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Die Klage

Arno Kompatscher lässt die Korruptionsvorwürfe von Sven Knoll nicht auf sich sitzen. Und marschiert jetzt vor Gericht.

Jetzt zieht der LH die Reißleine.

Arno Kompatscher hat seinen Anwalt Alessandro Melchionda damit beauftragt, eine Strafanzeige gegen Sven Knoll wegen Verleumdung einzureichen.

Kompatscher: „Die Äußerungen des Kollegen Knoll gehen weit über die politische Dialektik hinaus, es ist eine rote Linie überschritten worden.“

Sven Knoll hatte den LH am Dienstag in einer PK (mehr lesen Sie am Mittwoch in der Print-Ausgabe) ein weiteres Mal der Korruption bezichtigt.

Ich weiß, dass an diesen Vorwürfen nichts stimmt, deshalb ist mir wichtig, dass die Staatsanwaltschaft und die Gerichtspolizei das Ganze untersucht und zu einem eindeutigen Schluss kommt“, sagt der Landeshauptmann.

Dass Knoll inzwischen kalte Füße bekommen hat, belegt der Umstand, dass er auch andere Oppositionsparteien zu einer gemeinsamen PK zur SVP-Spenden-Geschichte einladen wollte. Diese lehnten dankend ab.

Merkwürdig ist in diesem Fall auch die Rolle von SVP-Obmann Philipp Achammer, der als Parteichef – zusammen mit dem damaligen SVP-Wahlkampfleiter Thomas Widmann – die Gesamtverantwortung für den Landtagswahlkampf 2018 getragen hat.

Achammer, der über alle finanziellen Vorgänge genauso Bescheid wusste wie Widmann, äußerte sich bislang nicht. Dabei hatte Arno Kompatscher die Partei aufgefordert, alle Unterlagen auf den Tisch zu legen. Auf diese Art und Weise befeuern Achammer und Widmann den angeblichen Skandal.

Indes hat Sven Knoll kleinlaut eingeräumt, dass er die SVP-Spendenliste, die er als offizielles SVP-Dokument verkauft hatte, selbst geschrieben hat, und zwar auf der Grundlage von Hinweisen aus der SVP.

Ob die Liste vollständig sei, wisse er nicht, sagte Knoll am Dienstag.

Die HINTERGRÜNDE zu einem von den Freunden im Edelweiß in Zusammenspiel mit der STF konstruierten „Skandal“ lesen Sie morgen in der Print-Ausgsabe.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (15)

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  • andreas

    Herrlich wie Oberhofer und der Langhaarige den Knoll kontinuierlich zerlegen.
    Die Beiden sind nun Feinde des Systems, wehren sich aber durchaus erfolgreich.

    Die Fraktion mit dem Vorbestrafen aus Pfalzen, dem Pusterer Anwalt, dem Bauer aus Afing und die Papierbäuerin macht eine recht erbärmliche Figur.
    Und die Lakaien Knoll und Leiter Reber, würde ich wechseln, die sind zu schwach.

    • besserwisser

      man könnte sagen der nordtiroler und der obmann sammeln fleissig stimmen für den lh.
      ich bin sicher bei den nächsten wahlen wird es eine hohe anzahl an stimmzetteln mit kompatscher und sonst nix geben.

    • rumer

      @andreas
      jetzt geht dir und dem LB-Preisträger der Hintern ganz schön auf Grundeis und aus dem Gebelle wird Gebeisse.
      Nur weil man eine Liste nicht direkt kopiert hat, sondern übers Gehirn und selbst nachgeschrieben, ist sie immer noch echt…..und vor jedem Gericht verwertbar. Wie kann der Oberhofer seine Fake-Anschuldigungen mit den Gewissen des guten Journalisten vereinbaren? ….Okay, dann ist er keiner.
      Der LB-preisträger wird sich seine Kandidatur nochmals überlegen, da man als Angeklagter vor Gericht stehend nicht gut Wahlkampf führen kann.
      Von wegen nur 10000 Euro für den Wahlkampf ausgegeben haben…Dass der 6-stellige Zahlen ausgegeben hat, war doch jedem klar, der einen Briefkasten besaß.

      • heracleummantegazziani

        Nein die Liste ist eben nicht echt, wenn sie Knoll selbst zusammengestellt hat. Er hatte behauptet sie sei ihm zugespielt worden. Schon die Tatsache, dass er das behauptete, wäre ein Rücktrittsgrund.
        Mal sehen, ob er so viel Anstand hat zurückzutreten, wenn er der Verleumdung für schuldig gesprochen wird.
        Wenn er nur einen Funken Intelligenz hätte, hätte er wenigstens Korrputionsvorwürfe unterlassen, denn die könnte er auch dann nicht beweisen, wenn die Liste echt wäre.

  • iceman

    das kommt davon, wenn das Hündchen fleißig Tommys Stöckchen apportiert und dann den Mond anbellt.
    Auf Dauer kann das nicht gutgehen.

  • franz19

    Herr Kompatscher, ihre Weste ist wohl nicht so sauber und der nächste Skandal steht wohl vor der Tür….

  • criticus

    Warum sich ein Achammer nicht einmischt, könnte vielleicht sein, dass hinter diesen Komplott jene Leute die Fäden ziehen, die schon den Nachfolger von LH Kompatscher aus den Hut zaubern wollten. Wenn ja, dann könnte es sein, dass der Parteiobmann lieber schweigt oder schweigen muss. Gott sei Dank kommen diese Intriganten noch nicht zum Zug, da der Landeshauptmann weitermacht. Dass sich ein LH Kompatscher jetzt wehrt ist zu verstehen. Dass ein Knoll sich vor so einen Karren spannen lässt ist nicht zu verstehen.
    @andreas, sind Sie ein Typ mit Glatze, weil Sie Christoph Franceschini immer wieder mit der Titulierung „Langhaariger“ erwähnen?

  • juvenal

    Knoll beißt sich an einem Thema fest, das die Leute nicht interessiert und sie nervt. Ein Bumerang.

  • dn

    Die Wähler wollen Antworten auf dringende Fragen, Kindergarten in der Form gehört nicht dazu.

  • martp

    Ich glaube Wiedmann hat dem Knoll die Liste zugeschantzt. Schade dass Achammer nix dazu sagt aber ganz sauber ist die Sache nicht

  • gulli

    Wieso eigentlich Kompatscher und nicht die SVP?

  • prof

    Sven Knoll kann nicht mehr zurück rudern und spielt weiterhin auf Angriff. Bin mir fast sicher das es ihm bei den nächsten Wahlen viele Stimmen kosten wird.Wäre neugerig was seine Politik-Patin Eva Klotz darüber denkt.

  • pingoballino1955

    Achammer,lass es, wäre besser!

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