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Neuer Master

Andrea Gasparella (Foto: Uni Bozen)

Für die Aus- und Weiterbildung von Brandschutzfachleuten im Bereich der Gebäude- und Anlagentechnik bietet die unibz ein einjähriges Masterprogramm an.

In den kommenden Jahren werden, auch aufgrund des Klimawandels, immer mehr Expert*innen im Bereich des Brandschutzes und der Prävention benötigt. Als unibz fühlen wir uns verpflichtet, diesen Bedürfnissen Rechnung zu tragen“, erklärt Prof. Andrea Gasparella, Studiengangsleiter des Programms, das sich an Architekten, Ingenieure und diplomierte Vermessungsingenieure richtet.

Aufgrund des Klimawandels wird es in naher Zukunft immer wichtiger werden, öffentliche wie private Gebäude im Hinblick auf die Einsparung von Energieressourcen zu renovieren. Ein zentrales Augenmerk kommt dabei dem Brandschutz zu, aber auch der Komplexität von Sanierungen, dem verstärkten Bau in die Höhe mit komplexen Geometrien und der Verwendung neuer Materialien. Dabei seien unterschiedlichen Anforderungen in Bezug auf die Brandplanung hervorgehoben, das Risikomanagement, die Analyse der Fluchtwege und die Kenntnis um das Verhalten von Materialien bei hohen Temperaturen.

„Der Brandschutz ist einer der relevantesten und gleichzeitig herausforderndsten Tätigkeitsbereiche der kommenden Jahre, in dem sich zahlreiche berufliche Möglichkeiten für Konstrukteure und Ingenieure eröffnen werden“, ist Prof. Andrea Gasparella überzeugt.

Er ist Professor für Technische Physik an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik und leitet den Master für Brandschutztechnik.

Vor dem Hintergrund eines weiten Netzwerks an Kompetenzen und Professionalität, welches wir im Laufe der Jahre aufgebaut haben, bietet die Fakultät nun eine Spezialisierung an – den Master der Grundstufe in Fire Safety Engineering -, der die Grundausbildung von Technikern und Planern vervollständigt und ihnen Konzepte und praktische Ansätze vermittelt, die für die korrekte Ausübung ihres Berufs und das integrierte Management des Brandschutzes erforderlich sind.

„Es geht nicht nur darum, die Sicherheit der Gebäudebewohner im Brandfall zu gewährleisten und zu verwalten, sondern auch darum, das Brandrisiko zu beherrschen, die Ausfallzeiten zu minimieren und die Wiederherstellung der Gebäudestruktur nach einer Brandkatastrophe zu erleichtern“, fügt Gasparella hinzu. „Dabei ist es wichtig, sich auf die Prävention zu konzentrieren, um jegliches Risiko zu verringern und die den Lebenszyklus von Gebäuden zu erhöhen.“

Das Studienprogramm wird in italienischer und englischer Sprache abgehalten, dauert ein Jahr (von September 2022 bis September 2023) mit 1.500 Unterrichtsstunden, die 60 Kreditpunkten entsprechen. Der Master ist für Berufstätige konzipiert und wird sich auf zwei Wochentage konzentrieren, vorzugsweise Freitagnachmittag von 14-18 Uhr und samstags von 09 -13 Uhr und von 14-18 Uhr.

Es wird derzeit geprüft, ob durch den Besuch des Masters der 120-stündige Ausbildungskurs zur Eintragung in die Listen der Brandschutzbeauftragten des Innenministeriums (Gesetzesdekret 139/06) sowie die Ausstellung von Fortbildungspunkten anerkennt werden.

 

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • semperoper

    „Erhöhte Anforderungen an den (Gebäude-)Brandschutz aufgrund des Klimawandels“. Mittlerweile muss der Klimawandel aber auch für alles herhalten, was man der Gesellschaft verklickern will.

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