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„Schnell und zuverlässig“

Bezirksfeuerwehrpräsident Peter Hellweger über den großen Regen, die Herausforderung für die Wehrleute und verlässliche Partner.

TAGESZEITUNG Online: Herr Hellweger, wie viele Feuerwehrleute waren in den vergangenen Tagen im Dienst?

Peter Hellweger: Es waren mehrere hundert Leute im Einsatz, die sicherlich mehrere hundert Stunden geleistet haben. Für die Feuerwehrleute ist die Arbeit mittlerweile so gut wie abgeschlossen. Jetzt sind noch Wildbachverbauung, Straßendienst und Baggerarbeiter im Einsatz.

Würden Sie von einem außergewöhnlichen Unwetterereignis sprechen?

Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder vergleichbare Ereignisse. Auf den Tag genau vor fünf Jahren wurde in Prags das gesamte Dorf übermurt. Wir hatten dieses Mal das Glück, dass Menschen nicht betroffen waren und Wohnhäuser kaum beschädigt wurden. Aber natürlich gab es großen Schaden an Straßen, Leitungen, Wiesen und Fahrzeugen.

Wie konnten die Bäche derart anschwellen?

Die meisten Einsätze gab es auf der Linie zwischen Gassl, Geiselsberg, St. Martin in Thurn und Enneberg. Auch in Antholz gibt es noch sehr viel aufzuräumen. Unklar ist dabei, wie viel Regen tatsächlich gefallen ist. Auf den Videos kann man sehen, dass punktuell unglaublich viel Wasser in kürzester Zeit zusammengekommen ist. Die Messstationen liefern dazu nicht immer eindeutige Ergebnisse. Ich gehe davon aus, dass es sehr viel mehr Regen gegeben hat als die offiziellen Daten hergeben.

Schaffen die Feuerwehren diese zahlreichen Unwetter-Einsätze überhaupt noch?

Wenn es darum geht, Sicherungsarbeiten, Pumparbeiten und Rettungsaktionen durchzuführen, sind wir gut aufgestellt. Glücklicherweise können wir für viele andere Arbeiten auf spezialisierte Unternehmen zurückgreifen, die schnell und zuverlässig zur Stelle sind. Sie haben die nötigen Maschinen und das Personal, um Baggerarbeiten zu erledigen.

Haben Sie alles wieder aufgeräumt und sind bereit für die kommenden Einsätze?

Das wird sofort erledigt. Manches geht verloren oder wird beschädigt, wie Schaufeln und Pickel, aber diese werden nachbestellt und dann sind wir wieder bereit für die nächsten Einsätze.

Interview: Silke Hinterwaldner

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (1)

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  • goldfinger

    Den Freiwilligen kann man nicht genug danken!
    Auch die liebe Politik sollte sich das zu Herzen nehmen und nicht nur am „Ehrenamtstag“ einmal im Jahr sich in deren Schein sonnen!
    Ohne diese Freiwilligen gäbe es finanziell ganz schön viel zu knabbern…

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