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Zufriedene Hoteliers

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Dank der positiven Entwicklung der touristischen Nächtigungen hat sich das Geschäftsklima im Südtiroler Gastgewerbe trotz steigender Betriebskosten deutlich verbessert.

Bei der Sommerumfrage des Wirtschaftsbarometers haben mehr als vier von fünf Unternehmen die Ertragslage im laufenden Jahr als positiv bewertet.

Die Touristenströme nach Südtirol haben sich heuer allmählich verstärkt und die Präsenzen lagen ab April sogar über dem Vorkrisenniveau von 2019. Insgesamt gab es im ersten Halbjahr mehr als 13,6 Millionen Übernachtungen, wovon auch die Beschäftigung deutlich profitierte. Zwischen Jänner und Juli lag die Zahl der unselbständig Beschäftigten im Tourismus durchschnittlich bei rund 31.100. Das sind 3,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2019.

Nach der Absage der Skisaison 2020/21 hat sich das Geschäftsklima im Tourismussektor dank der Rückkehr der Wintergäste heuer wieder normalisiert.

Die Umsätze nehmen zu, insbesondere mit ausländischen Kund/innen und die Erwartungen zur Ertragslage im laufenden Jahr sind deutlich optimistischer als bei der vorherigen Konjunkturumfrage im Februar. Zurzeit rechnen mehr als vier von fünf Unternehmen mit einem (zumindest) zufriedenstellenden Betriebsergebnis.

Betrachtet man die einzelnen Branchen des Gastgewerbes, so ist der größte Optimismus in der Gastronomie zu finden, wo fast neun von zehn Unternehmen die Ertragslage positiv bewerten.

Die Betreiber/innen von Bars und Cafés sind ebenfalls zuversichtlicher geworden und sie geben an, heuer mehr investieren zu wollen. Schließlich sind die Erwartungen zur Ertragslage auch bei den Beherbergungsbetrieben im Allgemeinen positiv, obwohl viele Hoteliers und Gastwirte über eine Verschlechterung der Wettbewerbsfähigkeit besorgt sind. Diese ist zum einen auf die Preiserhöhungen aufgrund der gestiegenen Kosten zurückzuführen und zum anderen auf die verstärkte Konkurrenz der ausländischen Destinationen infolge der verbesserten Pandemielage.

Der Präsident der Handelskammer Bozen, Michl Ebner, begrüßt den wiedergefundenen Optimismus: „Aufgrund der Pandemie mussten die Unternehmer/innen der Südtiroler Tourismusbranche zwei schwierige Jahre und eine beispiellose Krise bewältigen. Jetzt, wo sich die Situation bessert, ist es wichtig, weiter zu investieren. Nur so kann das hohe Qualitätsniveau, für welches Südtirol als touristische Destination bekannt ist, erhalten und gesteigert werden.“

Nachfolgend die Stellungnahme des Vertreters des Wirtschaftsverbandes:

Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV)

„Die Gastronomie und die Beherbergung erweisen sich einmal mehr als Triebfeder der heimischen Wirtschaft. Die weiterhin steigenden Lebenshaltungskosten und die hohen Energiekosten in den Herkunftsländern der Urlaubsgäste bereiten uns aber Sorgen, weil sich diese Kosten unmittelbar auf das Urlaubsbudget auswirken werden, vor allem wenn man an die Wintersaison denkt.“

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (7)

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  • stefanrab

    Ich wünsche unseren Hoteliers dass sie noch lange Kunden finden welche ihre astronomischen Preise bezahlen können.

  • andreas

    Die 2 Jahre Corona waren für viele der Hoteliere keine schwierigen Jahre und eine beispiellose Krise, sondern teilweise die rentabelsten Jahre, welche sie je hatten.

    Staat und Land haben sich wohlwollend um sie gekümmert und da sie, wenn sie geschlossen waren, keine Personalkosten hatten, blieben die paar laufenden Kosten, welche sie aus der Portokasse bezahlt haben.

    Pinzger macht sich Sorgen, dass in den Herkunftsländern der Gäste die Preise steigen, was mir aber z.B. egal ist, mir macht es mehr Sorgen, dass sie auch in Südtirol extrem gestiegen sind und September/Oktober erst die massiven Preiserhöhungen kommen werden.

    • yannis

      Und in den Herkunfts-Ländern der Touri’s wird es vielen egal sein das die Preise in Südtirol durch die Decke gehen.
      Die Deutschen haben viele Alternativen für ihren Urlaub, z.B.
      Pauschal ab Heimatflughafen in Gegenden zu reisen wo der €uro noch was wert ist.
      Allerdings bietet sich derlei für Südtiroler’s Lebensbedarf nicht.

      • andreas

        „Allerdings bietet sich derlei für Südtiroler’s Lebensbedarf nicht.“

        Du solltest zuerst denken und dann schreiben, ev. würdest du dann solche Sätze vermeiden.

        Wenn sie auf den Flughäfen die Abfertigung hinbekommen und dann der Flug nicht gestrichen wurde, könnten die Deutschen effektiv überall hin fliegen und am Morgen mit Handtüchern die Liegen besetzen.
        Türkei wäre ein Schnäppchen, die können jeden hart erarbeiteten Euro der Deutschen gebrauchen.

  • gerhard

    Hallo Andreas.
    Deinen Ausführungen kann man überdeutlich Deine geistige Qualifikation entnehmen.
    Nur zum allgemeinen Verständnis:
    14 Tage Türkei mit Schönwettergarantie,27 Grad Wassertemperatur und Meerwasser, All inclusive, Flughafentransfer, Hotel direkt am Meer mit ganz hervorragendem Standard und jeden Tag 2 Stunden Massagen kosten uns ab dem 9.9.2022 knapp 4.500 Euro.
    Weniger zahle ich in Südtirol auch nicht.
    Und ich habe ausnahmslos freundliche, zuvorkommende und hilfsbereite Menschen um mich herum.
    Der Urlaub in Südtirol ist schweineteuer.
    Da ich 3 Monate im Jahr in Südtirol lebe, weiss ich das.
    Der „Deutsche“ hat genügend Alternativen.
    Der braucht Südtirol bei Leibe nicht.
    Er liebt es, und deswegen kommen soviele Touristen in diesen Herrgottswinkel.

    • andreas

      Berücksichtigt man den Wertverfall der türkischen Lira, finde ich, dass ca. € 4.500,00 eher viel sind und in diesem Preis ist wohl nicht mal eine reservierte Liege dabei.

      Wusstest du, dass Südtirol eine negative Handelsbilanz mit Deutschland hat?

  • andreas1234567

    Hallo nach Südtirol,

    glaub ich gern wenn die Hoteliers zufrieden sind, die 4-Sterne-Buden aufwärts.Der Ausrottungsplan für die kleinen Garnis und Pensionen funktioniert ja auch prächtig.
    Was Coronawahnsinn nicht geschafft hat erledigt nun Preisdumping und Bettenstop.
    Ich bin schon 2018 in Hinterpasseier von anderen Touristen aufgezogen worden weil ich ehrliche 48 Euro Nebensaisonpreis Ü/F für ein 3-Sternehaus gezahlt wobei der dritte Stern gerade durch frisch reingesteckte sechsstellige Summen hereingekommen ist
    Nebenan hat das 4-Sternehaus ein Zimmer um 59 Euro hergegeben, mit Wellnessabend und Halbpension.

    Man will den Pöbel der es wagt täglich nur 100 bis 150 Euro Umsatz zu generieren schlicht nicht mehr.
    Mit ehrlichem und familiärem Tourismus wurde Südtirol groß, das kann jetzt wohl weg zu Gunsten von Graf Protz und Rotz mit seiner Lebensgefährtin Baroness Küssmich-Kostaberwas und Kaufmirwas

    Gruß nach Südtirol

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