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Die guten Hacker

Fabrizio Maria Maggi (Foto: unibz)

Cybersicherheit: Die Freie Uni Bozen bietet Vorbereitungskurse für italienweiten Wettbewerb für „gute“ Hacker an.

Junge Talente für den Bereich der IT-Sicherheit zu begeistern, um in einem landeweiten Programm die nächste Generation an Cybersicherheitsexpert*innen auszubilden: das ist das Ziel der Initiative CyberChallenge.IT, an der sich die Freie Universität Bozen als Partner beteiligt.

Für die Teilnahme an den kostenlosen Kursen können Interessierte sich noch bis 2. Februar 2023 bewerben.  Zugangsberechtig sind junge Menschen im Alter zwischen 16 und 24 Jahren.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist zu den realen Bedrohungen im wirtschaftlichen, politischen oder militärischen Bereich eine zusätzliche auf virtueller Ebene hinzugekommen: die Cyberangriffe.

Kleine wie große Unternehmen, aber auch Staaten, Institutionen und Organisationen in den unterschiedlichsten Bereichen kommen nicht umhin, ihre IT-Strukturen ständig zu schützen, um nicht Opfer böswilliger Attacken und Erpressungen zu werden – vom kompletten Lahmlegen von IT-Systemen und der damit verbundenen Blockierung von Internetdiensten bis zum Diebstahl von persönlichen Daten oder von Geschäftsgeheimnissen.

Um solchen Übergriffen Einhalt zu gebieten, braucht es Expertinnen und Experten, die das Handwerk mindestens ebenso gut beherrschen wie die Hacker.

Als Antwort darauf wurde die Ausbildungsinitiative CyberChallenge.it ins Leben gerufen, an der sich die ICT-Abteilungen von 43 Universitäten beteiligen, um jene Fachkräfte im Bereich Cybersicherheit auszubilden, die das Land braucht.

Zu diesem Zweck werden über die einzelnen Partner wie unibz Schulungen im Umfang von 72 Stunden zu Themen wie Kryptographie, Netzwerksicherheit, Softwaresicherheit und Websicherheit angeboten, die zwischen Februar und Mai dieses Jahres stattfinden und die Teilnehmer*innen auf die Challenge vorbereiten: einen Wettbewerb, der zunächst Ende Mai auf lokaler Ebene und dann Ende Juni auf nationaler Ebene stattfinden wird.

Wer bei diesen CyberChallenge.IT-Projekts am besten abschneidet, wird in das TeamItaly aufgenommen, das nationale italienische Cyberdefender-Team, das Italien bei internationalen Wettbewerben vertritt und in diesem Jahr an der European Cyber Security Challenge teilnehmen wird, die vom 24. bis 27. Oktober 2023 im norwegischen Hamar stattfinden wird.

Die kostenlose Ausbildung richtet sich nicht an ausgebildete Programmierer*innen. „Vielmehr werden mit dem Wettbewerb Studierende und junge Menschen an Oberschulen angesprochen, die eine Passion für Fächer wie Technik, Ingenieurswissenschaften und Mathematik hegen. Gefragt sind auch Kompetenzen in den Bereichen Logik, Problemlösung und Kommunikation sowie vor allem eine hohe Lernbereitschaft”, unterstreicht Prof. Fabrizio Maria Maggi, Projektverantwortlicher der unibz und Dozent für Cybersecurity an der Fakultät für Informatik.

Der Unterricht findet an Freitag Nachmittagen und Samstagen statt, um auch Oberschülerinnen und Oberschülern eine Teilnahme zu ermöglichen.

Studierende erhalten für eine Teilnahme an den CyberChallenge.IT-Kursen 6 Kreditpunkte (CFU). Schülerinnen und Schüler können wählen, ob sie im Rahmen der Übergreifenden Kompetenzen und Orientierung (ÜKO/PTCO) an der Ausbildung teilnehmen, oder sich 6 Kreditpunkte für ein späteres Studium anrechnen lassen.

Weitere Infos und Anmeldung unter: https://cyberchallenge.it/register oder [email protected] (Prof. Fabrizio Maria Maggi).

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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