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Gesunde Jause

Foto: IDM/Filz

Was es mit der Produktion, der Weiterverarbeitung und den Nährstoffen von Milch und Äpfeln auf sich hat, können Grundschulkinder auch in diesem Jahr bei zwei beliebten Schulprojekten erfahren.

Jedes Südtiroler Kind weiß, dass unsere Bäuerinnen und Bauern Kühe haben oder Apfelwiesen. Was es jedoch mit der Produktion, der Weiterverarbeitung und den Nährstoffen von Milch und Äpfeln auf sich hat, können Grundschulkinder auch in diesem Jahr bei zwei beliebten Schulprojekten erfahren.

Äpfel und Milch gehören seit Jahrzehnten zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Erzeugnissen unseres Landes. Grund genug, um sie auch Kindern näherzubringen. Die Schulprojekte rund um die beiden Lebensmittel haben in den letzten Jahren viel Zuspruch erhalten, und es nehmen immer mehr Klassen daran teil. In diesem Jahr besuchen 29 Botschafter und Botschafterinnen für Milch und Äpfel ab Dienstag, 18. Jänner bis Ende April insgesamt 527 Schulklassen und teilen – unter Einhaltung der geltenden Covid-Bestimmungen – ihr Wissen rund um Apfel und Milch.

„Wir freuen uns sehr, dass dieses erfolgreiche Gemeinschaftsprojekt von Sennereiverband Südtirol, Südtiroler Apfelkonsortium, Südtiroler Bäuerinnenorganisation und IDM Südtirol auch in diesem Jahr wieder stattfinden kann“, sagt Stephan Wenger, Abteilungsleiter Agrar bei IDM, welche das Projekt koordiniert. „Kinder sind unsere Zukunft – und es ist unsere Aufgabe, sie für regionale Produkte mit den Menschen, welche dahinter stehen, deren Bedeutung für unser Land und ihre Wichtigkeit im lokalen Wirtschaftskreislauf zu sensibilisieren.“

Landesbäuerin Antonia Egger ist überzeugt, dass solche Schulprojekte nicht nur den kindlichen Wissensdurst stillen: „Auch das Verantwortungsbewusstsein für sich und andere stärken wir dadurch.“ Neben einem einfachen Einblick in die Südtiroler Milchwirtschaft wird den dritten Klassen auch vermittelt, warum Milch gesund ist und was sie zum nachhaltigen Nahrungsmittel macht. Schaubilder, ein Film mit dem Maskottchen Dolomilla sowie weitere Materialien veranschaulichen die Arbeit der Milchbauern und -bäuerinnen. Daneben erfahren die Schulkinder auch einiges über das Südtiroler Qualitätszeichen. Teil des Programms ist auch eine Milchverkostung. Außerdem wird in den Klassen Butter hergestellt und jedes Kind erhält ein Joghurt.

„Es ist wichtig, unsere Kinder für die Vielfalt und den Wert gesunder Ernährung zu begeistern. Es geht aber auch darum, der nächsten Generation die Bedeutung der Berglandwirtschaft für Südtirol und für sich selbst näherzubringen“, sagt Annemarie Kaser, Direktorin des Sennereiverbandes Südtirol. Dass das gelingen kann, beweise der Erfolg dieses Schulprojekts.

Allerhand Wissenswertes über den Apfelanbau und die Apfelwirtschaft Südtirols wissen die Apfelbotschafter und -botschafterinnen den vierten Klassen zu erzählen. Anhand von Schaubildern, einem Film mit den Maskottchen Pauli und Marie sowie weiteren Materialien wird die Arbeit im Jahreskreis erklärt. Daneben erfahren die Schülerinnen und Schüler auch einiges über die Marke Südtiroler Apfel g.g.A. und die Bedeutung des integrierten und biologischen Obstanbaus. Natürlich darf auch eine Apfelverkostung nicht fehlen, bei der die Kinder herausfinden können, ob sie lieber süße oder süß-säuerliche Äpfel mögen.

„Nicht alle Kinder wissen um die Wichtigkeit einer gesunden Jause. Deshalb wollen wir sie dafür sensibilisieren und ihnen vermitteln, wie gesund und zugleich nachhaltig unsere Südtiroler Äpfel sind“, sagt der Obmann des Südtiroler Apfelkonsortiums Georg Kössler. Er hofft, dass das Schulprojekt auch 2022 wieder großen Anklang findet und in den nächsten Jahren fortgeführt und ausgebaut werden kann.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (2)

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  • andi182

    Nachhaltigkeit ??? Grosses Fragezeichen

  • novo

    Ich hoffe es geht wirklich um die gesunde Ernährung für unsere Kinder und nicht um die Schaffung neuer Märkte für eigene Produkte!
    Wenn ich mir den Streit zwischen konventionellen (große Mehrheit) und Biobauern ansehe, sei mir ein Hauch an Zweifel erlaubt.
    Außerdem sollten wir die europaweiten Milchimporte nicht vergessen. Die werden uns nicht selten als Südtiroler Bergmilch untergejubelt!

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