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Die Bank-Bilanzen

Sowohl die Sparkasse als auch die Volksbank haben gestern ihre Halbjahresbilanzen präsentiert. Beide zeigen sich sehr zufrieden. Die Sparkasse verbucht sogar einen Rekord.

von Markus Rufin

Die Sparkasse und die Volksbank zählen zu den größten Banken in Südtirol. Gestern haben beide ihre Halbjahresbilanzen präsentiert.

Die Volksbank hat einen Nettogewinn nach Steuern von 31,5 Millionen Euro erwirtschaftet, das entspricht einer Eigenkapitalrendite von acht Prozent auf das Jahr gerechnet. Das Eigenkapital steigt auf 809 Millionen Euro, was einem Buchwert von 16,85 Euro pro Aktie entspricht.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2022 der Volksbank bestätigen die Ertragskraft und Solidität der Bank und übertreffen deutlich die Zielsetzungen des Strategieplans „Sustainable 2023“.

Vor allem die Kernerträge sind mit 17 Prozent stark auf über 150 Millionen Euro gewachsen, doch auch bei den Volumina und Kunden verzeichnet die Volksbank einen Anstieg: Die verwalteten Kundenmittel steigen im Vergleich zum Juni 2021 um 2,1 Prozent, also um plus 436 Millionen Euro, und erreichen eine Gesamtsumme von rund 21 Milliarden Euro. Dieser Anstieg spiegle sich auch in den guten Ergebnissen der diversen Umfragen zu Kundenzufriedenheit wider.

Der Präsident Lukas Ladurner erklärt: „Dieses Ergebnis zeigt, dass die Bank auch ohne die außerordentlichen Einmal-Effekte des Vorjahres, welche im Finanzgeschäft und durch Steuervorteile zustande kamen, ihre Ertragskraft im Kerngeschäft und ihre Solidität steigern konnte. Dies stimmt mich zuversichtlich, dass der Verwaltungsrat für das Geschäftsjahr 2022 die Ausschüttung einer angemessenen Dividende der Hauptversammlung vorschlagen kann, vorbehaltlich eventueller aufsichtsrechtlicher Auflagen.“

Auch die Sparkasse zeigt sich mit ihrer Halbjahresbilanz voll auf zufrieden und berichtet sogar von einem Rekordergebnis: Der Gewinn auf individueller Ebene beläuft sich auf 43,7 Millionen Euro und ist das beste Halbjahresergebnis aller Zeiten, während das Ergebnis auf konsolidierter Ebene, einschließlich der Posten, die sich aus der Übernahme der CiviBank ergeben, 154,8 Millionen Euro beträgt. Ohne diese Einmaleffekte würde letzteres 46 Millionen Euro betragen.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres 2022 profitierten vom Anstieg der Kernerträge (+15,3% Prozent) und von der hervorragenden Entwicklung des Zinsertrags (+25,3 Prozent). Die Provisionserträge blieben stabil und bestätigten, wie im gleichen Vorjahreszeitraum, ihren wichtigen Beitrag zur Rentabilität.

Die Summe der Ausleihungen an Kunden stieg leicht von 6,65 Milliarden Euro auf 6,70 Milliarden Euro (+0,7Prozent) an, was die Fähigkeit der Bank unterstreicht, die Wirtschaft im Einzugsgebiet zu unterstützen.

Präsident Gerhard Brandstätter erklärt: „Das erste Halbjahr 2022 stellt für unsere Sparkasse in mehrerlei Hinsicht einen bedeutenden Moment dar. Die wichtigsten Kennzahlen konnten verbessert werden und besonders beim Halbjahresergebnis wurde eine neue Rekordhöhe erreicht. Darüber hinaus war das erste Semester von der außerordentlichen Operation der Übernahme der CiviBank geprägt. Von dieser Basis ausgehend, wollen wir uns in Zukunft, durch Wachstum auf Gruppenebene, mit gesteigerter Effizienz und Entwicklungspotential auf dem Markt im Nordosten weiter konsolidieren.“

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (6)

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  • @alice.it

    Die Mitglieder der Volksbank sitzen nach wie vor auf ihren quasi wertlosen und unverkäuflichen Aktien! Warte ungeduldig darauf, dass die Volksbank endlich von der Südtiroler Sparkasse übernommen wird. Übrigens, wo geht der ehemalige Direktor Schneebacher um? Habe ihn seit der letzten Kapitalerhöhung nicht mehr gesehen.

  • prof

    Trotz dieser Super Bilanz sind die Sparkasse Aktien immer noch auf einen Tiefpunkt.

  • lucky

    Stoppt endlich die Machenschaften der Banken, Reduziert die Managergehälter.
    Die riesen Gewinne sollen fast zur Gänze an Kunden weiter gegeben werden und nicht nur ein kleiner Teil…..Spesen und Zinsen runter…

  • nix.nuis

    …und wegen dieser Rekordgewinne sind die Banken nicht imstande angemessene Zinsen zu bezahlen und müssen teilweise horrende Spesen verlangen…?

    Halsabschneider, etwas anderes fällt mir gerade nicht ein, vielleicht noch verlogene könnte man davor setzen…

  • pingoballino1955

    Banken und Versicherungen wissen wir sind äußerst legal gefährlich,wenn man sich über den Tisch ziehen lässt! Andere Gangstersituazionen wie wirecard,panamapapers(Banken mitgemacht bei Milliardengeldwäsche) usw.

    • pingoballino1955

      Űbrigens auch über eine Südtirolerbank würde ich ein Buch „Bancomat“ empfehlen zu lesen,da gehen einem die AUGEN auf,was für Machenschaften es auch in unserem „heiligen Land Südtirol gibt!

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