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„Den Bach hinunter“

Sven Knoll

Aufgeweichter Proporz: Seitdem Landeshauptmann Kompatscher die Sanität zur Chefsache erklärt hat, geht das Gesundheitswesen den Bach hinunter, kritisiert die STF.„Das Gesundheitswesen wird immer italienischer“, schimpft Sven Knoll.

Die Landesregierung habe den Proporz schon wieder aufgehoben und 100 zusätzliche Stellen für die italienische Sprachgruppe genehmigt, obwohl diese der deutschen Sprachgruppe zustehen würden.

Die Süd-Tiroler Freiheit betrachtet diese Entwicklungen im Gesundheitswesen mit großer Sorge. „Landeshauptmann Kompatscher schadet damit nicht nur der Autonomie, indem er den Proporz untergräbt, sondern gefährdet auch die Gesundheit der Patienten, da sich diese mit den italienischen Ärzten nicht mehr in ihrer deutschen Muttersprache verständigen können. Ist sich Kompatscher eigentlich bewußt, welchen Schaden er hier anrichtet?“, schreibt Sven Knoll in einer Aussendung.

Es sei nicht das erste Mal, dass der Proporz aufgehoben und italienisches Gesundheitspersonal angestellt werde. „Die Landesregierung ist offenbar seit Jahren nicht in der Lage, deutsches Personal zu finden und den Proporz zu erfüllen. Anstatt gezielt Ärzte mit deutschen Sprachkenntnissen anzuwerben, holt Kompatscher einfach immer mehr Italiener ins Land, mit fatalen Folgen für die Autonomie und das Gesundheitswesen“, kritisiert die STF

Dies bedeute, dass das Recht auf Muttersprache immer seltener gewährt werde; Befunde gebees immer öfter nur noch in Italienisch; die interne Kommunikation werde hauptsächlich in Italienisch geführt usw.

„Das alles, obwohl die Mehrheitsbevölkerung in Südtirol mit fast 70 Prozent deutschsprachig ist. Es läuft etwas schief“, giftet Sven Knoll.

Die Süd-Tiroler Freiheit fordert konkrete Maßnahmen, damit Medizinstudenten nach ihrer Ausbildung wieder nach Südtirol zurückkehren. Immerhin seien es 90 Prozent (!), die nach ihrer Ausbildung nicht zurückkehren wollen.

Sven Knoll weiter_:

„Viele fertig ausgebildeten Ärzte würden gerne nach Südtirol zurückkehren, andernorts ist die Bezahlung aber oftmals besser und die ,ausländischen‘ Kliniken werben die Jungärzte sogar mit Wohnungen und Kinderbetreuungsplätzen an. Auch das Problem der fehlenden automatischen Anerkennung der Studientitel wird von der Landesregierung seit Jahren verschleppt und führt dazu, dass viele Süd-Tiroler nach ihrem Studium nicht mehr zurückkehren.“

Als Südtiroler Landeshauptmann und Sanitätslandesrat hätte sich Kompatscher darum zu kümmern, dass die Autonomie eingehalten wird, Südtiroler Jungärzte zurückkommen können und der deutschsprachigen Mehrheitsbevölkerung das Recht auf Gebrauch der deutschen Sprache in allen Krankenhäusern lückenlos gewährt wird, so die STF. „Seitdem Landeshauptmann Kompatscher die Sanität jedoch zur Chefsache erklärt hat, geht das Gesundheitswesen den Bach hinunter.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (23)

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  • robby

    Offensichtlich macht Kompatscher alles richtig wenn man seine Wählerstimmen ansieht. Die Südtiroler wollen richtige Italiener werden.

  • paul1

    Zählt bei den Ärzten die Sprache oder die Qualifikation?? Ich finde es sowieso bescheuert, dass ich als Alsolvent einer Schule mit einer positiven Note auch in Italienisch, hinterher nochmals die Zweisprachigkeitsprüfung ablegen muss um eine öffentliche Stelle bekommen zu können!!!

  • neutral

    Der Knoll würde sicherlich 100 deutschsprachige Ärtze organisieren…
    träum weiter Sven

  • meintag

    Die politische Mutter von Knoll hat das Patentino A, wie siehts bei Ihm aus?

  • enfo

    Knoll, halt einfach deinen dummen Mund. Du kannst dir ja eine Privatversicherung leisten und weißt nicht was es bedeutet ein halbes Jahr auf eine Untersuchung warten zu müssen. Wenn jemand krank ist. Man könnte inzwischen sterben, du Esel. Da ist es einem egal ob der Arzt deutsch, italienisch oder urdu spricht.
    Sie lasten dem Landeshauptmann die Sanitätspolitik von Wiedmann an, das ist billig.
    Sein Sie einfach endlich still. Basteln Sie eine Fahne und schreiben sie irgendweliche Parolen hinauf, aber Finger weg von Lebenswichtigen Institutionen. Hier Ideologie hineinzubringen ist unterste Stufe

  • exodus

    Wenn diesem Typen Italien so auf den Keks geht, soll er schnell verschwinden und zwar dahin wo der Pfeffer wächst!! Aber anscheinend findet er sonst nirgendwo so gute Bezahlung für gar nichts wie in Italien, Südtirol ist nun mal ITALIEN!!….

    • rumer

      @exodus
      Südtirol ist NICHT Italien. Und unsere alten Leute können nun mal nicht (mehr) gut Italienisch, da sie z. B. während der Kriegszeit wenig Schule hatten.
      Kompatscher soll die Sanität der Nordtiroler Landesregierung unterstellen, dann käme sie vom afrikanischem Niveau wieder auf ein europäisches.

      • enfo

        — was wäre das dann, wenn die Sanität der Norditioler Landesregierung unterstellt würde? Gibts dann nur mehr deutschsprachige Ärzte? Oder ist es egal ob ein Arzt italienisch kann?
        Sollen die Italienier die in Südtirol leben dann so schnell wie möglich Deutsch lernen? Wird schwierig, denn nach dir ist das ja nicht möglich bei älteren Menschen.
        Es mangelt an Ärzten und das hat viel mit Lohn und vor allem mit Perspektive zu tun. Bozen ist nicht Innsbruck und mit Sicherheit nicht München. Ist nun mal so
        Es ist großteils Schuld verschiedener Landesregierungen, dass wir in diesen katastrophalen Zustand geraten sind, aber was Knoll da daherredet ist totaler Schwachsinn, eines gewählten Volksvertreters nicht würdig

      • heracleummantegazziani

        Es gibt in jeder Abteilung Ärzte und Pfleger und Pflegerinnen die zweisprachig sind. Die Behandlung ist also kein Problem. Knolls Vorstoß ist nur billiges politisches Kleingeld. Wie eigentlich immer.

    • kongo

      exodus, vieleicht geht diesem Typen Italien garnicht so auf dem Keks sondern eher solche Typen wie du,die nicht wissen das Südtirol nicht Italien ist.

    • bernstein

      Natürlich ist Südtirol Italien, aber nicht nur. Südtirol eben!

  • kitt

    In der claudiana sind so gut wie keine studenten weil 80proz.italienisch ist, wo ist hier autonomie. Fast alle pfleger bleiben in innsbruck, brauchen keine B und verdienen mehr. Wieso gehen alle vomahrntal innsbruck. Null italo

  • dn

    Die Südtiroler, die in Österreich Medizin studieren, bleiben lieber draußen. Warum wohl? Weil bei uns alles so toll ist.

  • annamaria

    Wenn ich krank wäre, ist mir egal welche Sprache der Arzt spricht. Hauptsache es ist einer da!!! Der Knoll soll endlich mal abtreten und ins Reich zurück gehen!!!

  • pingoballino1955

    Herr Knoll,sind sie doch so liiiieeeeb und hauen ab,sie wohnen ja nicht hier in Südtirol.Schade um das Geld das sie hier kassieren,alles NONSENS.Machen sie weiter als Zahntechniker und nerven bitte nicht Tag und Nacht!!!

  • bernstein

    Welches Reich? Habe ich in den letzten Tagen etwas verpasst?

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