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Angekurbelte Wirtschaft

Foto: © lvh/Rallef/iStock

Der sogenannte Superbonus erfreut sich in Italien großer Nachfrage. Auch in Südtirol nutzen insbesondere Kondominien und Privatpersonen den Steueranreiz. Die lvh-Spitze führte in den vergangenen Wochen Gespräche mit den lokalen Banken hinsichtlich zukünftiger Finanzierungsmodelle.

Bis zum 31. Dezember 2023 ist der sogenannte Superbonus in Italien gültig. Die ursprünglich mit dem Gesetzesdekret „rilancio“ eingeführte Wiederbelebungsmaßnahme der Wirtschaft sollte attraktive Anreize für die Umsetzung von energetischen Sanierungsmaßnahmen schaffen.

Mit einem Steuerabsetzbetrag von 110 Prozent können Anspruchsberechtigte zum Beispiel Wärmedämmungen, den Austausch von zentralen Heizungen und damit verbunden auch sekundäre Maßnahmen wie den Austausch von Fenstern und Türen, den Einbau von Sonnenkollektoren o.ä. realisieren. Der positive Nebeneffekt: die Bauwirtschaft wird angekurbelt.

„Der Superbonus war nach Corona eine gut gemeinte Initiative vor allem für Mittel- und Süditalien, wo die Bauwirtschaft komplett am Boden war. Hier in Südtirol wird der Bonus aufgrund von hohen bürokratischen und gesetzlichen Aufwänden weniger von natürlichen Personen als vielmehr von Kondominien genutzt“, erklärt lvh-Präsident Martin Haller.

Nachdem das Steuerguthaben im Rahmen des 110-Prozent-Bonus auch an Dritte wie z.B. Kreditinstitute verkauft werden kann, traf sich das lvh-Präsidium kürzlich mit den Verantwortlichen der Raiffeisen Landesbank, der Südtiroler Volksbank und der Südtiroler Sparkasse. Alle drei Kreditinstitutionen zeigten klare Bereitschaft, die mit den Privatpersonen abgeschlossenen Verträge abzuwickeln und die Steuerguthaben anzukaufen.

„Das Finanzierungsmodell der lokalen Banken stellt eine attraktive Möglichkeit dar, das Steuerguthaben zu nutzen. Die Vorfinanzierung über die Handwerksbetriebe, welche vom Gesetz her ebenso möglich ist, erweist sich hingegen als äußerst problematisch“, betont Haller. Das Finanzierungsvolumen der 110-Prozent-Anträge hat bereits ein erhebliches Ausmaß erreicht, sodass es für die Banken zukünftig nicht mehr möglich ist, neue Anträge abzuwickeln. Der lvh bedankt sich bei den lokalen Bankinstituten für die Unterstützung und setzt auch weiterhin auf die konstruktive Zusammenarbeit.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • leser

    Wie
    Der LVH bedankt sich dafür dass die Banken nicht mehr bereit sind zu den fragwürdigen projekten eine Finanzierung zu machen
    Warum sagt man nicht dass der superbonus eine fragwürdige Schnapsidee ist die nichts anderes macht als einigen schlaumeiern einen Vorteil zu verschaffen und die Staatsverschuldung um einen weiteren Part aufstockt

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