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Durch den Rost

Maria Elisabeth Rieder erachtet die Hilfsmaßnahmen der Landesregierung gegen die steigenden Preise als nicht ausreichend. Es sei Zeit, „den Menschen ihr Geld zurückzugeben“.

Von Matthias Kofler

„Wir müssen den Menschen das Geld zurückgeben“, fordert Maria Elisabeth Rieder, Landtagsabgeordnete des Team K.

500 Euro bekamen einige der unter der hohen Inflation leidenden Südtiroler Familien als Hilfsbeitrag für die Miete und die Wohnnebenkosten, 400 Euro pro Kind stehen den BezieherInnen des Landeskindergeldes als Una-Tantum-Zahlung zu. Zudem bekommen die Milchbauern einen Beitrag von 300 Euro pro Kuh. Die Hilfsmaßnahmen werden über den Nachtragshaushalt finanziert, der in Kürze im Landtag behandelt wird. „Das Land greift manchen unter die Arme, die unter den steigenden Preisen leiden, doch wieder bleiben viele ohne Unterstützung, die nie etwas bekommen“, kommentiert Maria Elisabeth Rieder den Beschluss der Landesregierung. Ihr Kritikpunkt: Durch steigende Preise stiegen auch die Steuereinnahmen des Staates, daher werde auch Südtirol mehr Geld bekommen.

Die Team-K-Politikerin rechnet vor: Der Nachtragshaushalt 2022 von 404 Millionen Euro stammt im Wesentlichen aus dem Verwaltungsüberschuss des Finanzjahres 2021. Dadurch erreicht der Haushalt 2022 fast den Rekordwert von 7 Milliarden Euro. Der Staat Italien freut sich über ein Einnahmenplus aus Steuern von sage und schreibe 10,7 Prozent.

„Dieses Geld muss den Menschen zurückgegeben werden“, ist Rieder überzeugt. In der jetzigen Phase brauche es Entlastungsmaßnahmen für jene, die sonst nie Anrecht hätten: nämlich Alleinlebende mit niedrigen und mittleren Einkommen, Rentner:innen und Alleinerziehende. Es brauche mehr als eine einmalige Zahlung. Die Landtagsabgeordnete nennt in dem Zusammenhang die Erhöhungen von Beiträgen, aber auch die Änderung von Kriterien insbesondere bei der Unterstützung der Menschen bei den Wohnungsnebenkosten. „Es braucht langfristige Planungen, die Einrichtung von Gesprächstischen mit den Sozialpartnern wären angebracht. Es verwundert, dass wir als Mitglieder des Landtages die Zahlen und Verwendung des Nachtragshaushaltes aus den Medien erfahren, bevor der Nachtragshaushalt im zuständigen Gesetzgebungsausschuss diskutiert wurde“, schüttelt Rieder den Kopf.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (22)

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  • josef1972

    Genau Maria… so wie die 300 Euro bei den Miöchkühen braucht es auch eine entsprechende Unterstützung in der Obst und Weinwirtschaft! Auch dort hat man mit horrenden Preissteigerungen bei den Treibstoffen und Rohstoffen zu kämpfen!!

  • gorgo

    Einfach mehr Geld für alle. Also das ist Mal ein Programm.
    Hoffentlich klaut euch niemand diese Idee. Oder habt ihr sie etwas geklaut? Wenn man 4-5 x ‚einheimisch‘ einflechten würde, klingt es fast wie die Forderungen der STF.

  • andreas

    Wieder mal so eine unsinnige Forderung von Team K, um auch noch den letzten Dummen dazu zu bewegen, sie zu wählen.

    Gezielt helfen, wer es definitiv nötig hat und der Rest benötigt die paar Euro nicht zwingend.

    • alexius

      Ach Anderle Anderle! Stimmenfang ist das keiner mehr………..denn die Rieder wird (obwohl ich dieser dummen Forderung ) deine hübsche Pusterer Bäuerin in den Wind schießen. Wetten! Bis dahin sind wir alle dankbar über die Almosen und Brotkrümel aus deiner skandalträchtigen „Freunde im Edelschei…..“ Partei.

  • na12

    Mehr als Kpstensteigerungen gibt es wohl eher Spekulation. Wer profitiert sind immer dieselben. Singles, Arbeiter, Paare ohne Kinder, Einheimische fallen durch den Rost. Genau diese finanzieren diese Bonbons.

  • josef1972

    Es Geld muas oanfoch an de gian wos a epes für Südtirol tian… und basta…. es kennt schimpfen so viel es welt die Politik woas schun wos richtig isch und vertoalt dementsprechend!

    • goldfinger

      Die Politik verteilt dorthin, wo sie die Stimmen bekommt, wolltest du sagen?

    • andreas

      Wenn du es zwingend darauf anlegst, die Bauern als asoziale Idioten hinzustellen, bist du auf dem besten Weg dazu.

      Jetzt heul noch etwas rum, was dir noch alles zu den 70% für den Traktor finanziert werden soll und wirst sehen, dass da jeder Verständnis für deine Notlage hat.

      Wenn du deine IBAN Nummer angibst, würde ich Hungerleidern wie dir sogar noch ein paar Euros überweisen.

      • josef1972

        @ andreas
        Die Leute wollen billige Lebensmittel dementsprechend wird subventioniertm…. Weniger Subventionen = teuerere Lebensmittel…. ihnen fehlt wohl der Blick für das große Ganze

        • olle3xgscheid

          @josef stell mal auf der anderen Seite und frag mal nach ob die Leute wirklich billige Lebensmittel wollen, wollen sie das?
          Lenensmittel sind Mittel fürs Leben, und da kann ich auf de11 x gespritztn Äpfel verzichten!!!
          Wie wärs mit Kartoffel , Mais , Korn, kein Bock gell

        • andreas

          @seppl1972
          Von den EU Agrarsubventionen scheinst du keine Ahnung zu haben.
          Es geht nicht darum, dass wir billige Lebensmittel bekommen, die würden wir vom Ausland erhalten, es geht darum, dass ihr Bauern auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig seit.

          Verstehst den Unterschied?

    • carlotta

      I glab, dass du gor kuan Bauer bisch und die Lait lai bei die Goggelen nimmsch um Unmut zu schieren..

  • perikles

    Es wird echt Zeit dass das Team K regiert, die scheinen wirklich alles zu können.

  • foerschtna

    Bis diese Almosen auf dem Konto eintreffen sind sie längst schon durch die Inflation neutralisiert. In D feiert man jetzt groß die Erhöhung der Renten um 5%. Wer rechnen kann weiß, daß dies bei einer (offiziellen) Inflation von 9% immer noch ein Minus von 4% ist. Die Zentralbanken haben uns durch ihre jahrzehntelange Gelddruckerei mittlerweile in eine Sackgasse hineinmanövriert, aus der wir nur unter allergrößten Schmerzen wieder herausgekommen werden. Und die Politik hat mit den verhängnisvollen Lockdowns der letzten 2 Jahre und den Russlandsanktionen noch zusätzlich ordentlich Öl ins Feuer gegossen.

    • pingoballino1955

      foerschtna,noch skandalträchtiger ist Italien .Erhöhung der Renten 1,7% bei einer Inflation von 9 %. Und die Landesregierung stellt sich blöd,ohne den wirklich bedürftigen zu helfen.Spreche von Renten und Pensionen unter 1000 Euro NETTO! Team K ist eben sozialer eingestellt,als die SVP es je war!

  • paolomar

    Das Land gibt viel zu viel Geld an starke Lobbies. Es bleibt wenig übrig für den Mittelstand und bedürftige Familien. Es braucht mehr Hausverstand und weniger Showpolitik.

  • meraner

    Es ist Wahnsinn was für Leute bei uns in der Politik sind. Denn wenn Frau Maria Elisabeth Rieder die Wirkung der Inflation nicht versteht, dass zu den Einnahmen gleichzeitig auch die Ausgaben für die selben Leistungen steigen und somit nicht mehr Geld zur Verfügung ist, hoffe ich für Sie, dass Sie lange in der Politik bleibt, denn unternehmerisch wäre Sie mit dieser Denkweise zum Scheitern verurteilt.

    • pingoballino1955

      meraner,sie wissen anscheinend nicht wieviel Geld in Südtirol nutzlos für wahnwitzige ,unnütze Projekte in Millionenhöhe ausgegeben wird.Beispiele dafür gibt es genug,können sie nachlesen!

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