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    Der Boykott-Aufruf

    „Rufen Sie Ihr Hotel doch einfach direkt an, anstatt auf einem Portal zu buchen“, sagt der HGV. Er unterstützt damit eine Federalberghi-Kampagne.

    „Rufen Sie Ihr Hotel doch einfach direkt an, anstatt auf einem Portal zu buchen“. Mit dieser Aufforderung reagiert der gesamtstaatliche Verband für Beherbergungsbetriebe „Federalberghi“ auf ein Urteil, das den Gastbetrieben untersagt, auf der Hotel-Website bessere Buchungsbedingungen anzubieten, als jene, welche die Kunden auf den großen Portalen vorfinden.

    Mit dieser nationalen Kampagne unter dem Motto „Seien Sie schlau“ ruft die Federalberghi die Gäste auf, direkt im Hotel anzurufen oder eine E-Mail zu schicken, um sich nach den besten Konditionen zu erkunden. Im Flugblatt, das in italienischer, deutscher, englischer und  französischer Sprache herausgegeben worden ist, erklärt die Federalberghi: „Zwar dürfen wir diese besseren Bedingungen nicht online veröffentlichen, wir können sie Ihnen aber direkt anbieten“.

    Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) unterstützt diese Aktion ebenso, weil sie dazu beitragen soll, sich von den Konditionen der international tätigen Buchungsportale zu lösen.

    „Die Aktion der Federalberghi geht auf das Bestreben der europäischen Hotelverbände zurück, für mehr Transparenz in den großen Buchungsportalen zu sorgen und den Gastwirten die Preishoheit wieder einzuräumen“, weiß HGV-Präsident Manfred Pinzger, der selbst im Ausschuss der Federalberghi präsent ist.

    Der HGV unterstützt die Mitgliedsbetriebe, welche die Online-Buchung ermöglichen wollen, mit einem eigenen Buchungswidget. Parallel dazu wird den Beherbergungsbetrieben mit dem HGV-eigenen Buchungsportal „Booking Südtirol“ eine zusätzliche Möglichkeit geboten, ihr Bettenangebot zu günstigen Konditionen online zu vermarkten. Momentan sind über Booking Südtirol die Betten von rund 1.700 Beherbergungsbetriebe online buchbar, so der HGV.

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    Kommentare (19)

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    • georg möderli

      komisch, denn immerhin sind es die Hotels die Vereinbarungen mit den betreibern dieser portale abschliessen…
      vielleicht sollen die Hotel vorher überlegen, anstatt sich nachher zu beschweren…
      oder kennen die Hotelier ihr metier auch nicht mehr…genau wie die bauer in Südtirol…total verblödet…

    • Cif

      …du scheinst ganz ein schlaues Bübchen zu sein ..möderli…zumindest
      bildest du dir das ein. Das riecht fast schon ein wenig ..möderig….

    • Bernd

      Die Frage ist:
      Warum machen die Gäste den Umweg über Buchungsportale?
      Warum buchen die Gäste (so häufig) lieber bei Buchungsportalen als beim Hotel direkt?

      • Pincopallino

        @ Bernd
        Viele Gäste, glauben Sie kommen bei der Buchung über ein Portal günstiger dahinter, lesen schon gar nicht einmal mehr die Inklusivleistungen durch oder informieren sich auch nicht mehr was günstiger ist.

      • Robert F.

        Die Antwort ist: Auf dem Buchungsportal hat man viele Hotels übersichtlich aufgelistet mit einheitlichen Angaben, so ist es bequem schnell Leistungen und Preise zu vergleichen.
        Einzelne Hotelwebsites zu durchforsten, wo jede anders aufgebaut wird ist zeit- und nervenintensiv.
        Jedenfalls sind die Kommissionen bei z. B. booking dot com u. ä. sehr hoch und vertragsbedingte Klauseln verbieten es dem Hotel auf anderen Buchungsportalen günstigere Tarife anzubieten.

    • georg möderli

      @Andreas und cif…
      der Bernd hat es auch verstanden, nur ihr nicht, gell

    • Cif

      Ich habe schon manches Zimmer vor dem Hotel über ein Buchungsportal gebucht, weil bei direkter Nachfrage das Zimmer teurer angeboten wurde.
      Am besten ist es, auf beiden Seiten die Preise vergleichen und das günstigere Angebot nehmen.
      Warum man aber deswegen Hoteliers als verblödet darstellt, entzieht sich aber immer noch meiner Erkenntnis.

      • Frage?

        Komisch , warum ist mir das Gleiche schon öfters passiert?

        Jedenfalls weiß ich, von einem der größten Buchungsportale, dass sowohl die Bewertungen las auch die Preise stimmen.
        Auch mir ist es passiert, dass ich dann bei der Zahlung an der Rezeption vom Hotel ein direktangebot bekommen habe, nur fand ich das oft sehr unseriös, weil auch die Homepage des Hotels den Preis höher anpreiste als eben das Buchungsportal.

        Bei gut 55 Nächtigungen gehts gar nicht mehr ohne Portal.

        Auf ein gutes Portal ist Verlaß, auf Hoteliers nur mit Einschränkung.

    • Guenther

      Wie lächerlich ist das denn jetzt nun wieder Herr HGV CHEF? Man soll Buchungsportale meiden, da dort der Hotelier Provisionen bezahlen muss, aber selber hat man einige Unternehmen und Buchungsportale am Laufen die genau das selbe tun und anbieten?

      Typisches Süd Tiroler Großkotztum!

      • Südtiroler

        Genau das dacht ich mir auch…. Ist Südtirol Booking kostenlos?? Wenn ja von wem dann bezahlt?

        Kein Hotelier wird gezwungen an den Portalen teilzunehmen, also kann man ja die Preise wieder machen wie jeder will…
        Und ist das die Meinung aller Hoteliere? Ich keine einige die sagen, dort wird mir viel Arbeit abgenommen, und ich erhalte einfach die Buchung…

    • sogeatsnet

      Botte piena e moglie ubriaca…

    • uschi glas

      an alle touristen: meiden sie bookingsüdtirol punkt com
      ist es das, was der Pinzger meint?

    • docholly

      Isch schun foscht peinlich dem seine ewige Plärrerei………

    • nix phil

      Klasses Rindvieh, die Pinzgauer Rasse?

    • drago

      Könnte es sein, dass die Nutzer die Buchungsportale lieber verwenden, weil sie da schneller und einfacher informieren und buchen können und dazu noch Vorteile haben, die bei Direktbuchung oft nicht enthalten sind (z.B. keine Rücktrittskosten bis zum Tag vorher usw.). Wenn man z.B. Übernachtungen für eine Rundreise sucht und bucht, dann ist man mit den Buchungsportalen meist viel schneller und hat mehr Informationen.
      Es scheint, als ob von den Hotelieren hier das gefördert wird, was im Handel verflucht wird: im Handel probiert der Kunde im Geschäft und kauft dann im billigeren Internet, hier soll der Kunde eine Dienstleistung auf Internet in Anspruch nehmen und dann beim Hotelier direkt buchen.
      Anscheinend möchten die Hoteliere den Vorteil der Portale nutzen (Sichtbarkeit), aber für diese Leistung dann nicht mehr bezahlen (Provision für Buchung über Portal).

      • Yannis

        @drago,
        bin ganz Deiner Meinung ! und außerdem wie wollen diese ewig jammernden Hoteliers ihre Überkapazitäten ohne die verhassten Reiseportale an die Kundschaft bringen ? Von mir aus müssen ihre Touristikangebote nicht auf jeden wöchentlichen Aldi, Lidl, Rewe usw. Prospekt presentiert werden !

    • Truegrit

      Einfache Antwort: portale sind meistens billiger als die Direktangebote, aber niemand verbietet einem dies zu kontrollieren.

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