe gerne, wenn ich kann, aber sich blöd anchmachen lassen und verscheissert werden, das soll nicht sein.

    • schorsch

      Organisierte Bettelei von rumänischen Zigeunern ist kein Menschenrecht. In ihrer ideologischen Blindheit sät die Führung der Caritas – bewußt? – einen gewaltigen Zorn des Volkes. Die Hilfsbereitschaft wird immer dünner, weil man sich betrogen fühlt.

    • bernhart

      An die Caritas Chefs !!!!
      Die Bettlerei in Südtirol ist organisiert und ist der Prostitution gleich zustellen. Ich finde die ganzen Einwanderer bekommen schon Unterstützung genug. ( Flüchtlinge bekommen 240 Euro Taschengeld) und das müsste ausreichen. ich arbeitender Südtiroler kann mir 240 Euro Taschengeld nicht nehmen, denn es reich sowieso kaum zum leben.Alle Bürgemeister ,welche ein Bettlverbot erlassen sollte auf diesen Weg gedankt sein.
      Caritas bevor ihr betteln salonfähig machten wollt , lernt diese leute das arbeiten.

    • Mann

      Betteln ist ein Menschrecht? Ok, dann gehen wir ab jetzt alle betteln. Wollen wir einmal sehen, wohin das führt

    • ......

      arbeiten, um sich und seine Familie würdevoll leben lassen zu können, ist ein Menschenrecht. Ein würdiges Dach über den Kopf, ist per Gesetzt ein Menschenrecht. Wahrheitsgetreue Presseinformation, ist ein Menschenrecht. NAHRUNG UND Körpepflege, ist ein Menschenrecht. FREIE Meinungsäußerung, ist ein Menschenrecht. Freie politische Entscheidungen mitbestimmen, ist ein Menschenrecht. Betteln?????? Ist kein Menschenrecht, denn jeder Mensch hat das Recht per Gesetzt genug Essen zu bekommen. So sieht’s aus. Schon komisch, dass man in der Schule den Kindern nie die Menschenrechte beibringt, weder die Rechte laut der Verfassung. Werden diese seitens der öffentlichen Hand nicht eingehalten, ist das Strafbar!!! Sehr sogar. Knast.

      • ......

        Die caritas ist die zweite, erste ist die Provinz, die bei den Einheimischen die onu Menschenrechte nicht einhalten. Weder diese, noch die Verfassung des Staates. Warum auch…..viele haben nicht genug zu essen, noch ein Fach über den Kopf, tausende. Man sieht sie nur nicht. Das Südtiroler Volk hat nicht viel Verständniss für Einheimische Arme

    • pfui

      CARITAS
      Sie machen solche aussagen, fördern den Betrug durch Banden
      Sie kassiern sich die Hälfte der Spenden ein, anstatt weiterzugeben durch den Spender an die jeweiligen ausgewählten Hilfsbedürftigen, obwohl die Provinz und die Kirche mitzahlt
      und werden als Landesangestellten (Vorteile, die ein Privatarbeitnehmer nicht hat)
      von uns Steuerzahlern bezahlt wird
      Es ist ein alter Wirtschaftszweig neben Menschenhandel und Freudenhaus, auch mit traurigen Geschichten, angeblichen Schicksalschlägen und
      „WennDuNichtMachstDann-passiertUnheil“ Erpressungen (Sagen) Geld zu machen
      Pfui teifel

    • PROF:

      Habe früher für die Caritas gespendet.Jetzt nicht mehr als ich erfahren habe, daß
      mindesten die Hälfte der Spenden für Verwaltung und Gehälter ausgegeben wird.
      Es wäre schon interessant zu erfahren wieviel die Spitzenangestellten verdienen.

      • tja

        % und sind alles Landesangestellte !
        und als schein-heilig trägt die Kirche mit …
        ca.Teile oder die Hälfte der Spenden gib’s als Zuckerle oben drauf …
        macht jemand eine Banküberweisung als Überweisungsgrund für „XY-Schicksal“
        geht nicht alles an den angebenen Zielort …

    • ......

      Googelt mal „die 30. Punkte der Menschenrechte/ Grundrechte“. Jeder Politiker muss beim Eintritt den Schwur ablegen, diese rigoros einzuhalten. Da fallen einigen sicher die Schuppen vor Augen, wie kriminell einige, gleich vorne Kompatscher, rechtlich unterwegs sind. Hahahaha. Was Kripp verdient? 18.000 im Monat. 4000 mehr als Schweigkofler.

    • MT

      Man muss ja nichts geben. Und wenn jemand so blöd ist wie ich, dann gibt man den Bettlern was! Ganz wie jeder will. So sehe ich das.

    • Garuda

      Herr Kripp, wollen Sie auf diesem Wege aufmerksam machen, dass Sie nun als Caritas-Direktor wieder angekommen sind?

      Ich hätte Ihnen tatsächlich mehr Verstand zugetraut, als dass Sie das Betteln nicht in in einer solch dümmlichen Weise als Menschenrecht hinstellen.

      Das Betteln scheint wohl vielmehr ein Kirchen-Recht zu sein, denn ich kenne keine einzige andere Institution auf dieser Welt, die seit so langen Zeiten das Betteln institutionell betreibt wie die katholische Kirche. Außerdem gibt es in keiner anderen Institution auf der Welt als in der katholischen Kirche ganze Bettelorden, denen seit Jahrhunderten das Betteln als oberstes Prinzip zu eigen ist und von der katholischen Kirche bestens anerkannt wurde, weil sie sich dadurch nur weiter bereichern konnte, denn nominell gehört der ganze Besitz der Mendikantenorden bekanntlich dem Papst.

      Wer also so dümmliches Zeug behauptet und selbst in der größten Bettelorganisation befindet und anscheinend enorme Gehälter bezieht, sollte Menschenrecht nicht mit Kirchenrecht verwechseln, denn meines Wissens hat die katholische Kirche bis heute noch keine Menschenrechtserklärung unterzeichnet!

      Und nun zu den BettlerInnen in den Städten: Leute, die ortsansässig sind, haben genügend soziale Landes- und Kirchen-Anlaufstellen, damit sie nicht auf die Straße gehen müssen zu betteln. Der Rest sind meines Erachtens Bettelbanden und arbeitsunwillige Menschen, denn die wirkliche Not zeigt sich meist nicht in unseren Straßen, sondern schlummert verzweifelt und still hinter kalten Mauern.

      • Natürlich

        Da haben wir sie wieder, diese widerliche Kreatur, die unter meinem Benutzernamen Kommentare abgibt, um mich zu diskreditieren.

        Tja: Zu solchen Methoden greift man eben, wenn man mit Argumenten nicht mehr weiterkommt.

        Diese widerliche Kreatur ist nun mal zu feig, unter seinem Namen zu schreiben.

        Schäm dich!

        Zudem ist nun bekannt, dass diese widerliche Kreatur, so wie es in Diktaturen üblich ist, Meinungen verbieten will.

      • Natürlich

        Da haben wir sie wieder, diese widerliche Kreatur, die unter meinem Benutzernamen Kommentare abgibt, um mich zu diskreditieren.

        Tja: Zu solchen Methoden greift man eben, wenn man mit Argumenten nicht mehr weiterkommt.

        Diese widerliche Kreatur ist nun mal zu feig, unter seinem Namen zu schreiben.

        Schäm dich!

        Zudem ist nun bekannt, dass diese widerliche Kreatur, so wie es in Diktaturen üblich ist, Meinungen verbieten will.

    • CH

      Danke für die Info @Natürlich 🙂

    • Franz

      Die 4 Millionen unter der Armutsgrenze lebenden Italiener müssen schauen wie sie bis ans Monatsende kommen bzw. müssen im Auto schlafen müssen sich das Essen aus der Mülltonne holen, während die sogenannten Bettlerbanden + Clandestini gut organisiert sind bzw. auf Staatskosten in eine 4 Sterne Hotel leben mit allem drum und dran , Logie Essen, Kleidung , Arzt TVC- Internetanschluss – Schwimmbad usw.
      Der Staat bezahlt dafür 30 €+2.50 / Tag und Kopf.
      Nebenbei noch ein bisschen betteln und die Kasse stimmt.

      http://www.liberoquotidiano.it/news/italia/11787395/Portofino–Kulm-Hotel–cacciata.html

      • Wahl - intern

        Es sind leider mehr als 4.000.000.

      • Natürlich

        Na Lügen-Franz: Wie viele Personen sind in einem solchen Hotelzimmer untergebracht? Wie sieht die Qualität des Essens wirklich aus? Wieviel Kleidung besitzen die Flüchtlinge? Werden die Flüchtlinge auch wirklich vom Arzt behandelt? Dürfen die Flüchtlinge das Schwimmbad auch benutzen?
        Im folgendem Film wird die Realität gezeigt: http://youmedia.fanpage.it/video/aa/VSRSauSweK60HVE3

        Schon wieder lügt der Lügen-Franz, denn die 2,50 Euro Taschengeld pro Tag sind in den 30 Euro bereits enthalten. Und dann wundert sich der Lügen-Franz auch noch, dass der nach seinen regelmäßigen Lügen als Lügner bezeichnet wird.

    • Vogele

      Wenn man das Betteln professionalisiert, kann man steinreich werden, siehe katholische Kirche.

    • Wahl - intern

      Warum darf Benko in Bozen um öffentliches Gut betteln?

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