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Der zweite Parlamentarier

Weil zwei EU-Abgeordnete der Lega ins römische Parlament gewählt wurden, wird der Leiferer Matteo Gazzini ins EU-Parlament nachrücken. Was auf seiner politischen Agenda steht und warum er sich gegen die Russland-Sanktionen ausspricht. 

von Lisi Lang

Bereits vor den Parlamentswahlen am vergangenen Sonntag zeichnete sich ein großes Stühlerücken zwischen Rom und Straßburg ab, weil gleich mehrere amtierende EU-Parlamentarier bei den Parlamentswahlen kandidiert haben. Viele dieser Abgeordneten wurden nun auch gewählt und deswegen geht es darum, die Posten im EU-Parlament neu zu besetzen. 

Und in diesem Moment kommt ein Südtiroler ins Spiel: Der 37-jährige Matteo Gazzini. Bei der letzten EU-Wahl im Jahr 2019 hat Gazzini für die Lega kandidiert, wegen der zu geringen Anzahl an Vorzugsstimmen hat es für den Leiferer aber nicht gereicht. Jetzt wird er dennoch ins EU-Parlament nachrücken, weil zwei Lega-Vertreter ins römische Parlament gewählt wurden. Südtirol wird neben Herbert Dorfmann also einen zweiten EU-Parlamentarier erhalten. 

Was Matteo Gazzini zu seinem Wechsel ins EU-Parlament sagt und wie er sich in puncto Russland-Sanktionen verhalten will. 

Tageszeitung: Herr Gazzini, Sie werden für die Lega ins EU-Parlament nachrücken. Haben Sie die Koffer schon gepackt? 

Matteo Gazzini: (lacht) Nein, ich bin ein sehr abergläubischer Mensch und angesichts dessen, dass in der Politik immer alles passieren kann, will ich erst feiern, wenn es ganz sicher ist. Aber es stimmt: Die EU-Parlamentarierin Mara Bizzotto wurde ins Parlament gewählt und Paola Ghidoni soll für sie nachrücken und da auch Marco Dreosto ins römische Parlament gewählt wurde, soll ich für ihn nachrücken. Ich gehe natürlich davon aus, dass diese Entscheidung fix ist, aber ich warte jetzt noch auf den 10. Oktober, bis sie ihr Mandat in Rom offiziell bestätigt haben. 

Also geht es nur noch um Formalitäten…

Genau, sie werden ziemlich sicher ins römische Parlament wechseln, auch weil die nächsten EU-Wahlen sehr schwierig werden. Wir haben gesehen, dass Fratelli d’Italia bei diesen Wahlen gut abgeschnitten hat und deswegen kann man davon ausgehen, dass die Lega auch bei den nächsten EU-Wahlen weniger Sitze holen wird – und es deswegen für die Kandidaten schwieriger wird. 

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