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Strafe für Verweigerer

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Geschäfte und Dienstleister, die keine Kartenzahlungen akzeptieren, riskieren ab dem 30. Juni Geldstrafen.

von Heinrich Schwarz

Die Pflicht, ein sogenanntes POS-Gerät für elektronische Zahlungen zu haben, besteht für Händler und Dienstleister schon seit acht Jahren. Doch Sanktionen waren bislang keine vorgesehen.

Das ändert sich jetzt. Am 30. Juni, also am Donnerstag, tritt ein Gesetzespassus in Kraft, der Geldstrafen vorsieht, falls Kartenzahlungen nicht akzeptiert werden. Also Zahlungen mit Bankomat-, Kredit- oder aufladbaren Karten.

Sonderlich hoch ist die Strafe aber nicht: Sie beträgt 30 Euro plus vier Prozent des Wertes der Transaktion, die abgelehnt wurde. Hat die Transaktion beispielsweise einen Wert von 100 Euro, beträgt die Geldstrafe 34 Euro.

MEHR DAZU LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (24)

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  • josef1972

    Endlich wert gschaug dass amol mehr OFFIZIELL gemocht wert… warren olle so erlich wia mir Bauern hett Italien koane Probleme…. olles wert offiziell über die Genossenschoften fakturiert.. ohne 1 Euro schworz… do kannten sich viele Sektoren a Beispiel nehmen!! und dorweil wert gschumpfen….. und sogor no lei Mindestrenten an Bauern ausgezohlt… Armes Südtirol….

    • regenwurm

      @josef1972
      Leider kann man hier keine Namen nennen, denn sonst würde ich dir mindestens 20 “ heilige, arme“ Bauern nennen, die tagtäglich ihre Produkte schwarz verkaufen. Und das auch noch wesentlich teurer als man die gleichen Prudukte im Handel bekommt.

    • iceman

      das dickste Bündel Bargeld habe ich bei einem Bauern gesehen, der zu Martini seine schwarz angestellten Klauber schwarz bezahlt hat. Und nein, ich war nicht einer seiner Klauber. 🙂

  • goldfinger

    Herr Schwarz, was hat diese persönliche Meinung mit Journalismus zu tun?

    Die Strafe ist doch in Ordnung. Warum muss sie sonderlich hoch sein?
    System Italien habven wir doch so schon oft genug… horrend hohe Strafen für irrwitzige Sachen, Kontrollen keine und andere für die Allgemeinheit viel schlimmere Delikte gehen annähernd gratis durch…

  • andreas1234567

    Hallo zum Morgen,

    jetzt erst recht nur mehr mit Bargeld.
    Das ist der feuchte Traum von Hobbydiktatoren aller Farben endlich dieses unkontrollierbare Bargeld abzuschaffen.

    Was hätte man in den letzten zwei Jahren für Möglichkeiten gehabt! Der Bozner soll nicht nach Innsbruck? Sperr ihm sein Kartl in A..
    Ausgangssperre ab 22 Uhr? Einfach alle Kartenzahlungen ab 22 Uhr sperren, herrlich einfach..
    Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt..

    Vielleicht muss der Gastronom/Hüttenwirt/Almler demnächst Kartenzahlungen akzeptieren aber er hat immer noch die Möglichkeit Bargeldzahler etwas netter zu behandeln als die anderen die ihm Scherereien bereiten..

    Persönlich finde ich es gelinde gesagt frech wenn Willi Wurst und Klara Korn auf einer Alm in einem alpinen Herrgottswinkel am Ende ihre schwarze oder goldene Karte zücken und an Bargeld 50 Cent in der Tasche haben, in diesen Regionen ist Internet Glückssache und einige Banknoten tragen nun wirklich nicht auf.

    Gott schütze das Bargeld und die Freiheit

  • vinsch

    Alle die sich jetzt freuen … freut euch nicht zu früh. Der espresso und das Glasl Wein kosten jetzt einfach ein paar Cent mehr ….. Und wer kassiert? Genau, die Banken! Draghi wäre ja sonst umsonst eingesetzt worden…

  • huggy

    Hat man erst vor kurzem in Deutschland gesehen was das POS System wert ist.

  • checker

    Bargeld forever !!
    Die letzten Krisen haben das wahre Gesicht der Finanzdiktatoren gezeigt. Je mehr wir uns in Abhängigkeit dieser digitalen Systeme begeben, desto eher werden wir unterworfen und geplündert. Theoretisch sind es zwar nur technische Geräte und eine verantwortungsvolle, mündige Gesellschaft könnte den Einsatz durchaus sinnvoll regeln – aber praktisch gesehen laufen die Bürger ins offene Messer. Die digitale Diktatur ist eine der grössten Herausforderungen der Menschheit die wir je hatten, weil die Entwicklungen so schnell von sich gehen, dass der Mensch weder die Konsequenzen sieht, noch schnell genug reagieren kann.
    Sieht man auch hier im Forum: Ein paar dumme Schreier, die in normopathischer Manier gleich mit einem Mitmachzwang antworten und verblödet von Sklave zu Sklave Kakophonie von sich geben: „Wenn ich es tun muss, musst du es auch machen“. 🙂

    • iceman

      da wird der Checker wohl nicht weit in der Welt herumkommen! In seinem Kuhdorf oder in diesem Vaccaland wird er noch ein paar Dienstleistungen bekommen, aber sonst ist bald Ende der Fahnenstange.

    • ich

      Da werden sie, Herr Checker, wohl zu Hause bleiben müssen. Reisen wohl nicht möglich ohne Karte in unserer fürchterlichen Diktatur wo sich jeder als Checker sehen und betiteln kann

  • fakt60ist

    Im Großen und ganzen geht es uns Allen noch recht gut. Was die Südtiroler allgemein auszeichnet, ist die Gier nach Geld! Keiner hat mehr genug und wie reicher sie werden, desto mehr leidet die Moral den kleinverdienenden gegenüber. Jeder schöpft ab was geht, wo es geht, und am besten geht’s, wo der größte Geldhaufen geschaffen wird der eigentlich denen gehört, wo wirklich noch hart gearbeitet wird. Das sind in der Regel die kleinen Arbeitnehmer, die auch, weil sie die Ärmesten sind, die größte Steuerlast tragen! Je reicher man in Südtirol wird, desto weniger muss man Steuer zahlen, vorausgesetzt, man hat Kinder, denen man dann den ganzen Schuldenhaufen der Abschreibungen hinterlassen kann. Ansonsten wird man trotz allem am eigenen Leib erfahren, was Abschreiben eigentlich bedeutet. Das kommt einem Sprichwort gerecht nahe…den Letzten beißt der Hund. Geschenkt vom Staat ist gar nichts!!! Viele könnten da Lieder singen, die am Ende eines Arbeitsreichen Lebens gerne in den Ruhestand gegangen wären, wenn sie es sich leisten gekönnt hätten. Wünschenswert wäre, wenn man viel..viel weniger Beiträge bekommen würde, aber das, was man sich mit eigenen Händen erarbeitet ,mehr in den eigenen Taschen bleiben könnte. Genau das will die Politik aber nicht, denn wer würde dann wohl all die Stuhlhocker bezahlen?? Den Rest hat @Checker super beschrieben!!!

  • checker

    @iceman
    Leider wird die Verwendung eben wegen der stupiden Mitläufer immer weiter ausgebaut. Und nicht mal in der jetzigen Situation wo die Leute ja bereits wie eine Weihnachtsgans von oben bis unten ausgeschlachtet werden, erkennt man die Gefahr…ist schon beeindruckend. Der gemeine Bürger scheint aktuell wie hypnotisiert, ähnlich wie wir es von den Sekten kennen. Wie dumm muss man denn sein, wenn man monatlich 10% Kaufkraft verliert und trotzdem noch den digitalen und neoliberalen Feudalherren zukriecht…
    Nur zum Verständnis: Ich bin digital sehr versiert, sehe aber die enorm grossen Gefahren.
    Die grösste Gefahr geht nicht von der Technologie aus, sondern vom Idiotenbürger, der in seiner Unmündigkeit alles Erreichte aufs Spiel setzt oder wie es Philosophen gerne ausdrücken: „Die grösste Gefahr für die Freiheit ist der glückliche Sklave“
    Auch der mittlerweile verstorbene Stephen Hawking hat die Gefahr erkannt und die Menschheit gewarnt, nur will es keiner hören….

  • iceman

    @ Checker
    ich habe wahrscheinlich einige Jährchen mehr auf dem Buckel als du und somit auch einige Jährchen mehr an Lebenserfahrung.
    Ich kann dir sagen, dass die Leute noch nie so viel Geld in der Tasche hatten wie derzeit, das Problem ist nur, dass alle alles haben möchten, egal ob sie es sich leisten können oder nicht.
    Ich bin mit den verschiedensten Währungen quer durch Europa gereist und musste beim Umtausch oft große Einbußen hinnehmen. Ich habe die Zeiten der Inflation erlebt, die unverschuldet Verschuldeten, Zeiten in denen für Lebensmittel das dreifache von heute ausgegeben wurde, wo man für eine Waschmaschine drei Monatsgehälter hingeblättert hat und wo sich die Leute drei Mal überlegt haben wofür sie das Geld ausgeben.
    Die konservativen Feudalherren von damals haben Kinder bei der Arbeit ausgebeutet, Löhne fast nur schwarz gezahlt und ihr Geld auf der Bank gehortet.
    So schlecht ist unser derzeitiges System also nicht, man kann immer noch selbst entscheiden ob man neue Systeme akzeptiert oder in Panik verfällt.

  • hallihallo

    hier schreit die mehrheit, daß die entscheidung richtig ist, auf südtirolnews sind nur 25% für die strikte kartenzahlung.
    persönlich finde ich es schon ärgerlich , wenn einer vor dir eine coladose im supermarkt bezahlen muß und seine karte oder das system wieder mal hängt und alle warten müssen. ansonsten wäre das system nicht falsch, wenn die kosten aber für alle karten auf 0,3 % gesenkt würden, denn schlußendlich werden die spesen halt wieder dem konsumenten angerechnet

  • checker

    @Iceman
    Dass alle alles haben möchten, da gebe ich dir Recht. Und auch, dass die „alten Feudalherren“ nicht besser waren, kann ich so unterschreiben. Das Problem war immer schon die Machtkonzentration in wenigen Händen nur haben wir jetzt eine globale Krise, die gab es so früher nicht, und: Die Technologiefortschritte gehen exponentiell vor sich, heisst die Machtkonzentrationen nehmen immer schneller zu. Auch dank der Plattformmodelle, die ein unheimlich rasantes Skalieren von Unternehmenswerten ermöglichen.
    Ja, es wurde Wohlstand aufgebaut, aber er wird auch und gerade bei uns immer ungleicher verteilt, dies ist der wahre Zündstoff. Aber diese Ungleichheiten sind systembedingt und wiederholen sich so im Zyklus alle 70 Jahre.
    Ich sage auch nicht, dass man in Panik verfallen soll, aber wie so alles im Leben hat auch jede Technologie zwei Seiten und man sollte kritischer hinterfragen, anstatt alles als „gottgegeben“ hinnehmen. Die Gesellschaft ist so, wie wir sie gestalten. Aber wenn die Leute wie Junkies am Handy hängen, dann sehe ich diesen Fortschritt nicht. Der sinnvolle Einsatz liegt vielleicht bei 1% der Zeit, der Rest ist Verblödungsinfo.
    Nur so zum Vergleich: In den 70igern hatten wir eine Inflation, die der gutlaufenden Wirtschaft geschuldet war, heute haben wir eine Stagflation, also steigende Preise bei gleichbleibenden Löhnen. Dies ist ein gewatliger Unterschied. Und der Wohlstand hat seit den 8oigern in Italien ab- und nicht zugenommen. In den 80igern war Italien die drittreichste Nation der Welt, besonders wenn man sich die Vermögen der Bürger anschaut. Von diesen Zahlen sind wir meilenweit entfernt.

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