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Aufgeblasene Personalkosten

Albino Leonardi (Foto: Trentino)

Die Staatsanwaltschaft Bozen erhebt gegen den früheren Eigentümer von Video33/Sdf, Albino Leonardi, Anklage wegen mutmaßlich erschwindelter Staatsbeiträge.

Es geht um den stattlichen Betrag von rund einer Million Euro, bezogen auf die Jahre 2017 und 2018. Einen Betrag in dieser Höhe hat Albino Leonardi als Eigener der Rosengarten Media GmbH nach Ansicht der Staatsanwaltschaft Bozen an Staatsbeiträgen erschwindelt.

Sie hat nun Anklage gegen den Wirtschaftsberater als Cles erhoben – wegen erschwerten Betrugs gegen den Staat Italien.

Albino Leonardi ist jener Mann, der im Jahre 2017 die Mehrheit an der Rosengarten Media GmbH vom Innichner Speckkönig Franz Senfter um einen symbolischen Euro übernommen hatte.

Die Firma unterhält die beiden Privat-Fernsehsender Video33 und sein deutsches Pendant Sdf, die in der Bozner Industriezone ihren Sitz haben.

Leonardi hat die Rosengarten GmbH im Juli 2020 wieder abgestoßen, die beiden Fernsehsender gehören nun der lombardischen Unternehmerfamilie Baronio, die u.a. den Teleshopping-Sender TeleColor betreibt.

Was wird Leonardi konkret vorgeworfen?

Er soll in dem Antrag für staatliche Medienförderung für die genannten Jahre die Personalkosten künstlich erhöht, also aufgeblasen, haben. Der Antrag bezog sich auf die Kosten für den Betrieb des Senders Video33, in welche Leonardi kurzerhand die Personalkosten des Schwestersenders Sdf hineingepackt haben soll. Dadurch stieg der Beitragsanspruch, laut Erkenntnissen Staatsanwaltschaft war dies aber nicht zulässig, weil Sdf als eigener Sender zu betrachten ist, auch wenn er der Rosengarten Media GmbH gehört.

In den vergangenen Monaten wurde bei Leonardi eine Vorbeugebeschlagnahme durchgeführt, um die potentielle Schadenssumme sicherzustellen.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

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