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„Gescheiterte Integration“

Die Installation von Videokameras an WOBI-Gebäuden schütze nicht vor Vandalismus, zeigt sich die Freiheitliche Ulli Mair überzeugt. 

von Matthias Kofler 

Für Ulli Mair ist es eine Bestätigung, dass die Installation von Videokameras an WOBI-Gebäuden nicht vor Beschädigungen und Vandalismus schütze. „Aber es wird munter weiter installiert und viel Geld für etwas ausgegeben, das im Endeffekt nichts bringt“, meint die Freiheitliche.

In einer Landtagsanfrage wollte Mair in Erfahrung bringen, welche Gebäude des Wohnbauinstituts bereits mit einer Videoüberwachungsanlage ausgerüstet sind und ob das nachweislich dazu beigetragen hat, Beschädigungen am öffentlichen Eigentum zu verhindern. Wie Wohnbau-Landesrätin Waltraud Deeg mitteilt, gibt es an keinem WOBI-Gebäude Videoüberwachungsanlagen im wirklichen Sinne. Allerdings wurden einzelne Videokameras an vier Zugängen zu Tiefgaragen in Bozen angebracht, und zwar je eine in der Mozartallee und in der Cagliaristraße sowie zwei in der Nicolo-Rasmo-Straße. Die Kosten für die Installation beliefen sich pro Kamera auf 3.165 Euro plus Mehrwertsteuer.

Deren Nutzen hielt sich jedoch in Grenzen. „Auch nach dem Einbau von Videokameras kam es trotzdem zu Beschädigungen“, bekennt Deeg. Es könne nicht bestimmt werden, wie viele Beschädigungen ohne den Einsatz von Videokameras erfolgt wären. Keine technische Anlage könne Beschädigungen zur Gänze ausschließen. Deshalb werde auch mit dem neuen Wohnbau-Landesgesetz noch mehr auf die vernetzte Zusammenarbeit in der Quartiersarbeit mit den Gemeinden, den Sozialdiensten und den Jugenddiensten gesetzt, so Deeg. Jedenfalls gedenke das WOBI nicht, alle seine Gebäudekomplexe mit Überwachungsanlagen auszustatten. Diese könnten nur dann eingerichtet werden, wenn für entsprechende Anfragen von MieterInnen eine Mehrheit erzielt werden könne.

„Angesichts der bisherigen Vorfä̈lle erscheint die Installation von Anlagen in allen Gebäuden auch nicht sinnvoll“, schließt die SVP-Politikerin.

Ulli Mair zeigt sich mit der Vorgehensweise der Landesregierung nicht zufrieden: „Es darf bezweifelt werden, dass das neue Landesgesetz wirklich zu einer besseren Integration beitragen wird. Es braucht harte, anwendbare Gesetze und Strafen, die greifen. Menschen – vorwiegend Ausländer, die sich in einer sozialen Schieflage befinden, wird ein Dach über dem Kopf garantiert. Häufig zum niedrigsten Mietzins. Kann man sich da nicht erwarten, dass sie sich zu benehmen wissen? Braucht es wirklich eine Heerschar an Sozialarbeitern, die Quartiersarbeit leisten sollen, um zu verklickern, dass man öffentliches Gut nicht beschädigt oder dass man sich aus Respekt vor anderen Mietern halbwegs aufführt? Im Grunde genommen ein weiteres Beispiel für gescheiterte Integration“, so die Freheitliche.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (15)

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  • andreas

    Kann man nicht auch von den Mitgliedern des Landtags erwarten, dass sie sich zu benehmen wissen, sich ihre Gier in Grenzen hält und sie zum Wohle des Volkes agieren?

    • owl

      Die leben in ihrer eigenen Welt. Im Grunde genommen ein weiteres Beispiel für gescheiterte Integration.

      • andreas

        Die feiern sich für einen „Radweg“ auf den Sella, wo einer eigentlich nur auf ca. 1 km einen viel zu schmalen weißen Strich und der Kumpel gelbe Fahrräder auf die Straße gemalt haben und das auf der übersichtlichsten Stelle der ganzen Passstraße.
        Dafür durften sicher irgendwelche Kumpel Essen und Leps liefern, muss ja standesgemäß eingeweiht werden ….

  • iceman

    „Es braucht harte, anwendbare Gesetze und Strafen, die greifen.“
    Ich bin sicher, die Kellnerin schafft durch ihre überragende politische Kompetenz auch sicher noch den Sprung von der ausländerfeindlichen Hinterbänklerprovinzpolitikerin zur Justizministerin und kann dann die richtigen Gesetze und Strafen erlassen. In dieser erbärmlichen Pressemitteilung verschweigt sie uns ja ihre genialen Einfälle, warum auch immer.

  • watschi

    ulli mair hat sen nagel auf den kopf getroffen, aber manchen linksgrünversifften, die sich wahrscheinlich gleich verhalten wie manche mietschmarotzer, ist diese anfrage natürlich ein dorn im auge.

    • iceman

      „Infolge des Generationeneffekts hat sich die Grünen-Wählerschaft in der sozialen Zusammensetzung stark verändert. Die Jungwähler aus den 1980er-Jahren sind heute beruflich, familiär und gesellschaftlich arriviert. Die „Verbürgerlichung“ der Grünen ist daran ablesbar, dass ihre Wähler nicht nur über die höchsten Bildungsabschlüsse verfügen, sondern auch überdurchschnittlich verdienen. Vornehmlich im Dienstleistungs- und Bildungsbereich beschäftigt, lassen sie sich sozialstrukturell den neuen Mittelschichten zuordnen. Unter Arbeitern, Arbeitslosen und gering Qualifizierten konnte die Partei dagegen bisher nur wenig Unterstützung verbuchen.“

      also Watschi gehõrt sicher nicht zu den Grünwählern! 🙂

  • @alice.it

    Die beste Integration ist und bleibt die Abschiebung.

  • novo

    Sind diese Vandalen wirklich alles Ausländer?
    Oder haben auch Südtiroler Eltern versagt?
    Wie wäre es wenn die Ordnungskräfte statt die Bevölkerung zu schikanieren mehr Präsenz an den Brennpunkten zeigen würden?

  • anderle

    Die Ordnungskräfte brauchen amol an Taser… und ned olm lei als „probe“, weil die holben von de clowns lafn mit dor Wosserpistol, und dor Hose voll ummer! Der isch mit zu hoben, und wenn sel ned reicht amol an Warnschuss in Kopf! Egal ob Ausland oder einheimisch, egal ob Olt oder Babygang. wenn die ned aufzufieren woasch… nor muaschs gspieren!

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