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Bestätigte Spitze

Der Verwaltungsrat der Brennerautobahn AG hat die Spitzenverwalter in ihrer Funktion bestätigt.

„Unser Ziel als Gesellschafter ist die neue Konzession zur Führung der Brennerautobahn, damit unsere Gebiete die Hauptakteure in der Gestaltung der Mobilität vom Brenner bis Modena bleiben. Daher halten wir es für die klügste Entscheidung, jene Verwalter in ihrem Amt zu bestätigen, die das ÖPP-Projekt ausgearbeitet haben, das derzeit vom Ministerium für Infrastruktur und nachhaltige Mobilität geprüft wird.“

Mit diesen Worten hat Maurizio Fugatti in seiner Eigenschaft als Präsident der Region Trentino-Südtirol die Entscheidung der Aktionäre der Brennerautobahngesellschaft am Dienstag beschrieben, die meisten Mitglieder des scheidenden Verwaltungsrates in ihrem Amt zu bestätigen, allen voran Präsident Hartmann Reichhalter.

„In dieser entscheidenden Bewertungsverfahren des ÖPP-Projektes für die Konzessionserneuerung vonseiten der italienischen Regierung ist die Neuwahl der Gesellschaftsorgane ein entscheidender Schritt. Daher freuen wir uns, dass es gerade jetzt in diesem bedeutenden Moment gelungen ist, eine möglichst breite Vertretung der Aktionäre für die nächsten drei Jahre sicherzustellen, denn das ist wichtig und konstruktiv für den vor uns liegenden Weg“, erklärte der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher.

Direkt im Anschluss bestätigte der neue Verwaltungsrat Diego Cattoni in der Funktion des Geschäftsführers.

Der neue Verwaltungsrat der Brennerautogesellschaft setzt sich demzufolge aus Richard Amort, Giovanni Aspes, Anna Bertazzoni, Diego Cattoni, Raffaele De Col, Franco Ianeselli, Astrid Kofler, Mattia Palazzi, Maria Chiara Pasquali, Hartmann Reichhalter, Giulio Santagata und Cristina Santi zusammen.

Neu im Amt sind der Bürgermeister von Trient Ianeselli und die Bürgermeisterin von Riva del Garda Santi. Zu klären bleibt die Frage der Veroneser Vertretung im Verwaltungsrat.

In Erwartung einer einheitlichen Stellungnahme der Gemeinde Verona, wo vor kurzem die Gemeindewahlen stattfanden, der Handelskammer und der Provinz Verona hat die Gesellschafterversammlung einstimmig zugestimmt, frisch nach den Gemeindewahlen in der Provinzhauptstadt, die beiden ausständigen Ernennungen für den Verwaltungsrat in der Zwischenzeit auf Eis zu legen ebenso ging der Verwaltungsrat für das Amt des Vizepräsidenten vor.

Bekanntlich hat am vergangenen 11. Mai eine Delegation mit Geschäftsführer Diego Cattoni, Präsident Hartmann Reichhalter und Technischem Generaldirektor Carlo Costa beim Ministerium für Infrastruktur und nachhaltige Mobilität in Rom einen spontanen Vorschlag für eine Projektfinanzierung hinterlegt.

Die Gesellschafter rechnen damit, mithilfe dieses ÖPP-Projektes die neue Konzession zur Führung der Autobahn und die Möglichkeit zu erhalten, die Mobilität entlang des Korridors Brenner-Modena im Hinblick auf die Digitalisierung, den ökologischen Wandel und die Intermodalität neu zu gestalten.

Dies ist ein wichtiger Schritt am Ende einer knapp dreijährigen Phase, in der die Gesellschaft an mehreren Fronten tätig war, darunter die Bewältigung des Corona-Notstandes.

Dabei ist es gelungen, die hohen Dienstleistungsstandards aufrecht zu erhalten und trotz eines drastischen Verkehrsrückganges mit Spitzen von bis zu -99 Prozent im Jahr 2020 schwarze Zahlen zu präsentieren (164,32 Millionen Gewinn im Dreijahreszeitraum). Die Gesellschaft hat diese Zeit auch für außerordentliche Instandhaltungsarbeiten (221,4 Millionen Euro im Dreijahreszeitraum) und Investitionen (326,8 Millionen) genutzt. Zu den bedeutendsten Ereignissen gehörte außerdem die Stärkung des Eisenbahnsektors: Mit dem Erwerb der InRail ist die Brennerautobahngesellschaft zum zweitgrößten italienischen Unternehmen im grenzüberschreitenden Schienengüterverkehr aufgestiegen. Erwähnenswert ist auch die Ernennung von Diego Cattoni zum Präsidenten der Aiscat, dem Verband der italienischen Autobahnkonzessionäre, was die Bedeutung der Gesellschaft im gesamtstaatlichen Rahmen beweist. Nicht zuletzt gab es auch mehrere wirtschaftlich-finanzielle Optimierungen, zweifelsohne war dabei jedoch die Präsentation des ÖPP-Projektes mit 7,2 Milliarden Investitionen für einen Mobilitätswandel von Brenner bis Modena die anspruchsvollste und bedeutendste Leistung der scheidenden Spitze.

„Wir haben einen solchen Arbeitsrhythmus gepflegt“, so der Kommentar von Geschäftsführer Cattoni, „dass man meinen möchte, es ist viel mehr Zeit vergangen als lediglich drei Jahre. In dieser Zeit haben wir die Auswirkungen der Pandemie mit einem noch nie dagewesenen Verkehrsrückgang bewältigt und das Szenario in Bezug auf die Konzession hat sich komplett verändert. Dabei haben wir immer lösungsorientiert gehandelt und unsere Chancen genutzt, ohne jemals die Umstände teilnahmslos über uns ergehen zu lassen. Die Bestätigungen und das erneuerte Vertrauen vonseiten des Verwaltungsrates sind uns ein Ansporn, diesen Weg weiterzugehen um unsere Ziele zu erreichen“, so Cattoni.

Präsident Reichhalter ergänzte: „Wir wissen alle, wie wichtig die neue Konzession ist. Daher sehe ich es als unerlässlich, dass die Anrainergebiete dieses Ziel weiterhin geschlossen und geeint verfolgen. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder versucht, einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Ansprüchen unserer Gesellschafter zu finden, sei es den öffentlichen als auch den privaten, den Gebieten im Flachland und jenen in den engen Alpentälern. Ich denke, dass die Wahrung dieses Gleichgewichtes auch in Zukunft der beste Weg ist, um gute Ergebnisse zu erzielen. Dabei kann ich versichern, dass wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen werden, dass unser ÖPP-Projekt die Grundlage für die Entwicklung einer neuen Mobilität wird.“

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