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Auf dem Weg der Besserung

Foto: FF Meran

Die Ermittlungen zum Arbeitsunfall in einer Meraner Autowerkstatt laufen, deren Inhaber ist „am Boden zerstört“.

von Thomas Vikoler

Er war gerade nicht im Betrieb, weil er Ersatzteile holen musste. Da ereignete sich am späten Freitagnachmittag in einer Lackiererkabine seiner Autowerkstatt in Meran der schwere Arbeitsunfall, der auch in den nationalen Medien Niederschlag fand: Ein 17-jähriger Lehrling, der dort ein Betriebspraktikum absolvierte, und ein 36-jhriger Mitarbeiter erlitten lebensgefährliche Verbrennungen am ganzen Körper. Der Lehrling aus Lana war mit Putzarbeiten an der Kabine beschäftigt, als plötzlich eine Stichflamme in die Höhe schoss. Mutmaßlich verursacht durch ein Luft-Gas-Gemisch.

„Ich bin am Boden zerstört. Die Werkstatt bleibt einstweilen geschlossen“, teilte der Betriebsinhaber am Montag über seine Anwältin Monica Morisi mit. Auch weil die Lackierbox beschlagnahmt worden ist.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bozen zu dem schweren Arbeitsunfall laufen, bis Montag gab es keine Eintragungen von Namen in das Ermittlungsregister. Bisher fehle der Bericht der Carabinieri und des Arbeitsinspektorats, erklärte der mit dem Fall befasste Staatsanwalt.

Es ist wahrscheinlich, dass gegen den Betriebsinhaber ein Strafverfahren wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet wird. Liegt die Heilungsdauer der beiden Verletzten bei über 40 Tagen (was in diesem Fall gegeben sein dürfte), wird die vermeintliche Straftat von Amts wegen verfolgt.

Der Werkstattinhaber sei mit den Eltern des 17-Jährigen im steten Kontakt, sagt Anwältin Morisi, er finanziere auch ihre Fahrten zur Klinik in Murnau, wo der Schüler der Meraner Einaudi-Berufsschule untergebracht ist. Er befinde sich – wie der im Universitätsspital in Innsbruck untergebrachte 36-Jährige – auf dem Weg der Besserung.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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