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Die Top-Einkommen

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37 Führungskräfte im Sanitätsbetrieb erzielten 2021 ein besteuerbares Einkommen von mehr als 200.000 Euro. Darunter nur acht Frauen.

von Heinrich Schwarz

Der Südtiroler Sanitätsbetrieb hat die Jahreseinkommen seiner Führungskräfte veröffentlicht. Das sehen die Transparenz-Bestimmungen so vor. Die Daten zeigen, dass im Vorjahr insgesamt 37 Direktoren und Primare ein besteuerbares Einkommen von mehr als 200.000 Euro erzielten. Hinzu kommen vier Primare, denen wenige hundert Euro auf die runde Summe fehlen.

Dass es Frauen schwerer haben, Karriere zu machen, zeigt sich auch im Sanitätsbetrieb. Unter den 37 Top-Verdienern des letzten Jahres befinden sich nur acht Frauen. Auch die vier Primare mit knapp weniger als 200.000 Euro sind Männer. Immerhin: Im Jahr 2019 kamen nur vier Frauen im Sanitätsbetrieb auf ein besteuerbares Einkommen von über 200.000 Euro, im Jahr 2020 waren es sieben. Die Tendenz ist also steigend.

Einer der Top-Verdiener im Sanitätsbetrieb ist freilich Generaldirektor Florian Zerzer. Er kam im letzten Jahr auf über 212.000 Euro.

Derselbe Betrag ist es bei Enrico Wegher, dem Verwaltungsdirektor des Sanitätsbetriebes. Und beim neuen Sanitätsdirektor Josef Widmann, zuvor Chirurgie-Primar in Brixen, sind es mit 211.000 Euro nur knapp weniger. Pflegedirektorin Marianne Siller rutschte auf 190.000 Euro ab. Vor zwei Jahren erzielte sie noch ein besteuerbares Einkommen von 216.000 Euro.

Unter den vier Bezirksdirektoren ist nach wie vor Umberto Tait der Bestverdiener. Der erfahrene Manager, der von Bozen in den Gesundheitsbezirk Meran gewechselt ist, weist ein Jahreseinkommen (gemeint ist immer das besteuerbare) von 212.000 Euro auf.

Die anderen Bezirksdirektoren sind demgegenüber weit abgeschlagen. So erzielte Irene Pechlaner, die von Meran nach Bozen gewechselt ist, ein Einkommen von 182.000 Euro. Bei Christine Zelger im Gesundheitsbezirk Brixen und Gerhard Griessmair in Bruneck sind es jeweils nur um die 145.000 Euro.

Der Blick auf die Primare in den Krankenhäusern:

Die Spitzenreiter im Einkommens-Ranking der Ärzte sind Herbert Hanni, Primar für Gynäkologie und Geburtshilfe an den Krankenhäusern von Bruneck und Innichen, und Oliver Neeb, Primar des Dienstes für Rechtsmedizin in Bozen, mit mehr als 220.000 Euro.

Dahinter folgen mit jeweils mehr als 210.000 Euro unter anderem Paolo Conci (Dienst für Basismedizin/Gesundheitssprengel in Bozen), Pierpaolo Bertoli (ehemaliger Sanitätsdirektor und jetzt Sanitätskoordinator in Bozen), Heinrich Pernthaler (Allgemeine Chirurgie in Meran), Manfred Mitterer (Internistisches Day-Hospital in Meran), Othmar Bernhart (Innere Medizin in Brixen), Maria Grazia Zuccaro (Hygiene und öffentliche Gesundheit), Markus Karl Huber (Psychatrischer Dienst im Gesundheitsbezirk Bruneck) und Günther Sitzmann (Allgemeine Chirurgie in Bruneck).

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Kommentare (20)

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  • andimaxi

    Die verdienen sich ihre Gehälter nicht. Der Sanitätsbetrieb wird auf keiner Ebene gut geführt.

    • wichtigmacher

      Die Ärzte verdienen sich ihr Geld, die haben studiert, machen den Kernjob in einem Krankenhaus, aber die ganzen Sellelfurzer und Bürokraten rundherum, meist ohne Ausbildung, aus Gottes (Partei) Gnaden eingesetzt, und welche für die totale Missorganisation verantwortlich sind, die verdienen sich ihr Geld nicht

  • stanislaus

    Der Sanitätsbetrieb müsste von Grund auf mit neuem, motivierten Führungspersonal organisiert werden… Maximale Amtszeit als Führungskraft 10Jahre und Pensionisten sollten in Pension gehen….
    Noch immer haben Parteien zu starken Einfluss auf die Besetzung der Spitzenpositionen, das wirkt sich auf Kompetenz und Qualität aus…

  • josef1972

    Do sig man widdo amol wia ungerecht es zua geat…. i und meine Frau miasen aufn Hof 365 Toge is Johr orbeiten 9 Stunden am Tog um zusommen (!!) auf so a Einkommen zu kemmen……

  • olle3xgscheid

    Bleib dann nur interessant warum ich bei einer Op unterschreiben MUSS , wenn diese Frauen und Herren die ach soooooo große Verantwortung tragen!?…

  • dulcinea

    Schaut man sich diese Gehälter an, wird ein bisschen klarer, warum die alle mitschweigen bei Themen die ethisch und moralisch äußerst fragwürdig sind.

  • erich

    Hört endlich auf solche Listen zu verbreiten, das größte Problem der Südtiroler ist der ausgeprägte Neid auf allen Ebenen, in der Politik haben wir schon keine Qualität mehr und in den restlichen öffentlichen Einrichtungen sinkt sie dramatisch. Welcher fähige Manager oder Primare bewerben sich noch, wenn ihr Gehalt niedriger ist, wie in vergleichbaren Nachbarregionen und dazu noch jährlich in der Zeitung publiziert wird???

    • gerhard

      RICHTIG, erich, ganz genau so ist es.
      Ein fähiger Chefarzt in Deutschland geht selbst in der Provinz nicht unter 300.000 Euro nach Hause. Nach Abrechnung der Privatpatienten sind das dann stets und immer 500.000 Euro. Minimum.
      Wenn ich daran denke, was ein ungebildeter Fussballspieler bekommt, nur weil er mit dem Ball umgehen kann ist das eh Peatnuts!

  • morgenstern

    Hungerlöhne in einem Hochpreisland (Provinz). Doch damit nicht genug der „Demütigung“, zum Schluss wissen es auch noch alle.

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