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Die Windkraft-Milliardäre

Josef Gostner

Der Wert des börsennotierten Unternehmens der Gostner-Brüder hat sich in fünf Jahren mehr als verzehnfacht – auf 1,6 Milliarden Euro. Jetzt will die Gostner-Familie fast die Hälfte der Aktien verkaufen.

von Heinrich Schwarz

Der Höhenflug von Alerion hält an. Mittlerweile hat das Windkraft-Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 1,6 Milliarden Euro. Damit hat es an der italienischen Börse große Namen wie Piaggio, OVS, Juventus und Mondadori längst überholt.

Alerion gehört Südtiroler Unternehmern. Und zwar den Brüdern Thomas, Josef und Ernst Gostner. Sie sind drauf und dran, zu den europaweit größten Akteuren im Bereich der Windenergie zu gehören.

Der Kampf gegen die Klimaerwärmung hat dem Sektor einen enormen Aufschwung gegeben. Die Gostner-Brüder, die seit 20 Jahren in der Windenergie tätig sind, profitieren auch dank ihres offensichtlich hervorragenden Managements voll davon.

Bei Alerion waren die Gostners mit ihrem Unternehmen Fri-el vor fünf Jahren groß eingestiegen und übernahmen die Mehrheit. Seither ist Josef Gostner Chef von Alerion – und in dieser kurzen Zeit ist es zu einem regelrechten Höhenflug an der Börse gekommen, den man sonst nur von großen Technologie-Konzernen in den USA kennt.

Die Zahlen sind spektakulär:

Fri-el zahlte beim Alerion-Einstieg vor fünf Jahren 2,60 Euro pro Aktie. Ein Jahr später sicherten sich Josef Gostner und Co. zu einem Preis von drei Euro pro Aktie die absolute Mehrheit am börsennotierten Unternehmen.

Aktuell besitzen die Gostner-Brüder 88 Prozent der Alerion-Aktien. Und der Wert einer Aktie liegt mittlerweile bei rund 30 Euro. Das ist eine Verzehnfachung des Unternehmenswertes innerhalb von gerade einmal fünf Jahren.

Damit sind die Gostner-Brüder – zumindest gemeinsam – Milliardäre. Ihre Alerion-Beteiligung ist 1,4 Milliarden Euro wert.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass das eigentliche Gostner-Unternehmen Fri-el mit seinen eigenen Windparks und sonstigen Energie-Anlagen unabhängig von Alerion ebenfalls einen enormen Wert hat. Allerdings kann dieser nur schwer beziffert werden, da Fri-el selbst nicht börsennotiert ist. Man kann von einem höheren dreistelligen Millionenbetrag ausgehen. Mit einem Vermögen von 1,4 Milliarden Euro ist es bei den Gostners jedenfalls bei weitem nicht getan.

Zu Fri-el gehören übrigens auch die Bozner Flughafen-Gesellschaft ABD und die Fluggesellschaft Sky Alps.

Jetzt geht die Bozner Familie bei Alerion einen weiteren großen Schritt: Sie will große Akteure mit ins Boot holen und gleichzeitig den massiven Wertzuwachs ihrer Beteiligung flüssig machen.

Konkret plant Fri-el, über 40 Prozent der eigenen Alerion-Aktien zu verkaufen. Derzeit läuft die Suche nach interessierten und geeigneten Partnern, sprich nach finanzkräftigen Unternehmen und Investmentfonds.

Nationale Medien berichten davon, dass die Operation über 800 Millionen Euro in die Kassen von Fri-el spülen könnte. Und bei Alerion soll der Einstieg von weiteren Großaktionären zu einem weiteren Wachstumsschub führen.

Unter anderen expandiert Alerion mit seinen Windparks nach Rumänien. Außerdem will Alerion verstärkt im Photovoltaik-Bereich investieren. Bis Ende 2023 soll die installierte Gesamtleistung der Alerion-Anlagen auf 1,5 Gigawatt verdoppelt werden, so die Zielvorgabe.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)

Kommentare (30)

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  • andreas

    Na ja, wenigstens nimmt es manchen besorgten Bürger die Sorge, dass Gostner sich den Flughafen Bozen und die Fluggesellschaft nicht leisten kann und er mit seinen Steuergeldern, wie zu Drurnwalders Zeiten, dafür aufkommen muss.

  • nochasupergscheiter

    Hier auch wieder ein Beispiel wie man durch die Hilfe der Politik zum Milliardär wird, während die Bevölkerung und schigebiete an der stromrechnung verzweifeln…
    Nun sucht man dumme Fonds die wieder mit dem Geld des kleinen Mannes den ausstieg finanzieren um dann evtl noch reicher oder die blase Platzrn zu lassen

  • @alice.it

    Die Gostner-Brüder bräuchte die Südtiroler Volksbank an der Spitze, nicht Angeber wie den Herrn Schneebacher und co! Aktie hatte einen Wert von 19 Euro, heute 9 Euro und unverkäuflich. So eine Schande!!

  • steve

    Schön dann darf er auch Mitglied bei BlackRock werden.
    Der Beteiligungsfirma der Ultrareichen, die an allen großen Firmen und Gesellschaften beiteiligt ist, die Politik langsam infiltriert und uns anhand ihrer Ratinagenturen Zeugnisse ausstellen, ob wir in ihrem Sinne brav wirtschaften.

    • leser

      Steveke
      Blackrock ist eine andere schuhgrösse

      • steve

        Super jetzt hast du auch was geschrieben! 🙂

        • andreas

          Er schwadroniert ja, dass er sich Schreiberlinge kauft, die bezahlt er sicher nach Buchstaben und wie die Buchstabeb angeordnet sind, versteht er eh nicht

          • steve

            Er könnt sich ja ein paar Schreiberlinge anstellen und wir sagen ihm dann, ob die was taugen!
            Aber da knausert er halt wieder!

          • leser

            Steve
            Ich würd mir ja dich oder is anderke kaufen
            Aber geld beim fenster rausschmeissen ist nicht produktiv
            Da ist mir mein hund mehr wert

        • steve

          Leser
          Ach Hund und Porsche statt Familie! Hascher..
          Hättest du ein bisschen Grips, würdest eine Rechtschreibprüfung drüberlaufe lassen aber beim Denken hilft das auch nicht!

          • leser

            Stevele
            Mach dir keine sorgen
            Das hab ich auch
            Und stell dir vor
            Die kinder sind sogar in der lage zu studieren
            Aber du hast recht die können besser schreiben als ich, wobei es auch beim studieren nicht auf das ankommt
            Wenn man dich und is anderle so anhört müsste man ja fast meinen, man ist ein verbrecher, wenn man 5 euro mehr in der tasche hat
            Aber stevele, ihr könntet das ja auch haben, müsst halt früher aufstehen und arbeiten, anstatt die nasen in den topf der anderen zu stecken

          • steve

            Weißt du Leserle hätt ich gern einen Porsche könnt ich ihn heut bestellen und in Bar bezahlen!
            Interessiert mich nicht: brauch keine Sch…prothese!

          • leser

            Stevele
            Auch das mit der prothese mūssten wir auf einen vergkeuch ankommen lassen

  • exodus

    @batman Gut, dass wir den Euro haben, denn mit der Lira wäre Italien und seine Bürger in noch größeren Problemen.

  • esmeralda

    @leser, batman kennt sich überall aus. Er hat die besten Geheimquellen z.B. den immer bestens informierten Kayvan Soufi-Siavash. Gibts eigentlich über seinen Namen noch keine Verschwörungstheorien? z.B. wenn man ihn rückwärts liest dann kommt ein persisches Reisgericht raus oder so. Müsste doch ungemein verdächtig sein?

  • besserwisser

    ich bin reicher. im herzen. kann man nicht kaufen.

  • ich

    Oha da schlägt ja voll der Neid durch.

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